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Wer einmal einen Drei- oder Viertausender bestiegen hat, gerät unter Umständen in eine Dynamik, die ihn immer weiter und höher führen kann, bis der nächste Schritt einer ins Leere wäre. Die Kunst, die wahre Höhenbergsteiger beherrschen, ist die des Umkehrens, bevor alle Kräfte verbraucht sind.

Zitat: Christoph Ransmayr, (öster. Schriftsteller)

  Bishorn 4.153 m, Wallis - Schweiz / Walliser Alpen - Tour am 28.07.2008

Bishorn - 4153m

Allgemeines:

Das Bishorn ist ein zweigipfeliger Viertausender in den Walliser Alpen. Der höhere Westgipfel erreicht eine Höhe von 4'153 m und überragt den Ostgipfel (Pointe Burnaby, 4.135 m ü. M.) nur unwesentlich. Vom Gipfel ergibt sich ein eindrucksvoller Blick auf den mächtigen Weisshorn-Nordgrat, dessen Verlängerung das Bishorn eigentlich darstellt.

Ausgangspunkt für den Normalweg über die Nordwestflanke ist die Cabane de Tracuit (3.265 m), erreichbar von Zinal (1.675 m). Die Überschreitung des Bishorns über den Normalweg und den Südwestgrat zum Weisshornjoch bildet den besten Zustieg zum Weisshorn-Nordgrat. Im Frühling kann mit Ski über den Normalweg bis fast zum Gipfel des Bishorns aufgestiegen werden.

 Erstbesteigung:

Die Erstbesteigung des Westgipfels gelang am 18. August 1884 G. S. Barnes und R. Chessyre-Walker unterstützt durch ihre Führer Joseph Imboden und J. M. Chanton. Die Erstbesteigung des Ostgipfels (Pointe Burnaby) gelang bereits am 6. Mai 1884 der Engländerin Elizabeth Burnaby begleitet von den Führern Joseph Imboden und Peter Sarbach.

Routen:

Nordwestflanke

  • Schwierigkeit: L, I (Frz. Skala: F; mit I. UIAA-Grad Felskletterei)
  • Zeitaufwand: 2½ Stunden
  • Ausgangspunkt: Cabane de Tracuit (3.265 m)
  • Talort: Zinal (1'675 m

Nordostwand

  • Schwierigkeit: S, IV (Frz. Skala: D; mit IV. UIAA-Grad Felskletterei)
  • Zeitaufwand: 8 Stunden
  • Ausgangspunkt: Turtmannhütte (2.519 m)
  • Talort: Gruben (1.822 m

 Unsere Route - Die Nordwestflanke / Zinal  (1.675m) -  Cabane de Tracuit (3.265) - Gipfel Bishorn (4.153m):

Anmerkung: meine Gehzeiten mit Pause / Angaben sind immer ca.- Werte

 Gehzeiten mit Pausen:   Zinal (1.675 m) - Cabane de Tracuit (3.265 m) 5,00 Stunden
 Gehzeiten mit Pausen:   Cabane de Tracuit (3.265 m) - Gipfel Bishorn (4.153 m) 3,00 Stunden
 Gehzeiten mit Pausen:   Gipfel Bishorn (4.153 m) - Cabane de Tracuit (3.265 m) 2,00 Stunden
 Höhenmeter:  Zinal (1.675 m) - Cabane de Tracuit (3.265 m) 1.590 HM
 Höhenmeter:  Cabane de Tracuit (3.265 m) - Gipfel Bishorn (4.153 m) 888 HM
Schwierigkeit:  Bergweg - Gletschertour (L) / I. UAA Kondition: mittel
 Ausrüstung: Grundausrüstung 1 + Übernachtung Hütte 2 + Hochtouren 5
 Karte: SLK 5006 Zusammensetzung Matterhorn-Mischabel
Landeskarte der Schweiz, 1:50000
 Beste Jahreszeit  Juli bis September

 Mein kleiner Tourenbericht

Diese Beschreibung soll nur einen ersten Eindruck vermitteln. Sie ersetzt keinen Bergführer.

Von Zinal müssen wir den gesamten Aufstieg über die Cabane de Tracuit (3.256 Meter) bis zum Gipfel des Bishorns auf 4.153 Metern zu Fuß bewältigen. Daher wird das Bishorn von weit weniger Bergsteigern in Angriff genommen als seine Nachbarn.

Eigentlich wollte ich nun schon seit Wochen meinen diesjährigen 4000er machen. Aber das Wetter machte uns immer wieder einen Strich durch die Rechnung. Immer und immer wieder Wasser von oben. Keine zwei Tage beständig gute Witterung. Wenn dann einmal ein kleines, kurzes, gutes Wetterfenster aufging, musste man arbeiten. Es war wie verhext. In diesem Jahr sollte der Pollux, der Castor und evtl. das Breithorn anstehen. Es wollte aber einfach nicht klappen. Nun endlich erhielt ich von Oli eine SMS, dass das Wetter gut sei und ob ich Lust auf das Bishorn hätte. Nachdem ich mich über diesen Berg informiert habe nutzte ich diese Gelegenheit und startete am 27.07.2008 per Auto ins Wallis. Die Fahrt dorthin dauert ja immerhin auch 5 Stunden. Dort traf ich auf Elfi und Oli. Wir drei wollen nun am 28.07.2008 das 4.153 m hohe Bishorn besteigen. Unsere Tour soll zwei Tage dauern. Am ersten Tag ist der Anstieg zur Hütte Cabane de Tracuit, unseren Ausgangspunkt für den Gipfeltag geplant. Am zweiten Tag dann der Gipfelsturm sowie auch der komplette Abstieg bis Zinal (1.675 m). Ich hoffe nur noch auf gutes Wetter und einen schönen Auf- und Abstieg.

Eigener Film (Bildershow & Clip) - Bergtour Bishorn

 1.Tag - Hüttenanstieg

Unser Aufstieg beginnt in Zinal auf 1.675 m. Parken können wir kostenlos am Ortsausgang rechts auf einem Parkplatz nahe dem Flussufer. Der Einstieg zur Cabane de Tracuit ist nicht so leicht zu finden, wenn man nicht so genau weiß wo man suchen muss. Von einem Almbauern erhielten wir die Information, dass wir den Anstiegsweg am Zeltplatz finden werden. Dazu müssen wir wieder ein Stück zurück Richtung Zinal gehen. Als wir auf diesen Pfad gestoßen sind, war die Wegfindung dann auch kein Problem mehr. Die Beschilderung zur Hütte gibt eine Gehdauer von 4-5 Stunden an. Um 07:30 Uhr brechen Elfi, Oli und ich endlich auf. Zunächst windet sich der Weg in steilen Kehren bis an den Torent du Barmè heran und dann weiter bis zur Alm Combautanna. Von dort geht es weiter über steile Grashänge später, über Blockwerk bis zur Tracuithütte auf 3.256 m.

Anstieg zur Hütte über die Alm  

Anfangs geht es leichtfüßig über Wiesen und Almen.

 

Hompage von Zinal

Langsam wachsen die Berge in die Höhe. Es ist ein sehr schöner und optisch abwechslungsreicher Hüttenanstieg.                

                  

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Weitere Fotos in meiner Galerie "Bishorn" zu sehen.

 Informationen zur Cabane de Tracuit:

  • die Cabane de Tracuit (oder Tracuit Hütte) ist etwas spartanisch eingerichtet, Licht gibt es nur im Gastraum zum Essen
  • die Tracuit ist gegenüber anderen Hütten etwas "verwahrlost" bzw. "lieblos" ansonsten typische schweizer Nächtigungshütte in den Westalpen
  • fast alle Gäste über Nacht sind wegen dem Bishorn hier
  • drei *sehr* große Lager mit jeweils ca. 30-35 Plätzen
  • mehr oder weniger keine Waschmöglichkeit, nur außerhalb abseits der Toilette an einem Holztrog 
  • kein freies Trinkwasser vorhanden (2008: 1l Teewasser 3 CHF, 1,5l Wasser im PET 8 CHF)
  • Essen der HP war schweiztypisch gut und viel
  • Toilette außen, also nachts mit Stirnlampe raus
  • Wirt und Personal ist sehr freundlich und nett
  • aufgrund der Ursprünglich -und Einfachheit gemütlicher Hüttenabend

Warmes Wasser: nein
Duschen: nein


Telefon: siehe Homepage
Homepage:
Hüttenhomepage


Stand: 07/2008

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11:15 Uhr

Eine Madonna am Wegesrand. Der Turtmanngletscher kommt in Sicht. Nun ist die Cabane de Tracuit auch nicht mehr weit.

 

Zum Deutschen Alpenverein

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12:10 Uhr - Zum Schluss ist leichte Kletterei angesagt. Zur Sicherung ist hier auch eine Kette angebracht.

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12:30 Uhr:

Unsere Hütte: Bei der Ankunft an der Tracuithütte kann man auch den gesamten Anstieg zum Bishorn über den Turtmanngletscher überblicken. Die Cabane de Tracuit liegt direkt am Rande des Turtmanngletschers. Traumhaft! Im Hintergrund versteckt sich das Bishorn in den Wolken.

 2.Tag - Gipfelanstieg

Am nächsten Morgen ist um 05:00 Uhr Wecken angesagt. Nach dem Frühstück steigt man dann von der Hütte links haltend über den Turtmanngletscher (einige Spalten) auf der östlichen Seite und über die Nordwestflanke hinauf zur Scharte zwischen denen zwei Gipfeln, von dort unterhalb des wächtenbehangenen Grats zum Gipfel (ca.3,00 Std.). Von dort hat man einen herrlichen Ausblick auf das Weisshorn, die Mischabelgruppe und das Berner Oberland. Abstieg wie Aufstieg; zur Hütte nach 2:00 Std., ins Tal nach weiteren 3:30 Stunden. 

                                          Outdoor Fachliteratur                                     

05:50 Uhr:

Aufstieg auf dem Turtmanngletscher. Traumhaft! Ein wunderschöner Morgen. Es sind schon einige Seilschaften vor uns unterwegs.   

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08:10 Uhr:

Wunderbare Aussicht. Da blickt man gern zurück.

Es folgt eine Seilschaft nach der anderen.

Hompage Kanton Wallis

    08:50 Uhr Auf dem Bishorn (4.153 m) angekommen.

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Elfi und ich auf dem Bishorn

  Oli & Elfi: Am Gipfel entfaltet sich ein ausgezeichneter Blick in die Nordwand des Weisshorn. Die Gipfelaussicht wird eindeutig vom nahen Weisshorn dominiert.

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Das Bishorn wirft neben dem Hauptgipfel im Osten einen weiteren Kulminationspunkt auf, die Pointe Burnaby (4.135 m), der aber nicht mehr als Gipfel gelten kann. Dieser Punkt ruft regelrecht danach begangen zu werden. Wir machen uns auf den Weg. Um 09:20 Uhr stehen wir auch auf diesem Gipfel. 

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  Oli & Elfi beim Abstieg vom  Pointe Burnaby, 4.135 m ü. M. mit Blick auf den Bishorngipfel

Abstieg:

Abstieg entlang der Aufstiegsroute.

Fazit:

Am Gipfel entfaltet sich ein ausgezeichneter Blick in die Nordwand des Weisshorn und auf die Mischabelgruppe. Das Bishorn ist mit einem leichten Anstieg über Gletscher zu erreichen, trotzdem muss der Umgang mit Steigeisen, Pickel und Seil beherrscht werden.  Am Gipfelgrat wartet leichte Kletterei im ersten Grad. Die Herausforderung am Bishorn besteht darin, den Weg möglicherweise auch ohne Spur zu finden. Am Gipfelgrat bilden sich Wechten, von diesen Abstand gehalten werden sollte. Das Schwerste an der Bishorntour ist der Hüttenzustieg. Vom Dorf Zinal 1.675 m zur Cabane de Tracuit 3.256 m, gilt es 1.600 Höhenmeter in ca. 4-5 Stunden zu bewältigen.

Weitere Fotos in meiner Galerie "Bishorn" zu sehen.

 meine weiteren Touren in den Walliser Alpen


   

 

    Zum Deutschen Alpenverein   

    

   Hompage Kanton Wallis    

       

Hompage von Zinal     

       
    

Outdoor Fachliteratur     

            
 

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