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Wo bin ich: Startseite - Bergtouren - Gradötz

Ich glaube, es ist wesentlich wichtiger zu wissen, was man nicht kann, als zu wissen, was man kann.

Zitat: Lucille Ball (US-amerikanische Schauspielerin)

Gradötz 3.063 m, Österreich / Hohe Tauern, Granatspitzgruppe - Tour am 29.09.2009

Gradötz von Westen aus gesehen

 Allgemeines:

Der Gradötz (auch als Gradözkogel, Gradetzspitz oder Gradetz bezeichnet), ein Berg mit einer Höhe von 3.063 m, liegt in der Granatspitzgruppe der Hohen Tauern in Österreich. Der Name Gradötz [kradéts, älter kredå´tse] ist auf romanisch crodacia ‘hoher Felsen’ (zu croda ‘Felsen’) beruhend. Der Gipfel befindet sich ca. 6,5 km Luftlinie nordwestlich von Kals in Österreich. Der markierte Normalsteig von der Sudetendeutsche Hütte ist bei schneefreien und trockenen Verhältnissen relativ einfach zu begehen. Bei entsprechendem Wetter kann man vom Gipfel aus, der kein Gipfelkreuz besitzt, einen schönen Ausblick in die umliegende Bergwelt, besonders zum Großglockner im Osten, nach Norden zum Großen Muntanitz mit seinen 3.232 m, sowie in die Venedingergruppe im Westen genießen.

 Erstbesteigung

Daten sind mir unbekannt.

 Anstieg                                                                                                                                                                                 

Der locker markierte Normalanstieg zweigt ca. 400 m nördlich der Dürrenfeldscharte (2.823 m), in östlicher Richtung vom Sudetendeutschen Höhenweg ab (Wegweiser) und führt in ungefähr einer Stunde über Schutt- bzw. Blockhänge zum Gipfel. Die Dürrenfeldscharte bzw. den Beginn des Normalaufstieges erreicht man am besten von Karls/Großdorf aus, mit den zwei Sektionen des Blauspitzliftes, von der Bergstation (ca. 2.300 m) weiter über den Aussig-Teplitzer-Weg, das Hohe Tor und den Sudetendeutschen Höhenweg (Gehzeit ab Bergstation ca. 2 1/2 Stunden).

Als Stützpunkt bietet sich auch die Sudetendeutsche Hütte auf 2.650 m an, von der man die Abzeigung (Wegweiser) in ca. 1/2 Stunde erreicht. Diese Route war mein Favorit, da ich am Vortag - nach dem Hüttenaufstieg die Vordere Kendlspitze (3.088 m) und heute vor dem Gradötz, welcher den Abschluss zu meinem Tourenwochenende sein soll, den Großen Muntanitz mit seinen 3.232 m als Ziel hatte.

Für den Aufstieg zur Sudetendeutsche Hütte (2.650 m) nutze ich den Zustieg vom Parkplatz an der Felbertauernstraße (gegenüber vom Gasthof Felbertauernstübel, 1.160 m) erst in nördlicher Richtung auf den Weg 514, vorbei an den Steiner Wasserfall, dann in östliche Richtung hinauf über Serpentinen bis zur Steiner Alm (1.909 m) und weiter nordöstlich führend bis hin zur Sudetendeutsche Hütte auf 2.650 m. Dieser Anstiegsweg ist relativ steil und in 4 Stunden zu bewältigen.

Homepage - Matrei in Osttirol

Schwierigkeit

Leichte Tagestour mit Kletterstellen (Schwierigkeitsgrad I).

Route:  Felbertauernstüberl (1.160 m)  - Sudetendeutsche Hütte (2.650 m) -  Gradötz (3.063 m)

Anmerkung: Gehzeiten ohne Pause / Angaben sind immer ca.- Werte 

 Gehzeiten / Höhenmeter:   Felbertauernstüberl (1.160 m)  - Sudetendeutsche Hütte (2.650 m) 4,00 Std. / 1.490 HM
 Gehzeiten / Höhenmeter:   Sudetendeutsche Hütte (2.650 m) -  Gradötz (3.063 m) 1,5 Std. / 413 HM
 Gehzeiten / Höhenmeter:   Gradötz (3.063 m) - Sudetendeutsche Hütte (2.650 m) 1,00 Std. / 413 HM
 Gehzeiten / Höhenmeter:   Sudetendeutsche Hütte (2.650 m) - Felbertauernstüberl (1.160 m) 2,75 Std. / 1.490 HM
 Schwierigkeit: L (leicht) Kondition: mittel
 Ausrüstung:  Grundausrüstung (1) bei Hüttenübernachtung Hütte (2)
 Karte:  Alpenvereinskarte 39 / Granatspitzgruppe (1:25.000)
 Beste Jahreszeit:  Juli bis Oktober

Wie jedes Jahr habe ich mir auch 2009 vorgenommen, einen 3000er zu besteigen. Leider ist bei 3000ern damit oft eine Gletscherbegehung mit der dazu gehörenden Spaltensturzgefahr verbunden. Für eine Alleintour ist mir dafür das Risiko zu groß. Nach anfänglicher Suche nach einem gletscherfreien 3000er und anschließender Planung habe ich mich als Hauptziel für den Großen Muntanitz mit seinen 3.232 m entschieden. Am Tag des Hüttenanstiegs gehe ich erst auf die Vordere Kendlspitze (3.088 m), um einen ersten, landschaftlichen Eindruck zu erhalten und mich so auch etwas zu akklimatisieren. 

Heute, am zweiten Tag, nach der erfolgreichen Besteigung des Großen Muntanitz, ist zum Ausklang nun der Gradötz geplant. Der Abstiegsweg soll wie der Aufstiegsweg vom Gipfel des Gradötz über die Sudetendeutsche Hütte und weiter hinab zum Parkplatz des Felbertauernstüberl an der Felbertauernstraße sein.

Film zur Tour - Bergtour Gradötz

 Mein kleiner Tourenbericht:

Diese Beschreibung soll nur einen ersten Eindruck vermitteln. Sie ersetzt keinen Bergführer.

Der Gradötz reiht sich in eine Liste von den 3000ern ein, welche von der Sudetendeutsche Hütte (2.650 m) erreicht werden können. Ob die Hütte für mein jetziges Tourenvorhaben noch geöffnet, ist konnte ich nicht erfahren. Telefonisch war niemand erreichbar, was mich dazu veranlasste, vorsorglich Isomatte, Schlafsack sowie Proviant für zwei Tage mitzunehmen. Der Winterraum soll nach Homepageinformation der Sudetendeutsche Hütte geöffnet und ohne AV-Schlüssel zu nutzen sein. Leider muss ich diese Tour allein durchsteigen, was mir aber auch eine gewisse Freiheit gibt. Allen Lesern sei aber gesagt: Zu zweit ist es immer sicherer. Bei Stürzen, Verletzungen, Blockaden oder sonstigen Problemen am Berg kann der Partner Hilfe leisten und ggf. holen. Das muss und sollte immer bedacht werden.

Anfahrt: Ab Stuttgart - A 8 (München – Innsbruck / Salzburg) bis Ausfahrt Kufstein Süd – über die B 173 und die B 178 über Kitzbühel weiter der B 161 folgend über Mittersill durch den Felbertauerntunnel (10 Euro pro Durchfahrt) zum linken Parkplatz am Felbertauernstüberl auf 1.160 m.

Ausgangspunkt:

Kleiner, kostenfreier Parkplatz an der Felbertauernstraße (1.160 m) gegenüber dem Felbertauernstüberl nördlich vor Matrei in Osttirol in Osttirol.

 

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 Info Matrei in Osttirol 

Ein Meer von Dreitausender mit den höchsten Bergen Österreichs - der Großglockner 3.798 m und der Großvenediger 3.674 m, beeindruckende Gletscher, der erste Wasserschaupfad Europas, und den größten Nationalpark Mitteleuropas ist die Umgebung von Matrei in Osttirol. Vom geübten Wanderer bis hin zum "Kletterfex" oder Spaziergänger - in Matrei i.O. ist für jeden etwas dabei. Matrei in Osttirol gilt als das Zentrum des Ferien- und Erholungsgebietes des "Nationalpark Hohe Tauern". Dieser Nationalpark ist einer der letzten Naturlandschaften Österreichs. Rückzugsgebiet vieler bedrohter Tier- und Pflanzen. Matrei in Osttirol ist mit Sicherheit ein lohnender Startpunkt zu vielen Touren und Sehenswürdigkeiten.

 Info Felbertauerntunnel

Der Felbertauerntunnel ist ein Straßentunnel in Österreich durch den Felber Tauern, der das Bundesland Salzburg mit Osttirol wintersicher verbindet. Der 1967 fertig gestellte Felbertauerntunnel ist 5.304 m lang. Für die Benutzung des Tunnels wird eine Maut von aktuell 10 Euro (2009) erhoben. Für Einheimische (Osttiroler) ist die Durchfahrt zur Zeit gratis.

Das Tunnelportal Süd Osttirol liegt auf einer Seehöhe von 1.632 m. Die Steigungsverhältnisse der Strasse auf der Osttiroler Seite betragen vier bis maximal sieben Prozent und auf der Salzburger Seite fünf bis maximal neun Prozent. Im Tunnel liegt die Steigung in der Südhälfte bei einem und in der Nordhälfte bei zwei Prozent.

Etappe 1: Felbertauernstüberl (1.160 m)  - Sudetendeutsche Hütte (2.650 m)

Diesen Anstieg habe ich schon gestern, also am Vortag gemacht. Nachdem ich auf der Sudetendeutschen Hütte im Winterraum ein Lager belegt habe, bin ich auf die Vordere Kendlspitze (3.088 m) gestiegen. Heute war ich auf meinem Hauptziel, den Großen Muntanitz mit seinen 3.232 m. Vollständigkeitshalber hier noch einmal der komplette Aufstiegsweg vom kostenfreien Parkplatz an der Felbertauernstraße bis hin zur Sudetendeutschen Hütte:

Ich habe den Parkplatz gleich gefunden, kurz hinter dem Tunnel - von Norden kommend liegt er an der linken Straßenseite. Hier ziehe ich mich für meine bevorstehende Tour um. Nur nichts vergessen, den Rucksack kontrollieren. Den Einstieg habe ich schon von weiten entdeckt. Er liegt direkt am nördlichen Ende des Parkplatzes. Dort befindet sich ein gelbes Wanderschild mit Zielen und Zeiten. Die Sudetendeutsche Hütte (2.650 m) ist mit einer Gehzeit von vier Stunden angegeben. Ich starte um 10:20 Uhr vom Parkplatz (1.160 m) und gehe nun den steilen Wanderweg 514 aufwärts. Der Pfad zieht gleich steil an. Nach kurzer Zeit erreiche ich eine im Bau befindliche Straße. Ein Bauarbeiter bestätigt, dass ich mich noch auf dem Wanderweg befinde. Am imposanten Wasserfall vorbei, an dem rechts noch die Reste des alten Wanderwegs zu sehen sind, geht es immer weiter in Serpentinen die Strasse hinauf. Ein erst unschöner, dann auch anstrengender Aufstieg.

11:40 Uhr - Der Wanderweg 514

Ohne besondere Anstrengung habe ich die Straßenbaustelle hinter mir gelassen. Überall Beton und Staub. An der Weggabelung oberhalb von "Stein" halte ich mich rechts und steige weiter in unzähligen Serpentinen durch den Wald zur Steiner Alm (1.909 m) hinauf. Vor ein paar Tagen hatte es hier wohl reichlich geregnet und es wurde wohl auch Vieh über diesen schmalen Weg nach unten getrieben. Der Pfad war durch und durch schlammig, weiter oben ging er dann aber in einen breiten, trockenen Weg über.

 Homelpage - Nationalpark Hohe Tauern

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Nun wandere ich über die breite, flache Alm (Äußerer Steiner Alm) - vorbei an Pferden, Schafen und Murmeltierkolonien bis nach hinten zum Talschluss (Bild unten). Hier habe ich die Baumgrenze erreicht und es geht auf schmalen Steg über Stein und Gras weiter. Links neben der Materialseilbahn bei 2.012 m beginnt der finale Endaufstieg zur Sudetendeutsche Hütte. Rechts sehe und höre ich oft den Steierbach, welcher rauschend zu Tale fließt. Hier lässt es sich gut eine Pause einlegen und die Gegend genießen. Beim Aufstieg schaut links oben ab und an schon die Sudetendeutsche Hütte hervor.

dort hinauf zur Hütte   klick = vergrößern

14:05 Uhr: Die Sudetendeutsche Hütte ist erreicht und - geschlossen. Zum Glück habe ich alles Notwendige für einen Übernachtung dabei. Ich habe das Lager für die Nächtigung vorbereitet und überflüssiges Gepäck, welches ich nicht für den Aufstieg zur Kendlspitze benötige in der Hütte deponiert. Um 14:40 Uhr steige ich weiter zur Vordere Kendlspitze (3.088 m) auf und treffe um 17:45 Uhr wieder an der Sudetendeutsche Hütte, meinem Basislager für 2 Tage ein.

Sonnenuntergang an der Sudetendeutschen Hütte

18:30 Uhr: Ein traumhafter Sonnenuntergang und ein sagenhafter Abendhimmel lassen mich den 4-Stündigen Aufstieg zur Sudetendeutsche Hütte vergessen. Allein hier oben genieße ich auf 2.650 m den Abend. Ich treffe noch zwei englische Bergkameraden, welche gerade vom Kleinen Muntanitz (3.192 m) abgestiegen sind. Warum nur bis hoch zum "Kleinen"? Vielleicht war es ja zeitlich bedingt, dass es nicht weiter bis zum Großen Muntanitz ging. Die beiden Kameraden stiegen nach einen kurzen Gespräch weiter ins Tal ab und ich blieb nun allein oben.

 

19:00 Uhr: Im Winterraum der Sudetendeutschen Hütte bereite ich mich nun für die Nacht vor. Ich zünde im Ofen ein Feuer an. Holz ist vorhanden und es wird langsam warm. Draußen sind nur noch 5 Grad. Ich koche mir Tee mit dem Wasser aus dem kleinen Teich vor der Hütte, esse eine Kleinigkeit und krieche in meinen Schlafsack.

               

06:30 Uhr: Die Nacht ist vorbei - das Frühstück ist beendet. Ich beginne den Aufstieg zum Großen Muntanitz mit seinen 3.232 m. Die von außen klein erscheinende Sudetendeutsche Hütte liegt in schöner Lage, auf einer begrünten und wasserreichen Talschwelle, im oberen Steiner Tal auf 2.650 m. Vor der Hütte befindet sich ein Wegweiser mit vielen interessanten Zielen und Wegen.

Weitere Fotos dieser Tour sind auf meiner Galerie "Gradötz" zu sehen.

Information - Sudetendeutsche Hütte:

Die Sudetendeutsche Hütte ist eine Hütte des Deutschen Alpenvereins (DAV) in der Granatspitzgruppe auf einer Höhe von 2.650 m.

Ausstattung: Die Hütte ist ein Schutzhaus der 1. Kategorie und gehört der Sektion Sudeten des DAV. Bergsteiger, die auf der Hütte die Nacht verbringen möchten, finden Platz in 23 Betten und 32 Lagern. Der Winterraum, der im Gegensatz zum Hauptgebäude außerhalb der Bewirtschaftungszeit offen steht, bietet 12 Übernachtungsplätze in Matratzenlagern. In der Sommersaison ist die Hütte bewirtschaftet von Mitte Juni bis Mitte/Ende September.

Geschichte: Die Hütte wurde 1927 - 1929 auf Initiative der Sektion Saaz hin als Gemeinschaftswerk aller Sudetendeutschen Sektionen des Alpenvereins erbaut. Die Eröffnung fand am 21.Juli 1929 statt. Von 1944 bis 1951 war die Hütte in Folge der Nachkriegswirren geschlossen.

Im Rahmen des 70-Jahr Jubiläums wurde 1999 der Anbau mit einem neuen Gastraum und Sanitäranlagen eingeweiht. Die Versorgung der Hütte geschieht mit Hilfe einer Materialseilbahn von der Steiner Alm aus.

Übergänge zu anderen Hütten

Wikipedia 09/2009

Etappe 2: Sudetendeutsche Hütte (2.650 m) -  Gradötz (3.063 m)

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11:20 Uhr:

 Ich bin vom Großen Muntanitz zurück. Eine schöne Tour, die ich gerne weiter empfehle. Nun gönne ich mir eine kurze Pause. Das Wetter kann besser nicht sein. Wirklich ein Glücksfall. In den ersten 30 min hinauf zum Gradetzspitz ist der Wegverlauf identisch mit dem zur Vorderen Kendlspitze. An der Hütte geht es erst einmal an einem Kruzifix vorbei. Der Wegverlauf ist eindeutig und hervorragend gekennzeichnet. 

Homepage - Mittersill

Mit leichtem Rucksack starte ich von der Sudetendeutschen Hütte auf 2.650 m, wandere auf den Weg 502 B. Hier befinde ich mich nun auf dem Sudetendeutschen Höhenweg. Der fast ebene Pfad zieht sich zuerst nach Osten, wechselt auf die andere Karseite nach Süden bis er zuletzt zur etwas höheren Dürrenfeldscharte (2.823 m) ansteigt. Vorher aber schon zweigt links der Anstieg zur Gradötz (3.063 m) ab. Die Abzweigung ist mit einem gelben Wegweiser, welcher auf einen kleinen Schutthaufen steht, gekennzeichnet. Schon der Anstiegsweg überrascht mit einer wundervollen Aussicht. Ich treffe keinen einzigen Wanderer. 

(Bild unten: Blick zurück zur Sudetendeutsche Hütte mit dem weißen Großvenedinger (3.662m) im Hintergrund)

Blick zurück, runter zur Sudetendeutschen Hütte

11:50 Uhr: Auf etwa 2.750 m weist das Hinweisschild "Gradötz" nach links. Über den sanft ansteigenden, weit ausladenden Bergfuß aus Felsbänken und Grobschutt und ggf. einigen Firnfeldern geht es in die weite Westflanke. Der grünliche Schutt überrascht mit seinem Farbenspiel. Oft sind die Markierungen nicht zu sehen. Beim Aufstieg komme ich zu weit nach links ab.

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12:45 Uhr - Auf dem Gradötzgipfel 3.063m

Der Weg hinauf ist ein einziges Geröllfeld auf dem ich von Felsblock zu Felsblock kraxel. Die Wegfindung ist nicht immer eindeutig. Vorsicht! Bei dem Schutt kommt man schnell ins rutschen. Auch sollte man auf nachsteigende Bergfreunde achten; bei abgehenden Steinen immer einen Warnruf abgeben.

Die bezeichnete Steigspur leitet zunehmend nach rechts, um zuletzt kurz über den obersten Nordgrat die höchste Felsspitze mit einem Gipfelsteinmann zu erklimmen. Nach 1 1/2 Stunden Wegezeit bin ich nun hier oben angekommen. Ich gönne mir einen schönen Rundblick.

Gipfelpanorama Nordost: v.l.n.r. : Romariswandkopf - Teufelskamp - Glocknerwand - Großglockner

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Etappe 3: Gradötz (3.063 m) - Sudetendeutsche Hütte (2.650 m) - Felbertauernstüberl (1.160 m)

Der Abstieg ist im Normalfall wie der Aufstiegsweg. Ich steige bis zur Sudetendeutschen Hütte ab um meine restlichen Gegenstände einzupacken. Der Weg ist unschwierig - nur ist wie beim Aufstieg ist auch hier wieder auf den losen Schutt zu achten. Es ist erstaunlich, wie schnell auch große Gesteinsbrocken ins Rutschen kommen können.

 13:00 Uhr - Abstieg

Ein wundervoller Tag mit Super-Wetter. Ich beginn mit dem Abstieg zur Sudetendeutschen Hütte, nach einer Pause dann weiter bis zur Straße am Felbertauernstüberl (1.160m). Zusammen habe ich 1.903 Höhenmeter Abstiegsweg vor mir.

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13:40 Uhr

Angekommen auf 2.650 m an der Sudetendeutschen Hütte. Das ist in 40 Minuten erledigt. Hier bietet sich ein wahres Postkartenmotiv zur Aufnahme an. Jetzt noch meine deponierten Sachen in den Rucksack verstauen und weiter geht es in Richtung Parkplatz. Der Abstieg ist genau wie der Aufstiegsweg.

Der Weg zurück ist einfach lang. Links im Bild ist der Steinerbach zu sehen. Unten, ganz hinten die Häuser der Steineralm auf 1.909 m.

- Der Abstiegsweg -

Fazit:

Eine schöne Tour in freiem Gelände mit tollen Ausblicken. Trittsicherheit, Schwindelfreiheit und etwas Klettergewandtheit im losen Schutt sind aber notwendig. Der Gradötz ist ein wunderbarer, einsamer Aussichtsberg, ein wahrer Logenplatz. Beste Ausblicke auf Großglockner und den Großvenediger, nur der Blick nach Süden ist durch die beiden Kendlspitzen etwas verstellt. Dafür kann man in aller Ruhe den gesamten Aufstieg zu den Muntanitzen studieren. Überlaufen ist der Gradötz sicher nie, denn dazu sind die Aufstiegswege zu weit und die Nachbargipfel zu prominent.

Weitere Fotos dieser Tour sind auf meiner Galerie "Gradötz" zu sehen.

meine weiteren Touren in den Hohen Tauern


    

        Hompage - Matrei in Osttirol                 zum Nationalparkzentrum   

         Homepage - Nationalpark Hohe Tauern              

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 Homepage - DAV Sektion Sudeten 

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