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Wo bin ich: Startseite - Bergtouren - Großer Muntanitz

Das Bild einer schönen Landschaft, die Stille der Einsamkeit in natürlicher Umgebung enthalten das köstliche Gut, dessen die moderne Welt dringend bedarf.

Zitat: Jean Jacques Rousseau (Genfer Schriftsteller, Philosoph, Pädagoge, Naturforscher und Komponist)

  Großer Muntanitz 3.232 m, Österreich / Hohe Tauern, Granatspitzgruppe - Tour am 29.09.2009

Blick auf den Großen Muntanitz von der Vorderen Kendlspitze 

 Allgemeines

Der Große Muntanitz, ist ein Berg mit einer Höhe von 3.232 m und liegt in der Granatspitzgruppe der Hohen Tauern in Österreich. Der Gipfel befindet sich ca. 9 km Luftlinie nordwestlich von Kals in Osttirol und ist die höchste Erhebung der Grantspitzgruppe. Der markierte Normalsteig von der Sudetendeutsche Hütte ist bei schneefreien und trockenen Verhältnissen relativ einfach zu begehen. Bei entsprechendem Wetter kann man vom Gipfel aus einen schönen Ausblick in die umliegende Bergwelt, besonders zum Großglockner im Osten sowie in die Venedingergruppe im Westen genießen.

 Erstbesteigung

Der Große Muntanitz wurde durch Arthur von Schmid mit Führer Thomas Groder am 2.September 1871 erstbestiegen.

 Anstieg

Der markierte Normalanstieg (Karl Schöttner-Weg) führt in ca. 2 Stunden von der Sudetendeutsche Hütte (2.650 m) zuerst durch ein Kar in nördlicher Richtung aufwärts zu den so genannten Wellachköpfen, dann auf den relativ breiten Rücken weiter bis vor den Gipfelaufbau des Kleinen Muntanitz (3.192 m), nun aber an dessen westlicher Flanke absteigend querend in einen flachen Sattel, das so genannte Kampl (3.129 m) und weiter über den einfachen Schutthang zum Gipfel des Großen Muntanitz.

Zum Aufstieg zur Sudetendeutsche Hütte (2.650 m) nutzte ich den Zustieg vom Parkplatz an der Felbertauernstraße (gegenüber vom Gasthof Felbertauernstübel, 1.160 m) erst in nördlicher Richtung auf den Weg 514, vorbei an dem Steiner Wasserfall, dann in östliche Richtung hinauf über Serpentinen bis zur Steiner Alm (1.909 m) und weiter nordöstlich führend bis hin zur Sudetendeutsche Hütte auf 2.650 m. Dieser Anstiegsweg ist relativ steil und in 4 Stunden zu bewältigen.

Schwierigkeit

Leichte Tagestour mit Kletterstellen (Schwierigkeitsgrad I).

 Meine Route: Felbertauernstüberl (1.160 m)  - Sudetendeutsche Hütte (2.650 m) -  Großer Muntanitz (3.232 m)

Wie jedes Jahr habe ich mir auch 2009 vorgenommen, einen 3000er zu besteigen. Leider ist bei 3000ern damit oft eine Gletscherbegehung mit der dazu gehörenden Spaltensturzgefahr verbunden. Für eine Alleintour ist mir dafür das Risiko zu groß. Nach anfänglicher Suche nach einem gletscherfreien 3000er und anschließender Planung habe ich mich als Hauptziel für den Großen Muntanitz (3.232 m) entschieden. Am Tag des Hüttenanstiegs ersteige ich erst die Vordere Kendlspitze (3.088 m) um einen ersten landschaftlichen Eindruck zu erhalten und mich so etwas zu akklimatisieren. 

Heute, am zweiten Tag ist nun endlich der Große Muntanitz, was gleichzeitig auch die Überschreitung des Kleinen Muntanitz bedeutet, geplant. Sollte es noch zeitlich passen, werde ich vor meinen endgültigen Abstieg noch den Gradötz (3.063 m) als Abschied beschreiten. Der Abstiegsweg soll wie der Aufstiegsweg dann vom Gradötz über die Sudetendeutsche Hütte und weiter hinab zum Felbertauernstüberl sein.

Anmerkung: Gehzeiten ohne Pause / Angaben sind immer ca.- Werte

 Gehzeiten / Höhenmeter:   Felbertauernstüberl (1.160 m)  - Sudetendeutsche Hütte (2.650 m) 4,00 Std. / 1.490 HM
 Gehzeiten / Höhenmeter:   Sudetendeutsche Hütte (2.650 m) -  Kleiner Muntanitz (3.192 m) 1,75 Std. / 542 HM
 Gehzeiten / Höhenmeter:   Kleiner Muntanitz (3.192 m) - Großer Muntanitz (3.232 m) 0,75 Std. / 40 HM
 Gehzeiten / Höhenmeter:   Großer Muntanitz (3.232 m) - Sudetendeutsche Hütte (2.650 m) 1,75 Std. / 582 HM
 Gehzeiten / Höhenmeter:   Sudetendeutsche Hütte (2.650 m) - Felbertauernstüberl (1.160 m) 2,75 Std. / 1.490 HM
 Schwierigkeit: Klettern im Schwierigkeitsgrad (I) / teilw. Drahtversicherungen Kondition: mittel
 Ausrüstung:  Grundausrüstung (1) bei Hüttenübernachtung Hütte (2)
 Karte:  Alpenvereinskarte 39 / Granatspitzgruppe (1:25.000)
 Beste Jahreszeit:  Juli bis Oktober

 Mein kleiner Tourenbericht:

Diese Beschreibung soll nur einen ersten Eindruck vermitteln. Sie ersetzt keinen Bergführer.

Der Große Muntanitz reiht sich in eine Liste von den 3000ern ein, welche von der Sudetendeutsche Hütte (2.650 m) erreicht werden können. Ob die Hütte für mein jetziges Tourenvorhaben noch geöffnet, ist konnte ich nicht erfahren. Telefonisch war niemand erreichbar, was mich dazu veranlasste, vorsorglich meine Isomatte, meinen Schlafsack sowie Proviant für zwei Tage mitzunehmen. Der Winterraum soll nach Homepageinformation der Sudetendeutsche Hütte geöffnet und ohne AV-Schlüssel zu nutzen sein. Leider muss ich diese Tour allein durchsteigen, was mir aber auch eine gewisse Freiheit gibt. Allen Lesern sei aber gesagt: Zu zweit ist es immer sicherer. Bei Stürzen, Verletzungen, Blockaden oder sonstigen Problemen am Berg kann der Partner Hilfe holen. Das muss und sollte immer bedacht werden.

Anfahrt:  Ab Stuttgart - A 8 (München – Innsbruck / Salzburg) bis Ausfahrt Kufstein Süd – über die B 173 und die B 178 über Kitzbühel weiter der B 161 folgend über Mittersill durch den Felbertauerntunnel (10 Euro pro Durchfahrt) zum linken Parkplatz am Felbertauernstüberl auf 1.160 m.

Ausgangspunkt:

Kleiner, kostenfreier Parkplatz an der Felbertauernstraße (1.160 m) gegenüber dem Felbertauernstüberl nördlich vor Matrei in Osttirol in Osttirol.

 

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 Info Matrei in Osttirol 

Ein Meer von Dreitausender mit den höchsten Bergen Österreichs - der Großglockner 3.798 m und der Großvenediger 3.674 m, beeindruckende Gletscher, der erste Wasserschaupfad Europas, und den größten Nationalpark Mitteleuropas ist die Umgebung von Matrei in Osttirol. Vom geübten Wanderer bis hin zum "Kletterfex" oder Spaziergänger - in Matrei i.O. ist für jeden etwas dabei. Matrei in Osttirol gilt als das Zentrum des Ferien- und Erholungsgebietes des "Nationalpark Hohe Tauern". Dieser Nationalpark ist einer der letzten Naturlandschaften Österreichs. Rückzugsgebiet vieler bedrohter Tier- und Pflanzen. Matrei in Osttirol ist mit Sicherheit ein lohnender Startpunkt zu vielen Touren und Sehenswürdigkeiten.

 Info - Felbertauerntunnel

Der Felbertauerntunnel ist ein Straßentunnel in Österreich durch den Felber Tauern, der das Bundesland Salzburg mit Osttirol wintersicher verbindet. Der 1967 fertig gestellte Felbertauerntunnel ist 5.304 m lang. Für die Benutzung des Tunnels wird eine Maut von aktuell 10 Euro (2009) erhoben. Für Einheimische (Osttiroler) ist die Durchfahrt zur Zeit gratis.

Das Tunnelportal Süd Osttirol liegt auf einer Seehöhe von 1.632 m. Die Steigungsverhältnisse der Straße auf der Osttiroler Seite betragen vier bis maximal sieben Prozent und auf der Salzburger Seite fünf bis maximal neun Prozent. Im Tunnel liegt die Steigung in der Südhälfte bei einem und in der Nordhälfte bei zwei Prozent.

Film & Bilder zur Tour


Etappe 1 - Hüttenanstieg: Felbertauernstüberl (1.160 m)  - Sudetendeutsche Hütte (2.650 m)

Der Parkplatz ist schnell gefunden, kurz hinter dem Tunnel - von Norden kommend liegt er an der linken Straßenseite. Hier ziehe ich mich für meine bevorstehende Tour um. Nur nichts vergessen, den Rucksack kontrollieren. Den Einstieg habe ich schon von weiten entdeckt. Er liegt direkt am nördlichen Ende des Parkplatzes. Dort befindet sich ein gelbes Wanderschild mit Zielen und Zeiten. Die Sudetendeutsche Hütte (2.650 m) ist hier mit einer Gehzeit von vier Stunden angegeben. Ich starte um 10:20 Uhr vom Parkplatz (1.160 m) und gehe nun den steilen Wanderweg 514 aufwärts. Der Pfad zieht gleich steil an. Nach kurzer Zeit erreiche ich eine im Bau befindliche Straße. Ein Bauarbeiter bestätigt, dass ich mich noch auf dem Wanderweg befinde. Am imposanten Wasserfall vorbei, an dem rechts noch die Reste des alten Wanderwegs zu sehen sind, geht es immer weiter in Serpentinen die Straße hinauf. Ein erst unschöner, dann auch anstrengender Aufstieg.

11:40 Uhr - Der Wanderweg 514

Ohne besondere Anstrengung habe ich die Straßenbaustelle hinter mir gelassen. Überall Beton und Staub. An der Weggabelung oberhalb von Stein halte ich mich rechts und steige weiter in unzähligen Serpentinen durch den Wald zur Steiner Alm (1.909 m) hinauf. Vor ein paar Tagen hatte es hier wohl reichlich geregnet und es wurde wohl auch Vieh über diesen schmalen Weg nach unten getrieben. Der Pfad war durch und durch schlammig, weiter oben ging er dann aber in einen breiten, trockenen Weg über.

 Homelpage - Nationalpark Hohe Tauern

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Nun wandere ich über die breite, flache Alm (Äußerer Steiner Alm) - vorbei an Pferden, Schafen und Murmeltierkolonien bis nach hinten zum Talschluss (Bild unten). Hier habe ich die Baumgrenze erreicht und ich schreite auf schmalen Steg über Stein und Gras weiter. Links neben der Materialseilbahn bei 2.012 m beginnt der finale Endaufstieg zur Sudetendeutsche Hütte. Rechts sehe und höre ich oft den Steierbach, welcher rauschend zu Tale fließt. Hier lässt es sich gut eine Pause einlegen und die Gegend genießen. Beim Aufstieg schaut links oben ab und an schon die Sudetendeutsche Hütte hervor.

dort hinauf zur Hütte   klick = vergrößern

14:05 Uhr: Die Sudetendeutsche Hütte ist erreicht und - geschlossen. Zum Glück habe ich alles Notwendige für einen Übernachtung dabei. Jetzt das Lager für die Nächtigung vorbereiten und überflüssiges Gepäck, welches nicht für den Aufstieg zur Kendlspitze benötigt wird, in der Hütte deponieren. Um 14:40 Uhr steige ich weiter zur Vordere Kendlspitze (3.088 m) auf und treffe um 17:45 Uhr wieder an der Sudetendeutsche Hütte, meinem Basislager für 2 Tage, ein.

Sonnenuntergang an der Sudetendeutschen Hütte

18:30 Uhr: Ein traumhafter Sonnenuntergang und ein sagenhafter Abendhimmel lassen mich den 4-Stündigen Aufstieg zur Sudetendeutsche Hütte vergessen. Allein hier oben, genieße ich auf 2.650 m den Abend. Ich treffe noch zwei englische Bergkameraden, welche gerade vom Kleinen Muntanitz (3.192 m) abgestiegen sind. Warum nur bis hoch zum "Kleinen"? Vielleicht war es ja zeitlich bedingt, dass es nicht weiter bis zum Großen Muntanitz ging. Die beiden Kameraden stiegen nach einen kurzen Gespräch weiter ins Tal ab und ich blieb nun allein oben.

 
19:00 Uhr: Im Winterraum der Sudetendeutschen Hütte bereite ich mich nun für die Nacht vor. Ich zünde im Ofen ein Feuer an. Holz ist vorhanden und es wird langsam warm. Draußen sind nur noch 5 Grad. Ich koche mir Tee mit dem Wasser aus dem kleinen Teich vor der Hütte, esse eine Kleinigkeit und krieche dann nach oben auf ein Bett, hinein in meinen Schlafsack. Schnell noch den Wecker stellen, und den Morgen erwarten. Homepage - Nationalparkzentrum

06:30 Uhr: Die Nacht ist vorbei - das Frühstück ist beendet. Ich beginne den Aufstieg zum Großen Muntanitz mit seinen 3.232 m. Die von außen klein erscheinende Sudetendeutsche Hütte liegt in schöner Lage, auf einer begrünten und wasserreichen Talschwelle, im oberen Steiner Tal auf 2.650 m. Vor der Hütte befindet sich ein Wegweiser mit vielen interessanten Zielen und Wegen.

Weitere Fotos dieser Tour sind auf meiner Galerie "Großer Muntanitz" zu sehen.

Information - Sudetendeutsche Hütte:

Die Sudetendeutsche Hütte ist eine Hütte des Deutschen Alpenvereins (DAV) in der Granatspitzgruppe auf einer Höhe von 2.650 m.

Ausstattung: Die Hütte ist ein Schutzhaus der 1. Kategorie und gehört der Sektion Sudeten des DAV. Bergsteiger, die auf der Hütte die Nacht verbringen möchten, finden Platz in 23 Betten und 32 Lagern. Der Winterraum, der im Gegensatz zum Hauptgebäude außerhalb der Bewirtschaftungszeit offen steht, bietet 12 Übernachtungsplätze in Matratzenlagern. In der Sommersaison ist die Hütte bewirtschaftet von Mitte Juni bis Mitte/Ende September.

Geschichte: Die Hütte wurde 1927 - 1929 auf Initiative der Sektion Saaz hin als Gemeinschaftswerk aller Sudetendeutschen Sektionen des Alpenvereins erbaut. Die Eröffnung fand am 21.Juli 1929 statt. Von 1944 bis 1951 war die Hütte in Folge der Nachkriegswirren geschlossen.

Im Rahmen des 70-Jahr Jubiläums wurde 1999 der Anbau mit einem neuen Gastraum und Sanitäranlagen eingeweiht. Die Versorgung der Hütte geschieht mit Hilfe einer Materialseilbahn von der Steiner Alm aus.

Übergänge zu anderen Hütten:

Wikipedia 09/2009

Etappe 2 - Gipfeltag: Sudetendeutsche Hütte (2.650 m) -  Großer Muntanitz (3.232 m)

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06:55 Uhr

Von der Hütte wandere ich erst in nördlicher Richtung auf einer Trittspur über sanfte Gras- und Schutthänge in den hufeisenförmig umrahmten Bergkessel über den zuletzt sehr sandigen Hang hinauf bis auf einen Kamm (Wellachköpfe) und bin so schon auf 2.950 m.

Die karge Landschaft im Sonnenaufgang, verbunden mit einer Stille ergeben zusammen eine wundersame Kulisse.

Homepage - Mittersill

Oben, auf dem breiten Schutt- und Erdrücken geht es nach rechts (Osten), der aber bald auf den etwas höheren, lang ausgedehnten Südrücken des Muntanitz übergeht. Links, also östlich des Schuttrückens ist auf 3.000 m das Bachtrögerkees, hingegen rechts (westlich) das Gradetzkees zu sehen ist.

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07:45 Uhr: Ich bin oben auf dem Kamm angekommen. Wenn man wie hier die 3000-Meter-Marke an den Wellachköpfen überwunden hat, ist das Panorama so schön, dass man ins Schwärmen kommt.

Diesen Steg hier bezeichnet man auch als Karl-Schöttner-Weg.

Jetzt steige ich über Firn- und Feinschuttfelder mäßig ansteigend weiter, unterwegs auch eine kürzere Felsschneide entlang, bis der Rücken schließlich das steilere Felshorn Kleiner Muntanitz aufstellt. Der Weg ist mit Steinmadl und rotweißen Markierungen so gut gekennzeichnet, so dass ein Versteigen fast nicht möglich ist.

08:30 Uhr - Unter dem Kleinen Muntanitz

Ich gehe am Kleinen Muntanitz links vorbei. Wenige Meter links unter diesem Gipfel (3.192 m) beginnt in der hohen Felsflanke ein gesicherter Steig (I+) der durch eine kurze Kaminrinne steil hinab und über einen Quergang zum sanften Schuttsattel (Kampl - 3.129 m) führt.

An dieser Schlüsselstelle ist bei Schnee Vorsicht geboten, vor allem wenn die Versicherungen, wie heute, gänzlich im Schnee vergraben sind.

Hompage - Matrei in Osttirol

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Auf ausgeputztem und durch Drahtseile gut gesichertem Fels wird dieser in Normalfall nun nach unten abgeklettert (B). Immer knapp unterhalb des Grats führen die Drahtseile dann unschwierig hinab bis in die Scharte (Kampl) zwischen Kleinen und Großen Muntanitz.

Nun waren diese Drahtseile heute unter harten Schnee begraben. Stück für Stück musste ich das Seil mit meinem Eispickel frei hauen. Für meine Füße mussten Tritte geschaffen werden, was Zeit kostete. Meine Teeflasche rauschte in die Tiefe und verschwand in einer Eisspalte. Vorsichtig arbeitete ich mich vorwärts. Jetzt ist mir auch klar, warum die beiden Bergfreunde von gestern nicht weiter bis zum Hauptgipfel gegangen sind. Unten, auf der Scharte angekommen, ging es dafür leicht und mühelos die letzten Meter dem Hauptgipfel entgegen. Auf der Ostseite der Scharte liegt Schnee, welcher aber nicht weiter störte.

Gipfelpanorama Nordost:  v.r.n.l. : Großglockner, Glocknerwand, Teufelskamp, Romariswandkopf

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 09:00 Uhr - Großer Muntanitz

Nach der Scharte (Kampl) auf 3.129 m geht es weiter über die mäßig ansteigende Südflanke (Schutt, Platten) zum höchsten Punkt der ausgedehnten Gipfelkuppe Großer Muntanitz. Nun sitze ich, oben angekommen, am schönen Gipfelkreuz auf 3.232 Metern Höhe.

Am Gipfelkreuz wurde von den Kameraden der Bergrettung - Matrei in Osttirol eine Gedenktafel für Hannes Schneeberger angebracht, ein Flugretter, welcher am 23.September 1985 tödlich verunglückte.

Hier auf dem Großen Muntanitz habe ich eine grandiose Aussicht. Das Wetter spielt zu 100% mit. Es ist aber sehr windig und dadurch auch kalt. Auf dem breiten, flachen Gipfel stehen zwei Steinmandl, welche sich zu beachtlichen 2 Metern Höhe auftürmen. Von weitem habe ich sie erst für Menschen gehalten. Das Gipfelkreuz wurde 2005 von der Bergrettung Matrei renoviert. Nach 30 Minuten beginne ich den Abstieg. Da ich am Kleinen Muntanitz (3.192 m) vorbei komme und gut in der Zeit liege, werde ich diesem Gipfel auch noch einen kurzen Besuch abstatten.

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09:30 Uhr: Blick zum Kleinen Muntanitz (3.192 m) - in 20 Minuten, also um 09:50 Uhr bin ich auch auf diesem Gipfel.  

10:40 Uhr: Beim Abstieg hat man unterhalb der Wellachköpfe ein tolles Panorama.

Etappe 3 - Abstieg: Großer Muntanitz (3.232 m) - Sudetendeutsche Hütte (2.650 m)

Der Abstieg ist im Normalfall wie der Aufstieg. Ich steige jetzt nur bis zur Sudetendeutschen Hütte ab. Der Weg ist jetzt unschwierig, da das Seil im besagten Schneefeld schon frei liegt. Ich treffe zwei Bergkameradinnen beim Aufstieg zum Großen Muntanitz. Die beiden kennen den Weg. Ich mache Sie auf die Schlüsselstelle aufmerksam. Nach ihren erfolgreichen Gipfelbesuch treffe ich die beiden später an der Sudetendeutschen Hütte wieder, die sich dann auch für meine Vorarbeit bedankten.

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Um 11:00 Uhr unten an der Sudetendeutschen Hütte angekommen, mache ich eine kleine Pause um dann abschließend zur Gradötzspitze (3.063 m) aufzusteigen, welche ja schnell zu erreichen sein soll.  Anschließend geht es zu meinen Tourenausgangspunkt, den Parkplatz am Felbertauernstüberl (1.160 m) zurück. Hier meine Tour zur Gradötzspitze (3.063).

 Fazit

Eine schöne Tour in freiem Gelände mit tollen Ausblicken. Einige Stellen gesichert (Schwierigkeitsgrat A/B). Trittsicherheit, Schwindelfreiheit und etwas Klettergewandtheit sind aber notwendig. Wohl kaum ein Gipfel in den Ostalpen kann mit einem ähnlich phantastischen Ausblick (Großglockner im Osten, Großvenediger im Westen) aufwarten. Ein 3000er ohne Gletscherberührung.

Gradötz
Sudetendeutsche Hütte

 Weitere Fotos dieser Tour sind auf meiner Galerie "Großer Muntanitz" zu sehen. 

 meine weiteren Touren in den Hohen Tauern


     

        Hompage - Matrei in Osttirol                 zum Nationalparkzentrum   

         Homepage - Nationalpark Hohe Tauern              

Homepage - Mittersill

Homepage - DAV Sektion Sudeten 

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