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Wo bin ich: Startseite - Bergtouren - Großglockner

Wenn man ins Tal zurückkehrt, nachdem man zwei oder drei Tage in den Bergen verbracht hatte, sieht man das Leben immer aus einer eigentümlichen Distanz ... Dinge, die zuvor wichtig erschienen, die einen besorgt und ängstlich machten, wirken auf einmal recht unerheblich. Geld, Rechnungen, Zukunftsaussichten, Sicherheit ... all das ist plötzlich irrelevant geworden.

Zitat: John Muir (schottisch-amerikanischer Universalgelehrter)

Großglockner 3.798 m, Österreich / Hohe Tauern, Glocknergruppe - Tour am 03.08.2011

Allgemeines:

Der Großglockner (häufig auch kurz Glockner genannt) ist mit einer Höhe von 3.798 m ü. A. der höchste Berg Österreichs. Die markante Spitze aus Gesteinen der Grünschieferfazies gehört zur Glocknergruppe, einer Bergkette im mittleren Teil der Hohen Tauern, und gilt als einer der bedeutendsten Gipfel der Ostalpen. Seit den ersten Erkundungen Ende des 18. Jahrhunderts und der Erstbesteigung durch vier Teilnehmer einer Großexpedition unter der Leitung von Fürstbischof Salm-Reifferscheidt-Krautheim im Jahr 1800 spielte der Großglockner eine wichtige Rolle in der Entwicklung des Alpinismus. Bis heute ist er von großer Bedeutung für den Fremdenverkehr in der Region und mit über 5000 Gipfelbesteigungen pro Jahr ein beliebtes Ziel von Bergsteigern.

Der Glockner ist der höchste Berg der Alpen östlich der 175 km entfernten Ortlergruppe und weist damit nach dem Mont Blanc die zweitgrößte geografische Dominanz aller Berge der Alpen auf. Auch seine Schartenhöhe ist mit 2.424 Metern nach dem Montblanc die zweitgrößte aller Alpengipfel. Die Aussicht vom Großglockner gilt als die weiteste aller Berge der Ostalpen, sie reicht 220 Kilometer weit. Der Blick über mehr als 150.000 Quadratkilometer Erdoberfläche reicht bis zur Schwäbisch-Bayerischen Ebene im Nordwesten, bis Regensburg und zum Böhmerwald im Norden, zum Ortler im Westen, zur Poebene im Süden, zum Triglav und zum Toten Gebirge im Osten. Die bedeutendsten Orte in der Umgebung des Berges sind Kals am Großglockner (1.324 m), ungefähr acht Kilometer in südwestlicher Richtung im Kalser Tal gelegen, und Heiligenblut (1.291 m), ca. zwölf Kilometer in südöstlicher Richtung im Mölltal.

Quelle: Wikipedia 2011

Erstbesteigung:

Eine Expedition im Jahr 1800 war mit 62 Teilnehmern mehr als doppelt so groß wie die erste, welche im Jahr 1799 gescheitert ist. Unter den neuen Teilnehmern waren unter anderem der Pädagoge Franz Michael Vierthaler, der Botaniker David Heinrich Hoppe, der Landvermesser Ulrich Schiegg mit seinem Schüler Valentin Stanič sowie die Pfarrer von Dellach im Drautal und Rangersdorf, Franz Joseph Orrasch (auch Horasch genannt) und Mathias Hautzendorfer. Als Führer für die Gipfeletappe wurden dieselben vier Bauern und Zimmerleute wie im Vorjahr verpflichtet. Neben dem personellen wurde auch der organisatorische Aufwand gesteigert, so wurde etwa auf der Hohenwartscharte eine zweite Hütte, die Hohenwarte, errichtet.

Am 28. Juli drang der Gipfeltrupp bis zum Kleinglockner vor, wo Hohenwart, Hoppe und Orrasch zurückblieben. Die vier Führer erstiegen als erste den Gipfel des Großglockners, versicherten den Anstieg mit Seilen und kehrten zum Kleinglockner zurück. Zusammen mit dem Pfarrer Mathias Hautzendorfer erstiegen sie dann den Großglockner ein weiteres Mal. Hautzendorfer musste dazu überredet werden: „Sie liessen ihn nicht von der Stelle, da er fortgehen wollte. […] Er bereitete sich wie zum Tode". Doch die Expedition galt erst als gelungen, wenn „Einer von den Herren“ den Gipfel erreicht hatte. Dass dies Hautzendorfer war, gilt erst seit der Entdeckung eines Expeditionsberichts von Joseph Orrasch im Jahre 1993 als gesichert. Aufgrund fehlerhafter Beschreibungen des mit Bischof Salm auf der Adlersruhe zurückgebliebenen Franz Michael Vierthaler, galt lange Zeit Joseph Orrasch, der nach heutigem Wissensstand nur als erster Teilnehmer den Kleinglockner erreicht hatte, als Erstbesteiger.

Quelle: Wikipedia 2011

Anstiege:

Leichtester Anstieg: Von den vielen Anstiegen zum Gipfel gilt nur der heutige Normalweg, den bereits die Erstersteiger im Jahr 1800 nutzten, mit Schwierigkeitsgrad II nach UIAA als verhältnismäßig einfach. Ausgangspunkt dieses Weges ist die Erhebung Adlersruhe (auf der heute die Erzherzog-Johann-Hütte 3.454 m steht) am Südostrücken des Kleinglockners. Er kann von der Stüdlhütte (2.802 m) im Süden über das Ködnitzkees, von der westlich gelegenen Kaiser-Franz-Josefs-Höhe über das Hofmannskees oder von der Salmhütte (2.644 m) im Südwesten über das Hohenwartkees und die Hohenwartscharte erreicht werden. Von der Adlersruhe führt der Weg über das Glocknerleitl, den großteils vergletscherten Ostrücken des Kleinglockners, fast ohne Felsberührung bis knapp unter den Kleinglocknergipfel. Der letzte Aufschwung zum häufig stark überwechteten Kleinglockner ist mit Eisenstangen versehen. Der folgende, mit Drahtseilen versicherte Abstieg zur Oberen Glocknerscharte und die Überquerung dieses acht Meter langen, nur einen halben Meter breiten und nach beiden Seiten hin ausgesetzten Übergangs gilt als eine Engstelle des Normalweges. Sowohl im Auf- als auch im Abstieg kann es des Öfteren zu anhaltenden Stauungen mit langen Wartezeiten kommen. Die 30 Meter von der Scharte zum Gipfel gelten mit dem Schwierigkeitsgrad II (UIAA) als der klettertechnisch schwierigste Abschnitt und bilden die Schlüsselstelle des Normalwegs.

Weitere Anstiege: Das harte Kristallingestein, das für die Höhe des Großglockners verantwortlich ist, eignet sich durch seine Festigkeit gut zum Klettern. Der populärste Felsanstieg auf den Glockner ist der stellenweise wie ein Klettersteig versicherte Stüdlgrat (Südwestgrat) mit einer Schwierigkeit von Schwierigkeitsgrad III auf der UIAA-Skala. Weitere wichtige Routen sind der Nordwestgrat (III) und der Südgrat (IV+).

Unter den reinen Eistouren ist besonders die Pallavicinirinne mit einer Steilheit von 55° zu erwähnen, außerdem sind die Mayerlrampe (70°), die Berglerrinne (50°) und die Nordostwand-Eisnase (90°) von Bedeutung. Wichtige kombinierte Routen sind der Nordostgrat (IV, 45° Eis), die Nordwand (IV+, 55°), die Südwand (IV, 45°), die Westwand (IV+, 45°) und die Schneiderrinne (III, 60°).

Homepage - Matrei in Osttirol

Meine Route: Kals am Großglockner (Lucknerhaus /Glocknerstraße, 1.917 m) - Lucknerhütte (2.241 m) - Stüdlhütte (2.802 m) - Erzherzog-Johann-Hütte (3.454 m) - Großglockner (3.798 m)

Die Tour wurde von uns als eine Drei-Tages-Tour geplant. Am ersten Tag sollte die Anfahrt und der Anstieg hin zur Stüdlhütte (2.802 m) erfolgen, am zweiten Tag die Gipfelbesteigung und Abstieg zurück zur Erzherzog-Johann-Hütte (3.454 m) sowie dann abschließend am dritten und letzten Tourentag der Abstieg nach Kals am Großglockner mit der lästigen, langen Heimfahrt. Tourenteilnehmer sind Elfi, Oli und Heiko.

Schwierigkeit: Bergtour mit Gletscherbegehung. Schwierigkeitsgrad II im Glocknerleitl je nach Verhältnissen Schnee und/oder Eis 30 bis 45°. Im Gipfelbereich des Kleinglockners mitunter Wechte bis 50°.

Anmerkung: Gehzeiten ohne Pause / Angaben sind immer ca.- Werte

 Gehzeiten / Höhenmeter:   Kals am Großglockner (Lucknerhaus 1.917 m) - Stüdlhütte (2.802 m) 2,30 Std. / 885 HM
 Gehzeiten / Höhenmeter:   Stüdlhütte (2.802 m) - Erzherzog-Johann-Hütte (3.454 m) 2,30 Std. / 646 HM
 Gehzeiten / Höhenmeter:   Erzherzog-Johann-Hütte (3.454 m) - Großglockner (3.798 m) 2,00 Std. / 344 HM
 Gehzeiten / Höhenmeter:   Großglockner (3.798 m) - Erzherzog-Johann-Hütte (3.454 m) 1,75 Std./ 344 HM
 Gehzeiten / Höhenmeter:   Erzherzog-Johann-Hütte (3.454 m) - Kals am Großglockner (1.917 m) 3,30 Std./ 1.537 HM
 Schwierigkeit:   Klettersteigstellen bis C, Kletterstellen bis II und Eis bzw. Firn bis 35 - 40° Kondition: mittel
 Ausrüstung:   Grundausrüstung (1) - Hütte (2) - Hochtouren (5)
 Karte:   AV-Karte Nr. 40, Glocknergruppe ÖK 153 Großglockner, 1:25.000
 Beste Jahreszeit:   Juli, August, September

 

Mein kleiner Tourenbericht:

Diese Beschreibung soll nur einen ersten Eindruck vermitteln. Sie ersetzt keinen Bergführer.

Endlich hat sich eine Gelegenheit ergeben, mit Freunden eine gemeinsame Bergtour durchzuführen. Da es selten genug ist, zusammen etwas zu unternehmen, sollte es nun auch etwas Besonderes sein. Geplant war der Großglockner in diesem Jahr zwar nicht, aber das Wetter passt und kurzfristige Überraschungstouren sind allemal schön. Als Alleintour ist eine Großglocknerbesteigung nicht ratsam, da man um Gletscherberührungen nicht herum kommt. Der Großglockner ist der höchste Berg Österreichs. Weiter zählt der Großglockner zu den Seven Summits der Alpen zu denen weiter die Zugspitze (2.962 m, Deutschland), Triglav (2.863 m, Slovenien), Vordere Grauspitze (2.599 m, Liechtenstein), Gran Paradiso (4.061 m, Italien), Dufourspitze (4.634 m, Schweiz) und der Montblanc (4.807 m, Frankreich) gehören. Aus diesem Umstand ist man selten alleine am Berg. Staus und teilweise Wartezeiten an den Schlüsselstellen sind, wie wir hörten, an der Tagesordnung.

Anfahrt: Ab Stuttgart - A 8 (München – Innsbruck / Salzburg) bis Ausfahrt Kufstein Süd – über die B 173 und die B 178 über Kitzbühel weiter der B 161 folgend über Mittersill durch den Felbertauerntunnel (10 Euro pro Durchfahrt) nach Huben. Dort in das Kalser Tal abzweigen und bis nach Kals am Großglockner auffahren. In Kals über die mautpflichtige Straße zum Parkplatz beim Lucknerhaus (1.917 m).

Ausgangspunkt: Kostenfreier Parkplatz in Kals am Großglockner in Osttirol beim Lucknerhaus (1.917 m).

 
  

Info: Kals am Großglockner

Das Kalser Gemeindegebiet ist im Westen, Norden und Osten von den Gebirgsgruppen des Granatspitz- Glockner und Schobermassives umschlossen.

Der Hauptkamm der stark vergletscherten Glocknergruppe trennt das Gemeindegebiet von Kals von den Bundesländern Salzburg und Kärnten. Hier liegt mit dem Großglockner (3.798 m) der höchste Berg Österreichs.

Weitere bekannte Berge des von Nordwesten bis Südosten verlaufenden Glocknerhauptkammes sind der Hohe Kasten (3.189 m), das Eiskögele (3.426 m), die Rosmariswandköpfe (3.511 m), die Hofmannspitze (3.722 m) und der Kleinglockner (3.770 m). Im Süden schließt an die Glocknergruppe die Schobergruppe an.

Mit dem Hochschober (3.240 m), dem Glödis (3.206 m), dem Roten Knopf (3.281 m) und dem Bösen Weibl (3.119 m) liegen auch hier die wichtigsten Erhebungen auf dem Kalser Gemeindegebiet. Im Westen trennt die Granatspitzgruppe das Kalser Gebiet von Matrei in Osttirol. Wichtigste Erhebungen sind hier der Großer Muntanitz (3.232 m), die Vordere Kendlspitze (3.085 m) und der Kalser Bärenkopf (3.079 m).

 

Info Felbertauerntunnel

Der Felbertauerntunnel ist ein Straßentunnel in Österreich durch den Felber Tauern, der das Bundesland Salzburg mit Osttirol wintersicher verbindet. Der 1967 fertig gestellte Felbertauerntunnel ist 5.304 m lang. Für die Benutzung des Tunnels wird eine Maut von aktuell 10 Euro (2009) erhoben. Für Einheimische (Osttiroler) ist die Durchfahrt zur Zeit gratis.

Das Tunnelportal Süd Osttirol liegt auf einer Seehöhe von 1.632 m. Die Steigungsverhältnisse der Strasse auf der Osttiroler Seite betragen vier bis maximal sieben Prozent und auf der Salzburger Seite fünf bis maximal neun Prozent. Im Tunnel liegt die Steigung in der Südhälfte bei einem und in der Nordhälfte bei zwei Prozent.

 

Etappe 1 - Der Hüttenzustieg: Kals am Großglockner (Lucknerhaus /Glocknerstraße, 1.917 m) - Lucknerhütte (2.241 m) - Stüdlhütte (2.802 m)

19:15 Uhr: Der Parkplatz am Lucknerhaus auf 1.917 m ist schnell gefunden. Die Stellplätze P1 direkt am Lucknerhaus sind nur für Tagesgäste gedacht, da wir aber eine Besteigung mit Übernachtung am Berg gebucht haben, parken wir natürlich auf dem Parkplatz P2, auf dem wir auch schnell einen Platz finden. Der Parkplatz am Lucknerhaus ist gebührenfrei. (Stand: 2011)

Wir bereiten uns am Parkplatz auf unsere Tour vor, überprüfen unser Material, schultern die Rucksäcke und begeben uns in Richtung Stüdlhütte (2.802 m). Wir brechen um 19:15 Uhr auf. Oli und Elfi eilen voran. Das Wetter passt, es ist nicht zu warm und nicht zu kalt. Optimal. Der Wetterdienst hat bis morgen gegen Mittag gutes Wetter gemeldet. Ab dann zieht eine kräftige Regen- und Gewitterfront herein. Wir möchten dann sicher auf der Erzherzog-Johann-Hütte (3.454 m) nach erfolgten Gipfelgang zurück sein. Ein breiter Wanderweg führt uns unmissverständlich in die richtige Richtung. Der Anstieg zur Stüdlhütte (2.802 m) beginnt am P2 Parkplatz direkt am Lucknerhaus 1.918m und führt uns schnell und einfach durch das Ködnitztal vorbei an idyllischen Lärchenwäldern und Almböden hin bis zur Lucknerhütte (2.241 m). Um 20:00 Uhr passiere ich diese Hütte, welche für einige andere Bergwanderer auch ein Übernachtungsstützpunkt ist. Oli und Elfi sind weiter gegangen und nicht mehr zu sehen, was aber kein Problem darstellt. Der Wanderweg ist breit und sicher. Wir gehen auf guten Pfad (AV Nr. 702 B) weiter über die Viehböden 2.550 m bis hinauf zur Fanotscharte 2.801 m auf der letztlich die Stüdlhütte liegt.

 
  

20:40 Uhr - Der Wanderweg 702

Vom Lucknerhaus in 2,5 Std. auf markiertem Steig Nr. 702 über die Lucknerhütte (2.241 m) aufwärts zur Stüdlhütte (2.802 m). Die abendlichen Sonnenstrahlen erzeugen an den Bergwänden ein prächtiges Farbenspiel.

 

21:45 Uhr - An der Stüdlhütte

Ich habe die Stüdlhütte (2.802 m) in erst völliger Dunkelheit erreicht. Oli und Elfi waren schnelleren Fußes und sind ca. 30 min früher eingetroffen. Die Hütte war komplett ausgebucht, so dass wir ein Notlager vor der WC-Tür beziehen mussten.

Weitere Fotos dieser Tour sind auf meiner Galerie "Großglockner" zu sehen.

Info: Stüdlhütte

Allgemein: Die Stüdlhütte ist eine Hütte der Sektion Oberland des Deutschen Alpenvereins in der Glocknergruppe auf einer Höhe von 2.801 m. Sie liegt in der Fanatscharte am Fuße des Stüdlgrates, der einen anspruchsvollen Anstieg auf den Großglockner darstellt. Die erste Hütte wurde 1868 erbaut, von 1993 bis 1996 wurde der moderne Neubau errichtet.

Namensgebung: Benannt ist die Hütte nach dem Prager Kaufmann Johann Stüdl, der u.a. den Kalser Bergführerverein gegründet hat und somit maßgeblich für die alpinistische Erschließung der Glocknerregion war. Stüdl war prominentes Mitglied der Prager Sektion des Alpenvereins und hat neben der Stüdlhütte auch die Errichtung der Neuen Prager Hütte im Gebiet des Großvenedigers unterstützt.

Baugeschichte: Johann Stüdl, der 1867 erstmals nach Kals kam, initiierte und finanzierte eine erste Hütte auf der Fanatscharte. Die Hütte wurde 1868 eröffnet, maß siebeneinhalb mal viereinhalb Meter und bot Platz für zwölf Personen. Sie bildete einen wichtigen Stützpunkt auf dem Neuen Kalser Weg zum Großglockner, der damit eine gleichwertige Alternative zum Anstieg von Heiligenblut aus darstellte. Die Stüdlhütte war damit auch die erste Hütte des 1869 gegründeten Deutschen Alpenvereins, bereits 1872 wurde sie das erste Mal erweitert. Weitere Umbauten und Zubauten folgten.

Ausstattung:
106 Matratzenlager, Waschräume/
WC Damen/Herren,
abtrennbare Gaststube, Trockenraum, Schließfächer, Solarlicht,
offener Winterraum (16 Lager)

Homepage - Mittersill
 
  
 
Der notwendige Neubau der Hütte von 1993–1996 ist ein Werk des Architekten Albin Glaser, und geht sowohl auf die exponierte Lage mit Windgeschwindigkeiten über 200 km/h, so wie auf energieeffizientes Bauen im alpinen Raum und dem Schutzgebiet des Nationalparks Hohe Tauern ein. Es stellt ein langgestrecktes, tonnenförmiges Gebäude mit dem Querschnitt einer beschnittenen Ellipse dar, dessen aluminiumgedecktes Dach auf die Windseite heruntergezogen ist, während die drei verbleibenden Wandflächen des Baukörpers holzschindelgedeckt sind. Das Gebäude ist mit solarthermischer und photovoltaischer Sonnenenergienutzung weitgehend energieautark, Engpässe können über ein pflanzenölbetriebenes Blockheizkraftwerk abgefangen werden. Die Bauphysik wurde vom Fraunhofer-Institut für solare Energiesysteme konzipiert.

Zustiege: Der gebräuchlichste Zustieg startet am Lucknerhaus (1.918 m), das von Kals am Großglockner über eine Mautstraße erreichbar ist, und führte durch das Ködnitztal über die Lucknerhütte bis zur Stüdlhütte. Die Gehzeit beträgt ca. 2 bis 2,5 Stunden über gute Wege.

Ein alternativer Zustieg erfolgt durch das Teischnitztal, dessen Anfang ebenfalls von Kals aus mit dem PKW erreichbar ist. Der Aufstieg ist deutlich mühsamer als der Weg durch das Ködnitztal, als Ausgleich ist er jedoch landschaftlich sehr reizvoll. Im Früh- und im Spätsommer erschweren Schneefelder den Anstieg hier deutlich. Für diese Strecke müssen 4 Stunden Gehzeit einkalkuliert werden.

Tourenmöglichkeiten: Die meisten Bergsteiger, die die Stüdlhütte als Stützpunkt wählen, haben den Großglockner als Ziel ihrer Mehrtagestour anvisiert. Dabei stehen mehrere Varianten zur Verfügung, wovon der Stüdlgrat und der Normalweg über die Adlersruhe die gebräuchlichsten sind:

Der Anstieg über den Stüdlgrat ist eine anspruchsvolle Bergfahrt, bei der Schwierigkeiten von bis zu III+ bewältigt werden müssen. Die Geh- und Kletterzeit beträgt 5 Stunden bis zum Gipfel des Großglockners.

Der Normalweg führt von der Hütte über das Ködnitzkees (Kees werden in Österreich die Gletscher genannt) zur Erzherzog-Johann-Hütte (3.454 m) auf den Felsen der Adlersruhe. Von dort wird über den Kleinglockner und die ausgesetzte Glocknerscharte der Gipfel erreicht. Zeitbedarf ab Stüdlhütte: 5 Stunden.

Neben den Touren auf den Großglockner bieten sich besonders für Tagesgäste der Fanatkogel (2.905 m), der direkt über der Hütte aufragt und somit den Hüttenberg darstellt, und die Schere (3.031 m), von wo aus sich eine imposante Aussicht auf Großglockner, Stüdlgrat, Ködnitzkees und Adlersruhe bietet, als reizvolle Ziele an. Beide Gipfel sind von der Hütte für trittsichere Wanderer problemlos erreichbar: Der Fanatkogel in 15 Minuten über den markierten Weg, der gleich bei der Hüttenterrasse beginnt; die Schere über den nordseitig aufragenden steilen Hang auf markiertem Weg in rund 30 Minuten.

Quelle: Wikipedia 2011

Etappe 2 - Der Gipfeltag: Stüdlhütte (2.802 m) - Erzherzog-Johann-Hütte (3.454 m) - Großglockner (3.798 m) - Erzherzog-Johann-Hütte (3.454 m)

 

06:00 Uhr: Ausgeruht und mit klaren Kopf starten wir nach einem guten Frühstück zu unser Glocknertour. Der Schlaf war nicht der beste, denn ein Schlafplatz vor der WC-Tür ist nicht der optimalste. Ständig wurde ich von nächtlichen Toilettengängern geweckt, welche rücksichtslos die Türen knallen. Dafür hatten wir aber nicht die Ellenbögen unserer Bettgenossen in den Rippen, wie es sicherlich den anderen Nutzern im Lager ergangen ist. Die Hütte war proppevoll, viele wollten das gute aber kurze Wetterfenster für eine Glocknerbesteigung nutzen. Unser erstes Zwischenziel soll die Erzherzog-Johann-Hütte auf 3.454 Metern Höhe sein. Laut Beschreibung ist diese in ca. 2,5 Stunden über den Oberen Mürztaler Steig zu erreichen. Mit geschulterten Rucksäcken gehen Elfi, Oli und ich guten Mutes um 06:00 Uhr los. Wir schließen uns, wie an einer Perlenkette den anderen Bergsteigern, welche natürlich den gleichen Weg eingeschlagen haben, an. Ohne das Licht der mitgeführten Stirmlampe zu benötigen marschieren wir ab der Stüdlhütte (2.802 m) auf breiten Wanderweg in Richtung des Ködnitzkees. Gleich an der Hütte weist uns ein Schild den Weg, aber aufgrund der Vielzahl der Wanderer ist die Richtung auch so klar. Also weiter auf den Weg 712 / 713.

Von Stüdlhütte (2.802 m) aus wenden wir uns leicht ansteigend nach Osten immer parallel zum Hang auf dem Weg Nr. 712 / 713 bleibend. Elfi und Oli gehen voran. Es ist ziemlich kalt, aber das permanente Gehen hält warm. Das Ködnitzkees ist von Anfang an schon von weitem zu sehen. Der Pfad ist ausgetreten und breit. Keine Schwierigkeit für den erfahrenen Bergwanderer, nicht einmal größere Blöcke oder Hindernisse gilt es zu überwinden. Es ist trocken und fast wolkenlos. Nach einer Steilstufe mit Serpentinen endet der markierte Weg auf dem Ködnitzkees auf ca. 2.960 m, welches wir um 06:50 Uhr erreichen.

 
  
06:50 Uhr: Beim Zustieg des Ködnitzkees handelt es sich um eine Gletscherbegehung, daher sind Pickel und Steigeisen unerlässlich.   08:00 Uhr: Der Felsanstieg zur Adlersruhe ist zum größten Teil mit einem Drahtseil abgesichert.

Weitere Fotos dieser Tour sind auf meiner Galerie "Großglockner" zu sehen.

Kurz vor 7:00 Uhr erreichen wir den Rand des Ködnitzkees und legen unsere Ausrüstung an. Steigeisen, Eispickel, Seil sind vorbereitet und schnell setzen wir unseren Weg fort. Wir beginnen nun den flachen Gletscher in nordöstlicher Richtung zu queren und gehen auf einen steilen Gletscheraufschwung zu. Ab dem Gletscheraufschwung hält man sich etwas rechts, natürlich in respektvollen Abstand zu den steilen Wänden, erstens wegen Steinschlag und der eventuell zu erwarteten Randkluft. Die Trittspuren und Seilschaften vor uns leiten uns sicher durch das Terrain. Der Einstieg zum "Klettersteig", welchen wir dann gegen 8:00 Uhr erreichen ist gut zu finden.

Nach Überquerung des Ködnitzkeeses, legen wir die Steigeisen, Gurte und Seile ab und erreichen einen Felsrücken (Kampl) über den ein mit Stahlseilen gesicherter Steig führt. Das Seil benötigt man im Grunde nicht. Es ist gut zu klettern, auch hier ist der Aufstiegsweg eindeutig. Nach einem kurzen Flachstück geht es über einen gesicherten Felsgrat (Schrofen) weiter, direkt zur Erzherzog-Johann-Hütte (3.454 m), welche unsere Zwischenstation ist.

 
  
08:30 Uhr: Wir erreichen die Erzherzog-Johann-Hütte (3.454 m) nach einem guten und einfachen Aufstieg. Das Wetter hält sich. Am Nachmittag soll es kräftigen Niederschlag geben.   08:45 Uhr: Es wird eine kurze Rast eingelegt und Kraft für den finalen Gipfelanstieg gesammelt. Ein halbe Stunde später starten wir zum Gipfel, welcher 344 m über uns thront.

Info: Erzherzog-Johann-Hütte

Allgemein: Die Erzherzog-Johann-Hütte ist die einzige Hütte des Österreichischen Alpenklubs (ÖAK) und liegt in der Glocknergruppe auf einer Höhe von 3.454 Metern. Der 1880 eröffnete und mehrmals erweiterte Bau steht auf den Felsen, der Adlersruhe, direkt am Gipfelaufbau des Großglockners. Bei dieser Hütte handelt es sich um die höchstgelegene Schutzhütte in Österreich. Sie liegt am Normalweg auf dem Großglockner und ist dementsprechend gut besucht. Daher ist besonders an Wochenenden eine Reservierung zu empfehlen. Im Winter steht nur ein kleines Notlager mit vier Schlafplätzen zur Verfügung.

Namensgebung: Die Hütte ist benannt nach Erzherzog Johann von Österreich, dem Förderer des Alpinismus.

Baugeschichte: Schon im Jahr 1800 wurde im Auftrag des Grafen Salm, Fürstbischof zu Gurk, auf der Adlersruhe ein kleiner Unterstand errichtet. 1879 erwarb der im Jahr zuvor gegründete ÖAK das Grundstück am Großglockner, und errichtete eine neue Hütte, die am 18. August 1880 eröffnet wurde. Durch den Andrang am Großglockner, als Wahrzeichen Österreichs, wurden schon in den Jahren 1891, 1895–1898 und 1907 jeweils Erweiterungen vorgenommen. Eine Generalsanierung mit einem Zubau und der Materialseilbahn von der Lucknerhütte konnte nach dem ersten Weltkrieg 1926-1930 erfolgen. 1960 wurde der Altbau wiederum generalsaniert, neu gestaltet, und ein weiterer Zubau sowie eine neue Berg- und Talstation für die Materialseilbahn errichtet. 1989/90 werden ostseitig ein Zubau und die Sanitäranlagen neuerrichtet. 2006 wurde die Hütte, um den Anforderungen nachhaltigen Betriebs im Nationalpark Hohe Tauern nachzukommen, auf ein pflanzenölbetriebenes Blockheizkraftwerk mit Solarthermik- und Photovoltaik-Unterstützung umgebaut. Der Grenzverlauf der Grenze zwischen den Bundesländern Kärnten und Tirol führt quer durch die Hütte.

Ein Meer von Bergen eröffnet sich bei klarer Sicht von der Terrasse der Erzherzog-Johann-Hütte (3.454 m)

Zustiege: Bei allen Zustiegen zur Erzherzog-Johann-Hütte handelt es sich um Gletschertouren, die eine entsprechende Ausrüstung und Umsicht erfordern.

  • Der übliche Zustieg aus Osttirol startet am Lucknerhaus (1.984 m), das von Kals am Großglockner über eine Mautstraße erreichbar ist, und führt durch das Ködnitztal über die Lucknerhütte (2.241 m) zum Ködnitzkees. Über dieses und abschließend eine kurze Felspassage wird die Hütte ebenfalls in 5–5½ Stunden erreicht.
  • Von der Franz-Josefs-Höhe (2.312 m), die mit dem PKW über die Großglockner-Hochalpenstraße erreichbar ist, führt ein Anstieg über den Pasterzengletscher und das Hofmannskees in etwa 5 Stunden zur Hütte. Der Anstieg ist Teil des Kärntner Normalwegs auf den Großglockner.
  • Ein weiterer, wenig bekannter Anstieg erfolgt von der Salmhütte. Am linken Rand eines kleinen spaltenarmen Gletschers gelangt man aufwärts, bevor man über mittelsteile mit Ketten gesicherte Felsen den Bergrücken erreicht. Auf ihm bzw. dem oberen Firnrand des Gletschers (keine Spalten) weiter zur Hütte.

Tourenmöglichkeiten: Fast alle Bergsteiger, die die Hütte ansteuern, haben den Großglockner über den Normalweg als Ziel. Bedingt durch die günstige und hohe Lage ist der höchste Berg Österreichs (3.798 m) von der Hütte aus (je nach herrschenden Verhältnissen) in 1,5 - 2 Stunden erreichbar. Die Schlüsselstelle ist die ausgesetzte Glocknerscharte zwischen Klein- und Großglockner, an die die leichten Gipfelfelsen (I+) anschließen. Des Weiteren wird die Hütte oft als Zwischenstation im Abstieg von anderen Routen auf den Großglockner (Stüdlgrat, Pallavicini-Rinne) genutzt.

Quelle: Wikipedia 2011

Homepage - Nationalparkzentrum

09:15 Uhr: Nun geht es dem höchsten Punkt Österreichs entgegen. Wir haben uns ab der Hütte angeseilt und unsere Steigeisen angelegt. Der Eispickel liegt richtig in der Hand und die Motivation ist auch auf dem Höhepunkt. Nach der Adlersruhe, auf der sich die Erzherzog-Johann-Hütte (3.454 m) befindet, kommt schon das Glocknerleitl. Es ist gut mit Schnee bedeckt, so dass man gut voran kommt. Oli geht als Erster, Elfi in der Mitte und ich bilde das Schlusslicht in unserer Dreierseilschaft. Langsam steigen wir die Serpentinen hinauf bis man zu einer kleinen Scharte (sog. "Sattele", der Beginn des Felsteiles) gelangt. Eine breite, feste Trittspur im Schnee und die klare Sicht bringt uns gut vorwärts. Von der Scharte gehen wir dann weiter zuerst südwestlich, dann direkt am Grat im Schwierigkeitsgrad (I) über Platten mit leichter Kletterei (II-) immer weiter hinauf zum ausgesetzten Kleinglockner. Eine Sicherung ist an festen Eisenstangen, welche dauerhaft im Fels verankert sind, möglich. Es ist ein beeindruckendes Bild, die Seilschaften vor uns den schmalen Grat nach oben steigen zu sehen.

 
  
09:15 Uhr: Hier, an der Erzherzog-Johann-Hütte (3.454 m) beginnt der finale Gipfelanstieg. Das Glocknerleitl liegt als weiße Fläche vor uns. Steigeisen angelegt und los geht es.   10:05 Uhr: Leichte Kletterei im harten Schnee, gesichert an den Sicherungsstangen, welche im Fels verankert sind. Rechts auf den Grat ist tief unten die Erzherzog-Johann-Hütte (3.454 m) zu sehen.

Auf dem schmalen Gipfelgrat des Kleinglockners müssen wir über eine kurze Stufe zum Abstieg in die Scharte zwischen Klein- und Großglocker klettern, immer entlang an einem Fixseil. Steil Schwierigkeitsgrad C hinunter bis in die Scharte. Auf dem Kleinglockner kann es an Wochenenden oder schönen Tagen wie heute zu Wartezeiten kommen. Zum Glück hielt es sich aber in Grenzen, wir kamen gut durch diesen Engpass. Die Kletterpassage nach der Scharte bietet in der Regel immer nur Platz für eine einzige Gruppe. Auf einem schmalem Schneeband steigen wir hinüber zum Großglockner, um über eine Felswand zum Gipfelgrat zu gelangen, welcher dann am höchsten Punkt Österreichs endet.

 
  

10:40 Uhr: Am Fels angekommen steigen wir nun den Grat entlang im 1-2er Gelände den Sicherungsstangen folgend weiter auf.

 

10:40 Uhr: Es trennen uns nur noch ein paar Meter über leichtes Blockgelände vom ersehnten Gipfelkreuz. Es ist fast schneefrei und gut zu klettern. Der Gipfel ist überraschend leer. Glück gehabt.

11:15 Uhr: Wir habe den Gipfel erreicht. Nun ein paar Gipfelfotos und dann die Weitsicht genießen. Der Gipfelausblick vom höchsten Berg Österreichs lässt keinen Wunsch offen: Von den Dolomiten hin zum Venediger kann man einen Großteil der Bergwelt Südösterreichs sehen. Eindrucksvoll zeigt sich auch der längste Gletscher Österreichs, die Pasterze, am Fuß des Berges. Besonders beeindruckend ist der Blick auf den sogenannten Hufeisenbruch, ein Gletscherbruch am oberen Ende der Pasterze. Es ist ein unheimlich gutes Gefühl hier oben zu stehen.

Info Gipfelkreuz Großglockner

Das erste Gipfelkreuz stellten vier Zimmerleute bereits am 29. Juli 1800 auf, also einen Tag nach der Erstbesteigung. Aufgrund der Exponiertheit verfiel das Holzkreuz jedoch bereits nach wenigen Jahren. Die Kreuze am Klein- und Großglockner von 1799 und 1800 gehörten zu den ersten Gipfelkreuzen im heutigen Sinne, die eigens für die Aufstellung auf einem Gipfel kunstvoll angefertigt wurden.

11:15 Uhr: Oli und ich am Gipfelkreuz. Lange aufhalten können wir uns hier nicht, das Gipfelkreuz ist als Fotomotiv sehr begehrt.

Weitere Fotos dieser Tour sind auf meiner Galerie "Großglockner" zu sehen.

Der Österreichische Alpenklub sicherte sich 1879 den Grund zur Errichtung eines neues Kreuzes. Dieses wurde anlässlich ihres 25-jährigen Ehejubiläums Kaiser Franz Joseph I. und Kaiserin Elisabeth gewidmet, die bereits 1865 den Berg von der Franz-Josephs-Höhe aus besichtigt hatten. Am 2. Oktober 1880 wurde das drei Meter hohe und 300 kg schwere eiserne Kaiserkreuz von Kalser Bergführern am Gipfel aufgestellt. Zum 200-jährigen Jubiläum der Erstbesteigung wurde das Kreuz mit einem Schwerlasthubschrauber ins Tal geflogen und restauriert. Während dieser Zeit war ein Ersatzkreuz angebracht.

Das Kreuz trägt heute kein Gipfelbuch mehr, nachdem mehrere Gipfelbücher gestohlen worden waren. Stattdessen wurde im Juni 2007 ein „Online-Gipfelbuch“ eingerichtet. Ein laufend wechselnder Zugangscode war am Gipfelkreuz zu finden, um nur tatsächlichen Bergsteigern eine Eintragung zu ermöglichen. Dieses Projekt wurde allerdings im Juni 2008 beendet.

Im Mai 2010 wurde unter dem Kreuz eine Gedenktafel für den verstorbenen Politiker Jörg Haider errichtet, aufgrund von Protesten und Beschädigungen jedoch nach kurzer Zeit wieder entfernt. Im August des selben Jahres wurde das Kreuz vermutlich durch Blitzschlag aus seiner Verankerung gerissen und drohte abzustürzen, sodass es in einer aufwändigen Aktion neu fixiert werden musste.

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Etappe 3 - Abstieg zur Hütte: Großglockner (3.798 m) - Erzherzog-Johann-Hütte (3.454 m)

 

11:45 Uhr: Wir beginnen mit dem Abstieg zur Adlersruhe. Der Weg ist gleich dem Aufstiegsweg. Vorsichtig bewegen wir uns abwärts. An den Kletterpassagen sowie beim Durchqueren der Glocknerscharte müssen wir kleine Wartezeiten in Kauf nehmen. Diese unfreiwilligen Pausen nutzen wir um das phantastische Panorama um uns rum zu genießen. Schon um 13:20 Uhr können wir die restlichen Sonnenstrahlen auf der Hüttenterrasse genießen bis kurze Zeit später der Himmel zuzieht und sich das angekündigte Gewitter nähert. Es ist erstaunlich, in welch kurzer Zeit sich die Wetterlage ändern kann. Als das Gewitter losbrach, mit Graupel und Regen, entlud sich das Grollen unter uns. Wir saßen warm in der sicheren Hüttenstube.

 

 

11:45 Uhr: Nach der Kletterpassage blickt man recht beeindruckend auf den Kleinglockner und den Abstieg in die Glocknerscharte zurück. Diese Passage wird im Abstieg entweder durch Abseilen oder von größeren Gruppen, die sich gleichzeitig am Seil bewegen, durch Abklettern bewältigt.

 

13:15 Uhr: Wir sind auf der Adlersruhe angekommen. Nicht einmal 55 Minuten später zieht sich der Himmel zu. Von der Erzherzog-Johann-Hütte (3.454 m) beobachten wir erstaunt, dass immer noch Seilschaften weiter nach oben steigen. Bei schlechter Sicht, Temperaturabfall und vereisten Kletterstellen kann sich die Lage am Berg schnell ins Negative ändern.

 


Sagen vom Großglockner

Die reale Bedrohung durch Gletschervorstöße hat sich in vielen Regionen des Alpenraumes in mythischen Erklärungen für diese Gefahr niedergeschlagen. So wird auch die Vergletscherung des Großglocknergebietes in alten Sagen als Strafe für die Verschwendungssucht der Bauern im früher angeblich fruchtbaren Pasterzental gesehen, das mit seinem gesamten Umfeld zu Eis erstarrte. Einer Variante dieser Sage nach verwandelte ein Zauberer vom Hundstein erst das Wiesbachhorn in einen Gletscher, bevor er wegen seiner Unnachgiebigkeit den von ihm Bestraften gegenüber selbst im Eis, der heutigen Pasterze, eingekerkert wurde. Der Großglockner steht seit dieser Zeit über dem Gletscher, um den Gefangenen zu bewachen.

Film & Bilder

Großglockner 3.798 m, Österreich / Hohe Tauern, Glocknergruppe - Tour am 03.08.2011

Etappe 4 - Abstieg Talort: - Erzherzog-Johann-Hütte (3.454 m) - Kals am Großglockner (Lucknerhaus /Glocknerstraße, 1.917 m)

Der Abstieg von der Erzherzog-Johann-Hütte (3.454 m) nach Kals am Großglockner (Lucknerhaus /Glocknerstraße, 1.917 m) ist im Grunde fast der gleiche wie die Aufstiegsroute. Im Sichtbereich der Stüdlhütte (2.802 m) biegen wir aber auf einen kleinen Pfad links ins Tal ab und umgehen so die Stüdlhütte. Für den Abstieg benötigt man ca. 3 Stunden. Auf dieser Route kommen wir zwangsläufig auch an der Lucknerhütte (2.241 m) vorbei, wo wir uns eine heiße Schokoladen gönnen. Kurz darauf erreichen wir unseren Ausgangspunkt, den Parkplatz am Lucknerhaus auf 1.917 m.

07:00 Uhr: Pünktlich um 07:00 Uhr, nach einem deftigen Frühstück beginnen wir den Abstieg von der Erzherzog-Johann-Hütte (3.454 m) zum Lucknerhaus in Kals am Großglockner. Das Wetter hat sich zum Vorabend nur geringfügig gebessert. Der Grossglocknergipfel ist nicht zu sehen; er versteckt sich im Hochnebel. Nachdem wir die kleine Klettereinlage beginnend an der Hütte hinter uns gebracht haben, betreten wir wie beim Aufstieg das Ködnitzkees.

 
  

08:05 Uhr: Auf dem Ködnitzkees mussten wir über einige Gletscherspalten springen. Viele waren unter einer Schneedecke versteckt aber letztlich doch erkennbar und so problemlos zu überwinden.

 

08:30 Uhr: Je tiefer wir kamen, je klarer wurde die Sicht. Der Pfad führt uns links vorbei an der Stüdlhütte und weiter durch das Ködnitztal über die Lucknerhütte (2.241 m) bis hin zum Parkplatz in Kals am Großglockner (Lucknerhaus 1.917 m).

10:30 Uhr: Eine geniale Tour geht zu Ende. Wir sind gesund und glücklich am Parkplatz Lucknerhaus (1.917 m) angekommen und bereiten uns auf die Rückfahrt vor.

Fazit:

Trotz vieler Erleichterungen im Anstieg und im Gipfelbereich bleibt diese Tour eine ernste Angelegenheit. Die Höhe, schnelle Wetterumschwünge und die Ausgesetztheit an manchen Stellen machen aus dieser schönen Bergtour schnell ein extremes, alpines Unternehmen. Der Großglockner stellt für begeisterte Bergsteiger ein interessantes Ziel dar. Wohl kaum ein Gipfel in den Ostalpen kann mit einem ähnlich phantastischen Ausblick aufwarten.

Weitere Fotos dieser Tour sind auf meiner Galerie "Großglockner" zu sehen.

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