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Wo bin ich: Startseite - Bergtouren - Hohe Angelusspitze

Am Ende werden wir den Berg gerade deshalb lieben, weil er uns das Äußerste abverlangt, für einen kostbaren Augenblick hoch über das Alltagsleben erhoben hat und uns die Schönheit einer Reinheit gezeigt hat, die wir nie erfahren hätten, hätten wir dem Berg nicht ins Angesicht gesehen.

Zitat: Francis Younghusband (britischer Offizier und Forschungsreisender)

Hohe Angelusspitze 3.521 m, Südtirol, Italien / Ortler-Alpen

Tour am 11.09.2010
Hoher Angelus

Allgemeines:

Die Hohe Angelusspitze oder der Hohe Angelus (italienisch: Angelo Grande) in älterer Literatur auch Große Angelusspitze genannt, ist mit 3.521 Metern der zweithöchste Berg des Laas-Marteller-Kammes in der Ortlergruppe, einem Gebirge der südlichen Zentralalpen. Er liegt in der italienischen Provinz Südtirol. Nach Norden, Osten, Südwesten und Nordwesten sendet die Spitze ausgeprägte Grate. Die Spitze ist wegen ihrer ebenmäßigen Form, ihrer guten Rundsicht nach allen Seiten und der leichten Erreichbarkeit von der Zaytalhütte (Rifugio Serristori, ehemalige Düsseldorfer Hütte) aus ein auch im Winter als Skitour oft begangener Gipfel.

Die Hohe Angelusspitze ist vollständig von Gletschern umgeben. Der bedeutendste ist im Süden der Laaser Ferner (Vedretta di Laas). Westlich und nördlich liegt der Zayferner (Vedretta di Zai), der bis auf den Gipfel hinaufreicht. Im Osten erstrecken sich zwei kleinere Gletscher, nördlich des Angelus-Ostgrats der Ofenwandferner (Vedretta del Forno) und südlich der sehr spaltenreiche Große Angelusferner (Vedretta dell' Angelo Grande), der mit einer West-Ost-Ausdehnung von etwa 600 Metern der kleinste Gletscher des Gebietes ist.

Erstbesteigung

Zuerst bestiegen wurde die Hohe Angelusspitze am 8. August 1868 von dem Polar- und Alpenforscher Julius von Payer, dem Bergführer Johann Pinggera aus Sulden am Ortler sowie einem namentlich nicht bekannten Träger.

Anstiege

Normalweg: Der Normalweg auf die Hohe Angelusspitze führt als Reinstadlerroute über den Nordwestgrat. Er wurde erstmals von Victor Hecht aus Prag und Johann Pinggera im Jahre1870 begangen. Der 1200 Meter lange Weg ist im Felsbereich teilweise mit Drahtseilversicherungen ausgestattet und erfordert leichtes Klettern im Schwierigkeitsgrad UIAA I, die Firnneigung beträgt maximal 30°. Als Stützpunkt für eine Besteigung dient die Zaytalhütte (Düsseldorfer Hütte) auf 2.721 Metern Höhe im oberen Zaytal, nordöstlich von Sulden gelegen. Der Weg ist nur als Hochtour mit entsprechender Ausrüstung und Gletschererfahrung zu begehen. Die Gehzeit beträgt, laut Literatur, 2½ Stunden von der Hütte.

Kletterrouten: Schwierige Kletterrouten führen über den Nordgrat (Schwierigkeitsgrad UIAA III, 1904 zuerst bestiegen) und über den Nordostgrat (Schwierigkeitsgrad UIAA I-III, 1921). Anspruchsvolle kombinierte Fels/Eis-Touren führen durch die bis 45° geneigte Nordostwand (Emil und Otto Zsigmondy, 1881) und durch die bis 90° geneigte Nordwestwand.

Meine Route: Sulden am Ortler (1.960 m) - Zaytalhütte - (Rifugio Serristori - Düsseldorfer Hütte 2.721 m) - Hohe Angelusspitze (3.521m)

Hohe Angelusspitze über den Normalweg (siehe oben). Eine 2 Tagestour mit Hüttenübernachtung, welche auch zu einer Tagestour gepresst werden kann.

Schwierigkeit: ausgesetzte Kletterstellen bis Schwierigkeitsgrad UIAA I. (kein Klettersteig - Hochtourenausrüstung!)

Anmerkung: Gehzeiten ohne Pause / Angaben sind immer ca.- Werte

Gehzeiten / Höhenmeter:   Sulden am Ortler (1.960 m) - Düsseldorfer Hütte (2.721 m) 2,00 Std. / 761 HM

Gehzeiten / Höhenmeter

  Düsseldorfer Hütte (2.721 m) - Hohe Angelusspitze (3.521m)

3,00 Std. / 800 HM

Gehzeiten / Höhenmeter   Hohe Angelusspitze (3.521m) - Düsseldorfer Hütte (2.721 m) 2,50 Std. / 800 HM
Gehzeiten / Höhenmeter   Düsseldorfer Hütte (2.721 m) - Sulden am Ortler (1.960 m) 1,25 Std./ 800 HM
Schwierigkeit.:    Schwierigkeitsgrad UIAA I bis Schwierigkeitsgrad UIAA II Kondition: mittel

Ausrüstung:

   Grundausrüstung (1) - Hütte (2) - Hochtouren (5)

Karte:

  Tabacco Ortlergebiet 1:25.000 Nr.08  -  Kompass Vinschgau 1:50.000 Nr.52

Beste Jahreszeit:   Juni bis September, je nach Schneelage

Mein kleiner Tourenbericht:

Diese Beschreibung soll nur einen ersten Eindruck vermitteln. Sie ersetzt keinen Bergführer.

Es hat etwas gedauert, bis ich einen 3000er ohne Gletscherberührung gefunden habe, der für mich technisch auch alleine machbar war. Aus den Tiefen des Internet tauchte die Hohe Angelusspitze mit ihren 3.521Metern auf. Nach einigen Recherchen entschloss ich mich, diesem Gipfel einen Besuch abzustatten.

Anfahrt: ab Stuttgart A8 Richtung München - weiter A7 Fernpass / Füssentunnel/B179 - Reschenpass -
Spondinig - Prad - Gomagoi -
Sulden am Ortler (1.960 m)

 

Ausgangspunkt: Parkplatz bei der Talstation des Kanzelliftes in Sulden auf 1.850 m. Von Sulden gibt es zwei Hüttenaufstiegsvarianten:

  • Der kürzere und steilere Weg Nr. 5 führt am Zaybach entlang durch das schöne Zaytal.
  • Der längere Weg Nr. 12 führt an der Bergstation der Kanzel-Bahn vorbei und vereinigt sich dann mit dem Weg Nr. 5 aus dem Zaytal an der Steilstufe vor der Zaytalhütte (Düsseldorfer Hütte (2.721 m).

Der Hüttenanstieg:

Ohne Schwierigkeiten erreiche ich Sulden am Ortler (1.960 m). Zielstrebig fahre ich zur Seilbahnstation und parke ab. Ohne meinen Irrtum zu erkennen fahre ich mit der Luftseilbahn Sulden bis auf 2.600 m. Außer dass dieser Fehler Zeit kostete, bescherte er mir aber ein wunderbares Panorama auf die Königsspitze (3.851 m). Jetzt lasse ich mir Zeit und nach einer Pause auf der Terrasse der Seilbahnstation fahre ich wieder abwärts nach Sulden. Unten beschließe ich den Anstieg zur Zaytalhütte (Rifugio Serristori - Düsseldorfer Hütte 2.721 m) ganz zu Fuß, ohne den Lift der Kanzelbahn zurückzulegen.

 

 

Einstieg in Sulden   Weg Nr. 12 von Sulden zur Düsseldorfer Hütte

13:00 Uhr: Start am gebührenfreien Parkplatz der Luftseilbahn Sulden (Seilbahnen Sulden) in Sulden am Ortler (1.960 m). Einstieg Weg Nr.6 / Nr. 12

 

14:25 Uhr: Der einfache Weg Nr. 12 führt mich direkt zur Station Kanzelbahn auf 2.348 m und ist auch für Familien mit Kindern leicht und gefahrlos zu begehen.

 

13:00 Uhr: In Normalfall startet man am Parkplatz der Kanzelbahn oder auf dem Parkplatz am Hotel "Post". Mit zwei Stunden Verspätung beginn ich um 13:00 Uhr am gebührenfreien Parkplatz der Seilbahn Sulden meine letzte Tour 2010 und wandere erst auf dem waldigen Weg Nr.6 und wenig später weiter auf dem Weg Nr. 12 Richtung Station Kanzelbahn auf 2.348 m, welche ich dann auch gegen 15:00 Uhr erreiche. Die wunderbare Landschaft, der Ortler und die Königsspitze im Rücken lassen mich immer wieder stillstehen. Bis hier ist es ein gemütlicher Aufstieg auf breiten Pfad, gut auch für Familien geeignet. Nun befinde ich mich schon leicht über der Baumgrenze. Nach einer Pause auf der aussichtsreichen Terrasse der Liftstation wandere ich weiter zur Zaytalhütte (Düsseldorfer Hütte (2.721 m). Die Zaytalhütte - (Rifugio Serristori - Düsseldorfer Hütte 2.721 m) ist von Beginn an hervorragend ausgeschildert.

 

 

15:30 Uhr Station Kanzelbahn - Düsseldorfer Hütte

Ohne besondere Anstrengung geht es immer weiter aufwärts. Der Weg ist einfach zu gehen, die Ausschilderung super. Der Pfad führt durch Schutthänge, Schafe lassen sich durch Wanderer nicht vom Weg abbringen. Rechts geht ein alter Weg, welcher aber wegen Steinschlag gesperrt wurde zur Schutzhütte. Ich bleibe auf dem offiziellen Weg und komme gut voran. Das Wetter ist prächtig.

Link zum Club Alpino Italiano

Von der Bergstation auf 2.348 m wandere ich zunächst nahezu eben, dann leicht abwärts und schließlich über einige Serpentinen hinauf zur Zaytalhütte - (Rifugio Serristori - Düsseldorfer Hütte 2.721 m). Ich sehe die Hütte ist schon von weitem, nun zieht sich der Weg schon ein wenig. Die Steilstufe kurz vor der Schutzhütte ist letztlich noch ein wenig anstrengend. Kurz vorher vereint sich mein Weg Nr. 12 mit dem Weg Nr. 5 aus dem Zaytal. Von hier ist es nicht mehr weit. Um 17:00 Uhr erreiche ich die Zaytalhütte nach einem gemütlichen, ruhigen Aufstieg. Wer Zeit und Laune hat, dem würde ich zu einem Besuch am Fuße der Königsspitze raten und anschließend den langen aber auch sehr aussichtsreichen Weg in Kauf nehmen.

Weitere Fotos dieser Tour sind auf meiner Galerie "Hoher Angelus" zu sehen.

Info: Luftseilbahn Sulden - Seilbahnen Sulden

Die Seilbahn Sulden am Sulden am Ortler (1.960 m) im Vinschgau (Südtirol) ist die größte Luftseilbahn der Alpen. Sie führt von der Talstation bei Sulden (1.900 m) aus zur Bergstation bei der Schaubachhütte (Rifugio Milano) auf 2.600 m Höhe.

Allgemeines: Die neue Luftseilbahn, die mit vier Gondeln ausgestattet ist, startete ihren Betrieb am 21. November 2003. Die Gondeln bieten je 110 Personen Platz und sind somit die größten der Alpen, weil maximal 440 Personen befördert werden können.

Streckenverlauf: Die Bergstation dient als Antriebsstation, die Talstation hat eine Spannvorrichtung. Außerdem verfügt die Bahn über eine Mittelstation. Die Strecke mit einer Gesamtlänge von 2.881 Metern ist in zwei Abschnitte unterteilt:

  • Auf Abschnitt 1 überwinden die Gondeln auf 1.441 Metern eine Höhendifferenz von 300 Metern.
  • Abschnitt 2 hat die gleiche Länge, der Höhenunterschied beträgt hier jedoch 410 Meter.

Die Fahrtgeschwindigkeit mit zwei Motoren beträgt 9 Meter pro Sekunde. Die Kabinen haben bei 80 Sekunden Haltedauer pro Station eine stündliche Förderleistung von ca. 1300 Personen. Die Bahn fährt alle 15 Minuten und hat drei Stützen. Das Ortlergebiet wird außerdem von vier weiteren 4er-Sesselliften, drei Schleppliften und zwei 2er-Sesselliften befahren.

Weitere Aufstiegsanlagen: Es führen drei weitere Sessellifte von Sulden zum Ortler:

  • Der Kanzellift führt von der Talstation auf 1.850 m zur Bergstation auf 2.348 m.
  • Der Langensteinlift überwindet auf der Fahrt von der 1.830 Meter hoch gelegenen Talstation zur Bergstation auf 2.330 m eine Höhendifferenz von 500 Metern.
  • Der Sessellift Trafoi führt zur Bergstation, wo sich auch die Furkelhütte befindet, auf 2.153 Meter.

Quelle: Wikipedia 2011

Traumhafter Blick auf das Dreigestirn, Königsspitze (3.851 m), Monte Zebru (3.735 m) und Ortler (3.905 m)

Info Zaytalhütte (Düsseldorfer Hütte): Die Zaytalhütte - (Rifugio Serristori - Düsseldorfer Hütte 2.721 m) in Sulden am Ortler (1.960 m) / (Südtirol – Italien) befindet sich im Zaytal auf 2.721 Meter, und ist Ausgangspunkt für

 

Geschichte: Die Hütte wurde 1892 von der Sektion Düsseldorf des Deutschen Alpenvereins (DAV) erbaut. Nach dem Ersten Weltkrieg ging die Schutzhütte an den Italienischen Alpenverein (CAI) über und wird seither von der Sektion Mailand verwaltet. Die Schutzhütte wird bereits seit fünf Generationen von der Familie Reinstadler aus Sulden bewirtschaftet.

Düsseldorfer Hütte 

Berg- und Skitouren auf folgende Gipfel: Hinteres Schöneck (3.128 m),Tschengelser Hochwand (3.375 m), Schafbergspitze (3.306 m), Kleiner Angelus (3.318 m), Großer Angelus (3.521 m), Vertainspitze (3.545 m)

Ausstattung: Sie wurde immer wieder erweitert und renoviert und bietet über 60 Schlafplätze, elektrischen Strom und fließend kaltes und warmes Wasser. Auf Wunsch kann das Gepäck auch mit der Materialseilbahn auf die Hütte transportiert werden.

Die Düsseldorfer Hütte ist von Mitte Juni bis Anfang Oktober geöffnet. Für Skitouren hat die Schutzhütte auch im Frühjahr geöffnet, dabei sollte man sich aber immer vorher über Öffnungszeiten und Schnee- und Wetterverhältnisse informieren. Informationen gibt es auf der Webseite unter: www.duesseldorferhuette.com. Weiter ist die Hütte auch bei Facebook vertreten.

Stand: 09/2010

 

Weitere Fotos dieser Tour sind auf meiner Galerie "Hoher Angelus" zu sehen.

 

Gipfeltag: Zaytalhütte - (Rifugio Serristori / Düsseldorfer Hütte- 2.721 m) - Hohe Angelusspitze 3.521 m

Nach einer ruhigen Hüttennacht ging es heute nicht allzu früh los. 07:30 Uhr Frühstück und anschließend die schöne Morgensonne mit dem Ortlerpanorama genießen. Frisch gestärkt starte ich zum Hohen Angelus. Laut Aussage sind heute einige Kletterpassagen im oberen Bereich feucht und mit einer dünnen Eisschicht überzogen.

 

08:30 Uhr - Gipfelstart: Nach dem Anziehen, einem sehr guten Frühstück und Kontrolle der Ausrüstung ging es los. Hinter der Zaytalhütte - (Rifugio Serristori - Düsseldorfer Hütte auf 2.721 m) starte ich optimistisch am Wegweiser Richtung Hohen Angelus.

 

Zuerst auf gut erkennbarem, unkomplizierten Weg gehe ich zuerst gleich hinter der Hütte nordöstlich taleinwärts bis zu einem Wegweiser "Vertainspitze / Angelusspitze". Der Weg hält sich in die rechte Richtung dem Angelus zu. Weiter vorbei an einem kleinen See, anschließend über Moränengelände bis am Fuße einer markanten Felswand des NW Grates, über die die "Reinstadler Rute" verläuft. Ich orientiere mich an Steinmandl und Markierungen welche gut sichtbar und leicht zu finden waren. Von unten kann ich schon gut das weiße Gipfelhaupt des Angelus sehen.

 

08:35 Uhr: Fast noch an der Düsseldorfer Hütte auf 2.721 Metern. Bis zum Gipfel habe ich 800 Höhenmeter vor mir.

 

10:00 Uhr: Auf dem Felsenfuß. Ich schaue zurück zur gemütlichen Schutzhütte, welche nun weit unter mir liegt.

Einige kleine Gruppen von Bergsteigern sind weit vor mir als Punkte zu erkennen. Um diese Zeit geht man noch voll im Schatten, es ist entsprechend kühl. Der Weg bis zum Felsenfuß führt zunächst über grobes Blockgestein und weiter durch steiles Geröll. Immer wieder kommt man an kleinen Seen vorbei. Langsam gewinnt man an Höhe. Rechts begleitet mich die Vertainspitze (3.545 m) mit deren imposantem Hängegletscher.
An der Felskante angekommen mache ich eine kleine Rast und lege meinen Helm an. Aufgrund der Tatsache, dass sich über mir weitere Kletterer befinden, ist dies sicherer. Die Zaytalhütte - (Rifugio Serristori - Düsseldorfer Hütte 2.721 m) ist nun schon einige Höhenmeter unter mir. Ein beeindruckendes Bild: unten die kleine Hütte und im Hintergrund das gewaltige Ortlermassiv. Nun beginnt der schwierigste Teil des Weges.

10:15 Uhr: Etwa 100 Höhenmeter muss ich steil über Felsbrocken und -platten durchklettern, wobei nur eine ganz kurze Passage mit einem Drahtseil (Schwierigkeitsgrad I) gesichert ist. Der Schwierigkeitsgrad ist nicht hoch, aber der schmale Aufstiegsweg ist nass, ausgesetzt und durch die morgendliche Kälte gefroren und vereist. Vorsicht ist geboten. Während der Kraxelei bietet sich einem jedoch ein imposanter Blick auf den Hängegletscher der Vertainspitze (3.545 m).

 

 

11:40 Uhr - Ein beeindruckendes Bild auf die Vertainspitze (3.545 m) mit dem Verbindungsgrat zum Hohen Angelus. Einige Bergsteiger nutzen diesen Grat zur anschließenden Besteigung der Vertainspitze.

 

12:20 Uhr: Auf einem Felsgrat geht es über Blockkletterei und Schnee dem Gipfel entgegen. Das markante Gipfelkreuz ist schon zu sehen.

 

Link zum Ortlergebiet

 

Weitere Fotos dieser Tour sind auf meiner Galerie "Hoher Angelus" zu sehen.

Die letzten 300 Höhenmeter verlaufen über einen steilen und zum Teil ausgesetzten Felsgrat (Schwierigkeitsgrad I) rechts vom Gletscher (Steigung 30°). Einige gehen direkt auf dem Gletscher nach oben, andere nutzen diesen auch zum Abstieg. Bei Neuschnee muss man hier vorsichtig sein, die Felsplatten werden sehr glatt und rutschig sein. Immer weiter geht es über steiles Felsgelände auf dem Grat hoch, der mir im mittleren Teil einen eindrucksvollen Blick zum Gipfel mit der eisgepanzerten Nord/West-Flanke gibt. Am Ende der Kraxelei wird das Terrain kurzzeitig etwas flacher und man kann einen freien Blick auf den Gipfel des Hohen Angelus genießen. Immer dem Felsgrat folgend, erreichte ich den etwas anspruchsvolleren Gipfelgrat, über den ich in östliche Richtung dann den Gipfel erreiche.

 

 

12:45 Uhr: Ich erreiche den Gipfel bei bestem Wetter und klarer Sicht und erlebe einen gigantischen Ausblick auf die Ortleralpen sowie die umliegenden Berggipfel, Täler und Gletscher. Das eigenwillige Gipfelkreuz erinnert mehr an ein Klettergerüst, ist aber auf seine Art auch einzigartig mit einem gewissen Wiedererkennungswert. Rechtes Bild: Gletscherwelt

Gipfelrundblick auf der Hohen Angelusspitze 3.521 m - Ortler-Alpen am 11.09.2010

Der Abstieg: Um 13:45 Uhr beginne ich den Abstieg. Die Route verläuft entlang der Aufstiegsvariante. An der Angelusscharte hat man die Möglichkeit zur Vertainspitze (3.545 m) abzuzweigen und einen weiteren Gipfel zu besteigen. Der Abstieg zur Zaytalhütte - (Rifugio Serristori - Düsseldorfer Hütte 2.721 m) verläuft ohne Schwierigkeiten. Die vereisten Kletterstellen sind jetzt nass und rutschig. Gerade beim Abstieg ist Vorsicht geboten.

 

13:30 Uhr: Der Gipfelgrat, welcher auch wieder mein Abstiegsweg sein wird. Tief unten die Düsseldorfer Hütte.

 

14:15 Uhr: Mitten im Abstieg präsentiert sich jetzt links von mir der Hängegletscher der Vertainspitze (3.545 m).

An der Hütte um 16:30 Uhr angekommen gibt es erst mal eine Stärkung. Ich genieße wieder den phantastischen Ausblick zum Dreigestirn Königsspitze (3.851 m) - Monte Zebru (3.735 m) - Ortler (3.905 m), bevor ich mich um 19:00 Uhr nach Sulden aufmache. Das schöne Zaytal sehe ich nicht mehr. Ich durchwandere es im Schein meiner Stirnlampe. 2011 besuche ich wieder diesen schönen Fleck und nehme mir vor, das Zaytal bei Tageslicht zu genießen.

Fazit: Eine wundervolle Hochtour mit spektakulären Blick zum Dreigestirn Königsspitze - Zebru - Ortler. Der Aufstieg bis zur Düsseldorfer Hütte durch das Zaytal oder über die Bergstation Kanzellift ist für Familien mit Kindern gut machbar. Die Tour zum Hohen Angelus erfordert allerdings Hochtourenausrüstung, Trittsicherheit und gute Verhältnisse. Der Aufstieg am Berg kann Steinschlag gefährdet sein. Helm wird, evtl. bei Schnee und Eis auch Steigeisen empfohlen. In der Zaytalhütte - (Rifugio Serristori - Düsseldorfer Hütte 2.721 m) ist Freundlichkeit und Sauberkeit kein Fremdwort. Alles passt. Die telefonische Reservierung ist vorbildlich.

 

Weitere Fotos dieser Tour sind auf meiner Galerie "Hoher Angelus" zu sehen.

meine weiteren Touren in den Ortler-Alpen


 

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