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Wo bin ich: Startseite - Hütten- & Wandertouren - Hüttentour zur Douglasshütte / Totalphütte / Heinrich-Hueter-Hütte

Die Natur vollbringt Wunder, es liegt an mir, sie zu genießen.

Zitat: Jean-Christophe Lafaille (französischer Extrembergsteiger)

Hüttentour zur Douglass.-, Totalp.- und Heinrich-Hueter-Hütte

Vorarlberg in Österreich / Rätikon, Tour am 17.08.2012 - 19.08.2012

 Allgemeines:

Der Rätikon, in alter Literatur auch Rhätikon geschrieben, ist nach der in Österreich, Südtirol und Deutschland üblichen Zweiteilung der Alpen eine Gebirgsgruppe der Ostalpen. Nach der in Italien, Frankreich und teilweise der Schweiz verbreiteten Partizione delle Alpi gehört der Rätikon zu den Zentralalpen. Anteil am Rätikon haben die Länder Österreich (Bundesland Vorarlberg), Liechtenstein und Schweiz (Kanton Graubünden). Liechtenstein befindet sich vollständig innerhalb der Grenzen des Rätikon.

Quelle: Wikipedia 2012

Bekanntester und höchster Berg im Rätikon ist die Schesaplana mit einer Höhe von 2.964 m. Der südwestliche Teil des Montafons im Grenzbereich der Schweiz und Österreichs wird durch die Gipfelkette des Rätikons geprägt. Die weißen und schroffen „Drei Türme“ leuchten fast schon wie ein Wahrzeichen des Montafons. Auf dem Rätikon stehen zahlreiche schöne Wanderungen zur Verfügung. Diese erreicht man ganz bequem mit der Golmerbahn oder der Lünerseebahn.

Gemütliche Hütten- und Jausenstationen entlang der Wanderwege laden zum Verweilen und Gustieren ein. Hier oben kann man neue Kraft und Energie für den nächsten Tag tanken.

 Schwierigkeit

Hüttenwanderung rund um den Lünersee (Schwierigkeitsgrad I)

 Route:  Parkplatz "Lünerseebahn" - Douglashütte (1.979 m)Totalphütte (2.385m) - Heinrich-Hüter-Hütte (1.766 m) - Douglashütte (1.979 m)

 

Anmerkung: meine Gehzeiten mit Pause / Angaben sind immer ca.- Werte

Gehzeiten / Höhenmeter:   Douglashütte (1.979 m) - Totalphütte (2.385m) 2,00 Std. / 406 HM
Gehzeiten / Höhenmeter:   Totalphütte (2.385m) - Douglashütte (1.979 m) 1,25 Std. / 406 HM
Gehzeiten / Höhenmeter:   Douglashütte (1.979 m) - Heinrich-Hüter-Hütte (1.766 m) über Saulakopfsteig 3,00 Std. / 213 HM
Gehzeiten / Höhenmeter:    Heinrich-Hüter-Hütte (1.766 m) über Lünerkrinne - Douglashütte (1.979 m) 3,50 Std. / 213 HM
Schwierigkeit:    einfache Bergwege, Saulakopfsteig Schwierigkeitsgrad I Kondition: mittel
Ausrüstung:    Grundausrüstung (1) bei Übernachtung Hütte (2)
Karte:

Freytag & Bernd WK 371 - 1:50 000, KOMPASS Wanderkarte Nr:032 "Alpenpark Montafon" M 1:35.000  oder Landeskarte der Schweiz, 1:50000, Blatt 238, Montafon

Beste Jahreszeit:  Juli bis Oktober

 

 Mein kleiner Tourenbericht

Diese Beschreibung soll nur einen ersten Eindruck vermitteln. Sie ersetzt keinen Bergführer.

1. Etappe (Tag 1): Parkplatz "Lünerseebahn" - Douglashütte (1.979 m)

Es ist wieder soweit. Lange habe ich überlegt welche Tour ich auswählen soll, die auch für eine am Berg ungeübte Familie geeignet ist. Da die beiden nun nicht jeden Tag im Gebirge unterwegs sind, muss ich bei der Tourenauswahl auf Anspruch, Kondition und Schwierigkeitsgrat achten. Letztlich soll es ja Spaß machen und nicht zur Tortur werden. Weiter möchte ich eine Gegend besuchen, die ich selbst schon kenne. So kann ich einschätzen, was auf uns zukommt und bin vor Überraschungen sicher. Die Wahl fällt auf den Lünersee mit seiner beeindruckenden Umgebung.

 
  
11:55 Uhr: Start auf dem Parkplatz der "Lünerseebahn"   11:20 Uhr: Die Gondel der Lünerseebahn schwebt in der Talstation ein.

11:20 Uhr: Wir starten auf dem Parkplatz der "Lünerseebahn". Die 5 Minuten dauernde Auffahrt ist für alle ein Erlebnis. Die Bahn ist übervoll. Oben angelangt ist man von der Schönheit des Lünersees und der umliegenden Berge fasziniert. Das Naturschutzgebiet um den Lünersee ist wie ich schon seit langen weiß ein Paradies für Wanderer, Bergsteiger und Hobbyfischer. Einfach und schnell haben wir so die ersten 415 Höhenmeter überwunden und Mutter mit Kind haben Kraft für den Anstieg zur Totalphütte. Natürlich ist vom Parkplatz aus auch der Einstieg über den sogenannten "Bösen-Tritt-Steig" möglich, der gleichzeitig Einstieg in den Nördlichen Rätikon-Höhenweg ist. Allerdings ist es in Anbetracht des steilen 400 m -Anstiegs und seines treffenden Namens vorteilhaft, die familiären Kräfte für den Anstieg zur Totalphütte zu sparen. (hier mein Tourenbericht Saulakopf über den "Bösen Tritt").

 

 Info: Lünerseebahn

Die Lünerseebahn ist eine Luftseilbahn im Brandnertal im österreichischen Bundesland Vorarlberg. Sie verbindet die Talstation auf 1.568 m ü. A. am Talende im Gemeindegebiet von Brand mit der Bergstation bei der Staumauer des Lünersees im Gemeindegebiet von Vandans auf 1.983 m ü. A. Die Anlage befindet sich im Besitz der Illwerke Seilbahn Betriebsgesellschaft m.b.H., die wiederum im Eigentum des Landeseigenen Energieunternehmens Vorarlberger Illwerke AG steht.

Ursprünglich als reine Materialseilbahn für den Bau und die Erhaltung des Lünersee-Staudamms errichtet, ist die Bahn seit dem Jahr 1959 ein beliebter Weg, um zu Tagesausflügen zum Lünersee oder in die diesen umgebenden Bergwelt des Rätikon zu gelangen. Während sich die Talstation im Brander Ortsteil Schattenlagant in einem neuen Betriebsgebäude befindet, ist die Bergstation am Staudamm baulich mit der Douglashütte (1.979 m) verbunden.

Blick vom Saulakopf zum Lünersee

 Info: Lünersee

Der Lünersee ist einer der größten Seen Vorarlbergs.

Er liegt auf einer Seehöhe von 1.970 Meter am Fuße der Schesaplana. 1959 vergrößerte die Vorarlberger Illwerke AG das Speichervolumen des Sees mit einer Staumauer und nützt seither das Wasser zur Stromerzeugung im Lünerseewerk. Durch einen künstlich angelegten Stollen wird der See auch durch das Schmelzwasser des Brandner Gletschers gespeist. Das Gebiet um den See bildet den Talabschluss des Brandnertals, der nur über schmale Steige oder die "Lünerseebahn" vom Gebiet Schattenlagant aus erreichbar ist. Direkt bei der Bergstation an der Staumauer liegt die Douglashütte (1.979 m), die unter anderem als Jausen- und Übernachtungsmöglichkeit für Wanderer dient.

Weitere Fotos sind in meiner Galerie "Hüttentour am Lünersee"  zu sehen

2. Etappe (Tag 1): Douglashütte (1.979 m) - Totalphütte (2.385m)

12:00 Uhr: Mittels Seilbahn ist die Douglashütte auf 1.979 m schnell erreicht. Bei einem Kaffee am Lünersee genießen wir die beeindruckende Bergkulisse. Gemeinsam starten wir hinauf zur Totalphütte auf 2.385 m.

 

Voralberg - Homepage

          

Wir befinden uns jetzt direkt auf der Staumauer des Lünersees, unseren Startpunkt zur Totalphütte. Alle sind motiviert. Das Tempo wird dem kleinsten Teilnehmer angepasst. Der Himmel ist fast wolkenlos. Der gut beschilderte, breite Fußweg führt uns in südliche Richtung entlang des Lünersees leitet erst einmal fast eben bis zum Anstieg zur Totalphütte. Im Süden schweifen unsere Blicke zum Gafalljoch (2.239 m), dem Übergang in die nahe Schweiz. Da es sich beim Lünersee um ein beliebtes, mit der Bahn leicht erreichbares Ausflugsziel handelt und Kaiserwetter herrscht, sind dementsprechend viele Wanderer und Spaziergänger auf diesem Uferweg unterwegs.

 

12:30 Uhr: Nach ungefähr einer halben Stunde zweigt rechter Hand der gute Steig Nr. 102 hinauf zur Totalphütte ab. Dieser zieht jetzt meist sanft ansteigend den Hang hinauf. Erst mit Fortdauer der Wanderung verläuft er in etwas steilerem Gelände. Schon von hier haben wir einen schönen Blick über den ganzen Lünersee.

Die Wanderwege am Lünersee sind streckenweise schon "dolomitsch anspruchsvoll" und voller interessanter botanischer und landschaftlicher Einblicke. Der Weg auf lockerem Dolomitschotter, der sich zwischen großen Steinblöcken hindurch schlängelt, verlangt einige Trittfestigkeit. Die nochmal knapp 400 Höhenmeter bis zur Totalphütte sind ein doch recht anspruchsvoller Weg durch den schroffen Schotterkegel des Schesaplanamassivs

Beim letzten Stück der Wanderung heißt es für Kinder: Noch einmal etwas anstrengen. Die Mühe lohnt sich aber in jedem Fall, denn die Totalphütte befindet sich auf einem wunderbaren Aussichtsplateau.

Link zu Montafonrunde

 

14:00 Uhr: Nach zwei Stunden, 406 Höhenmetern Anstieg und einigen Pausen für Frau und Kind erreichen wir die Totalphütte auf 2.385 Metern Höhe. Kinder können hier gefahrlos herumtollen und finden im weißen Hüttenhund einen netten Spielgefährten. Für die Erwachsenen gilt: Speis und Trank genießen, die Seele baumeln und das Panorama auf sich wirken lassen. Wer noch Ausdauer und Zeit hat, kann von der Totalphütte aus einen Rundwanderweg begehen, der ein Stück Richtung Schesaplana führt um dann in östlicher Richtung wieder Richtung Totalp abzubiegen.

Info: Totalphütte:

Die Totalphütte ist eine Schutzhütte des österreichischen Alpenvereins im Rätikon (Vorarlberg). Sie liegt auf 2.385 Metern Höhe am Aufstieg vom Lünersee zur Schesaplana. Die Hütte ist mit dem Umweltgütesiegel des deutschen und österreichischen Alpenvereins ausgezeichnet.

Zustieg: Aus dem Brandnertal: Nach dem Aufstieg zum Lünersee oder der Nutzung der Lünerseebahn (auf zirka 1.970 Meter) ist die Totalphütte auf einem Wanderweg in etwa einer Stunde erreichbar. Eine sehr beliebte Tour im Rätikon führt durch das Zalimtal zur Mannheimerhütte und nach der Überquerung des Brandner Gletschers (im Sommer mit Bergschuhen und Stöcken begehbar) zum Gipfel der Schesaplana - beim Abstieg zur Totalphütte und zum Lünersee.

Bewirtung: Die Totalphütte ist jeden Sommer von Mitte Juni bis Anfang Oktober geöffnet. In zwei Gaststuben ist Platz für ca. 85 Gäste, auf der Terrasse für weitere 160 Gäste. 2009 wurde das Bediensystem auf der Hütte erneuert und modernisiert, weshalb auch bei voller Auslastung sehr schnell bedient (Terrasse & Gaststube werden bedient) werden kann. Eine besondere Herausforderung auf der Totalphütte ist die Lebensmittelbeschaffung, weil kein Fahrweg zur Hütte führt. Eine Grundeindeckung wird vor Saisonbeginn per Hubschrauber angeliefert. Während der Saison wird zweimal wöchentlich mit der Materialseilbahn frisch angeliefert. Dabei müssen die Lebensmittel mit der Lünerseebahn auftransportiert werden, um dann in einen Geländewagen geladen zu werden, der an einem schmalen Weg entlang des Lünersees die Waren zur Materialseilbahn transportiert. Von dort führt die Materialseilbahn direkt in den Keller der Hütte.

Übergang zu anderen Hütten:

Tourenmöglichkeit: Von der Totalphütte führt der Normalweg auf die Schesaplana, welche in 2 Stunden erreicht werden kann.

Homepage: http://www.totalp.at/

Quelle: Wikipedia 01/2013

 

16:00 Uhr: Nach der Bettenbelegung auf der Totalphütte entschlossen der "Kleine" (9 Jahre) und ich, noch ein Stück in Richtung Schesaplana aufzusteigen. Wir starten auf 2.385 m und erreichen nach 1 Stunde eine Wegkreuzung, an welcher es neben dem Schesaplanagipfel auch zur Schesaplanahütte und zur Mannheimer Hütte geht. Da es schon kurz vor 17:00 Uhr ist, entscheiden wir uns für den Rückweg zur Totalphütte (2.385m).

 

Livecam Lünersee

Weitere Fotos sind in meiner Galerie "Hüttentour am Lünersee"  zu sehen

3. Etappe (Tag 2): Totalphütte (2.385m) - Douglashütte (1.979 m)

Der Abstieg von der Totalphütte (2.385m) zurück zur Douglashütte (1.979 m) ist wie der Aufstieg wenig beschwerlich. Nach einen schönen Hüttenabend, einer ruhigen Nacht, einem tollen Hüttenservice und einen goldenen Sonnenaufgang starten wir um 09:30 Uhr zurück zur Douglasshütte, um dann von dort gleich weiter zur Heinrich-Hueter-Hütte (1.766 m) zu wandern.

 

09:30 Uhr: Immer den Lünersee vor Augen geht es mühelos bergab. Schnell hat die Sonne die kühlen Bergschatten verdrängt. Eine Stunde später und 406 Höhenmeter tiefer, standen wir um 10:45 Uhr wieder auf der Staumauer des türkisblauen Lünersees, den wir gestern schon bewundern dürften. An diesen schönen Ort machen wir auf der Seeterrasse der Douglashütte eine gute Stunde Pause.

 

Blutspendesdienst in Deiner Nähe

 

4. Etappe (Tag 2): Douglashütte (1.979 m) - Heinrich-Hueter-Hütte (1.766 m) über den Saulajochsteig

Bei der Tourenplanung habe ich mir überlegt, welche Route dieser Etappe für die bergunerfahrene Familie am besten ist. Es gibt zwei Wege zur Heinrich-Hueter-Hütte: Der erste führt nördlich über den Saulajochsteig (Schwierigkeitsgrad 1 oder A) und die zweite Route verläuft als unschwieriger Bergwanderweg nordöstlich über die sogenannte Lünerkrinne zur Hütte. Ich entscheide mich für den Saulajochsteig. Für schwierige Passagen habe ich Sicherungsmaterial dabei. Weiter soll es ja eine Rundwanderung werden ohne dass man einen Weg doppelt erwandern muss.

11:45 Uhr: Frisch gestärkt starten wir am Staudamm des Lünersees zunächst nach links (nördlich), abwärts auf einen guten Bergwanderweg, entlang der westlichen Flanke des Schafgafall. Auf der linken Seite fällt das Gelände zunehmend steil ab. Westlich ragt der Seekopf (2.698 m) in die Höhe. Von unserer Position eröffnet sich ein beeindruckendes Panorama auf den Lünersee mit seiner Lünerseebahn, welche immer neue Gäste nach oben auf die Staumauer befördert.

 

ÖAV

               

So wandern wir auf dem Saulasteig in einer steilen Flanke erst nach Norden bzw. talauswärts. Der Pfad vom Lünersee bis zum Saulajoch kann gut als kleine Trainingsstrecke gegen Höhenangst genutzt werden. Heikle Stellen sind mit Stahlseilen ausgestattet. Die Wegkennzeichnung ist weiß-blau-weiß.

13:15 Uhr: Langsam geht es voran. Sicherheit und Spaß steht heute für uns im Vordergrund. Hier geht es nicht um Höhenmeter oder Wegzeiten. Unser Motto: "Der Weg ist das Ziel".

Einige Passagen sind für ungeübte und unsichere Wanderer etwas heikel. In diesen Fall wird Justin (9 Jahre) angeseilt. Ich habe dafür ein paar Bandschlingen dabei, welche an seinen Klettergurt befestigt werden. Schuttrinnen sollten wegen Steinschlag schnell überquert werden. Aussichtspunkte gibt es an sicheren Stellen mehr als genügend.

               

Um zum Saulajoch zu gelangen müssen wir zum Abschluss ein paar steile Serpentinen ansteigen. Jetzt befinden wir uns quasi am Übergang ins Montafon. Ein letzter Schritt, wir biegen um die Ecke und es bietet sich uns ein total anderes Bild. Vor uns eröffnet sich eine grüne Wiese, begrenzt nördlich vom Saulakopf (Normalweg) 2.516m und südlich vom Schafgafall. Hier haben wir uns eine Pause redlich verdient.

Wir durchwandern das Saulajoch bis zum westlichen Ende und schlagen hier unser kleines Lager für eine gemütliche Brotzeit auf. Die letzten Schneereste, die ich erst vor 2 Wochen beim Abstieg vom Saulakopf (2.516 m), welchen ich über den Saula-Klettersteig bestiegen habe, hier gesehen habe, sind verschwunden. Ein wenig Schatten in der Mittagszeit sucht man hier vergebens. Wir nutzen unsere Bergstöcke und meinen Biwaksack um einen Sonnenschutz zu bauen.

 

14:45 Uhr: Nun Auf zum letzten Marsch an diesem Tag. Bis zur Heinrich-Hueter-Hütte (1.766 m) ist es eigentlich nicht mehr weit. Nördlich ragt die Zimba (2.643 m) in die Höhe. Die Hütte ist schon von weiten auszumachen. Der Weg ist sehr gut, so dass keine Sicherung fürs Kind benötigt wird. Die Ausschilderung ist optimal.

 

Deutscher Alpenverein

Auf der Heinrich-Hueter-Hütte (1.766 m) angekommen erwartet uns wie ich es von anderen Besuchen hier kenne, ein freundliches Hüttenpersonal. Hinter dem Hauptgebäude ist ein kleiner Spielplatz für den Nachwuchs angelegt. Ein paar Schritte weiter grasen Kühe, die Aussicht hier lässt keine Wünsch offen. Zimba (2.643 m) und Saulakopf (2.516 m) sind unmittelbare Nachbarn, bei guter Sicht sind südlich auch die Drei Türme (2.830 m) zu erkennen. Unterkunft und Speisen sind bestens.

Information: Heinrich-Hueter-Hütte

Die Heinrich-Hueter-Hütte ist eine Schutzhütte des ÖAV und liegt im Montafon auf 1.766 m. Die Hütte wurde 1909 gegründet, der Name stammt vom Vorsitzenden des Vorarlberger Alpenvereins Heinrich Hueter. Die Hütte ist mit dem Umweltgütesiegel des deutschen und österreichischem Alpenverein ausgezeichnet. Die Heinrich-Hueter-Hütte ist einerseits als Wanderziel im Rellstal erreichbar, andererseits Ausgangspunkt für alpine Klettertouren im mittleren Schwierigkeitsgrad auf die Zimba und den Saulakopf.

Die Heinrich Hueter-Hütte bietet sich an für alle, die gerne in den Bergen sind, die Landschaft genießen wollen, gerne gut essen und trinken, wandern oder klettern wollen, einen Kurs oder ein Seminar besuchen oder veranstalten oder einfach nur ein paar schöne Tage in den Bergen erleben möchten. Besonders Familien mit Kindern sind bei uns gerne willkommen, aber auch Einzelwanderer, Gruppen und Vereine besuchen uns gerne immer wieder.

Entstehungs- und Entwicklungsgeschichte

Es war um die Jahrhundertwende. Die Sektion Vorarlberg eröffnete bereits 1871 eine Hütte am Lünersee, die spätere Douglasshütte. Ihr folgten 1878 die Tilisunahütte und 1884 das Madlenerhaus. Bei der Sektionsausschusssitzung am 23. November 1906 machte daraufhin Mandatar Adolf Geiger aus Schruns den Vorschlag: „es soll auf der Alpe Filifau eine Unterkunftshütte erbaut werden, da von dieser Thalseite die Cimbaspitze einen höchst interessanten und lohnenden Aufstieg bietet. Bei der Generalversammlung am 8. Dezember 1906 wurde einstimmig der Bau einer Unterkunftshütte auf der Alpe Filifau beschlossen. 1907 wurde mit der Alpe Vilifau ein Vertrag zur Erwerbung von 500 m² Baugrund um 100 Kronen errichtet.1908 wurde mit dem Bau begonnen. Die kleine Hütte hatte die Maße 5,80 x 6,80 m, 39,50 m² Grundfläche und 160 m³ umbauter Raum.

Am 25. Juli 1909 wurde die Heinrich-Hueter-Hütte feierlich eröffnet.

Hüttenzustiege:

  • Vandans - Rellstal (Wanderbus) - Zustieg über leichten Spazierweg (ca. 45min zur Hütte)
  • Vandans - Bachweg durch das Rellstal - Rellskapelle - Hütte (ca. 3,0h)
  • Brand - "Lünerseebahn" - Lünersee entweder über Saulajoch (ca. 2,5h, nur für Geübte) oder Lünerkrinne (ca. 2- 3h, normaler Wanderweg) zur Hütte
  • Vandans oder Latschau (985 m) - Golmerbahn - Golm - entweder über Platzis - Rellstal - Hütte (ca. 2,5h) oder über Golmer Höhenweg - Kreuzjoch - Hätaberger Jöchli - Zaluanda Alpe - Rellstal - Hütte (ca. 3-4h)
  • Lindauer Hütte (1.744 m) - Öfapass - Schweizertor - Zaluanda Alpe - Rellstal - Hütte (ca. 4h)

Eine Auswahl von Klettertouren im Bereich der Hueterhütte

  • Zimba über den Westgrat - Über die Sohmplatte (III) oder das "Kaminle" (II+); ca. 3-4h von der Hütte.
  • Zimba über den Ostgrat - Neuer Zustieg zur Neyerscharte und von dort über den Grat zum Gipfel (IV)
    ca. 4 - 5 h von der Hütte.
  • Saulakopf durch den Saulakamin (III +) - ca. 4h von der Hütte
  • Saulakopf über die direkte Ostwand (IV +) - ca. 5h von der Hütte
  • Saulakopf Ostwand; Überholspur (VI) - ca. 5h von der Hütte
  • Rätikon Südwandklettereien Kirchlispitzen und  Drusenfluh - ca. 1,5 bis 2,5 Stunden bis zum Einstieg; Klettertouren im Schwierigkeitsgrad IV bis XI- (UIAA)
  • Klettersteig durch die Ostwand des Saulakopfs (C/D)

Wanderungen in der Umgebung der Hueterhütte

  • Von der H. Hueter-Hütte auf das Saulajoch und über den Saulajochsteig zur Douglashütte am Lünersee (ca. 1,5 - 2h). Von dort über die Totalphütte auf die Schesaplana, 2.964m.
  • Von der H. Hueter-Hütte auf das Saulajoch und über den Saulasteig auf den Gipfel vom Saulakopf.
  • Von der H. Hueter-Hütte auf dem Gipsköpfliweg über die Lünerkrinne zum Lünersee (ca. 2h). Von dort über das Verajöchle zum Schweizertor.
  • Von der H. Hueter-Hütte auf das Zimbajoch und Abstieg zur Sarotla-Hütte (ca. 3h). Von dort Abstieg nach Brand.
  • Von der H. Hueter-Hütte ins Rellstal und über die Alpe Platzis nach Golm (Bergstation) oder Matschwitz (Mittelstation). Mit der Golmerbahn nach Latschau (985 m) oder über den Höhenweg zur Lindauer Hütte.
  • Von der H. Hueter-Hütte durch das Rellstal nach Vandans. Entweder entlang der Straße oder auf dem Schluchtweg. Von dort besteht auch die Möglichkeit über Ganeu nach Latschau (985 m) zu kommen
  • Von der H. Hueter-Hütte ins Rellstal und durch das Zaluandatal zum Schweizertor. Von dort Weiterweg über den Öfapass zur Lindauer Hütte oder über das Verajöchle zum Lünersee. Auch der Abstieg in die Schweiz ist möglich.
  • Von der H. Hueter-Hütte ins Rellstal und entweder gleich beim Alpengasthof über Platzis nach Golm oder bis zur Zaluandaalpe und über das Hätaberger Jöchli und den Golmer Höhenweg nach Golm.
  • Von der H. Hueter-Hütte über den Gipsköpfliweg zur Alpe Lün und über die Forststraße wieder zurück zur Hütte (einfache Rundwanderung, interessanter Alpbetrieb mit Sennerei - v.a. mit Kindern schöne Tagestour)

Quelle: Wikipedia 2012

Weitere Fotos sind in meiner Galerie "Hüttentour am Lünersee"  zu sehen

5. Etappe (Tag 3): Heinrich-Hueter-Hütte (1.766 m) -  Douglashütte (1.979 m) über die Lünerkrinne

Heute wollen oder besser müssen wir den Rückweg antreten. Wir werden von der Heinrich-Hueter-Hütte (1.766 m) aus den Gipsköpfleweg in südliche Richtung einschlagen. Dieser trifft auf ca. 1.900 m auf den Lüner Weg bis hinauf zur Lünerkrinne (2.155 m). Oben angekommen geht es dann bis auf Seehöhe zurück zur Douglashütte (1.979 m). Wie man sehen kann, erwarten uns ein paar Höhenmeter in Auf- und Abstieg.

               
09:45 Uhr: Start an der Heinrich-Hueter-Hütte.   09:45 Uhr: Anfangs geht es wieder gemächlich über grüne Almen.

Nach einem reichhaltigen Frühstück, welches keine Wünsche offen ließ, machten wir uns für unseren Rückweg fertig. Wir starten auf der Heinrich-Hueter-Hütte (1.766 m) in südliche Richtung, überquren eine Alm bevor es wieder aufwärts geht. 2 1/4 Stunden sind laut Beschilderung für den normalen Wanderer angegeben. Wir haben Zeit und passen unsere Geschwindigkeit dem Kleinesten an. Auf dem Gipsköpfleweg müssen wir die erste Steigung von ca. 180 Höhenmetern bewältigen um auf eine Scharte zwischen Gipsköpfle (1.975 m und Schafgafall (2.414 m) zu gelangen. Die Sonne scheint, es gibt kaum Schatten auf dem Weg.  Oben angekommen legen wir dann eine längere Pause ein.

10:45 Uhr: Oben auf der Scharte haben wir eine schöne Aussicht auf den zurückgelegten Weg. In der Mitte thront die Zimba (2.643 m). Auf der grünen Wiese entdecken wir links in paar Meter über uns ein Gipfelkreuz. Justin und ich entschließen uns den Weg nach oben zu suchen. Nach ca. 10 Minuten stehen wir auf dem Gipsköpfle (1.975 m). Der Weg dorthin ist verwachsen und im oberen Bereich etwas brüchig. Wanderer lassen mit Sicherheit diesen kleinen Gipfel links liegen. Für meinen Sohn war es sein erstes Gipfelerlebnis, welches natürlich auf einem Foto festgehalten werden muss. Um 11:15 Uhr setzen wir unseren Weg zum Lünersee fort.

Bilder und Film - Tour Saulakopf-Klettersteig

Jetzt geht es wieder abwärts um dann in einen finalen Anstieg überzugehen. Wir müssen auf die Lünerkrinne, also hinauf auf 2.155 m. Im unteren Bereich geht der Pfad in den Lünerweg über. Ab hier ist es ein stetiger Aufstieg, welcher sich kurz vor der Lünerkrinne in steile Serpentinen nach oben zieht. In dieser staubigen, trockenen Scharte erscheint 180 Meter unter uns endlich der langersehnte, türkisfarbene Lünersee. Ca. 390 Höhenmeter wurden von der Heinrich-Hueter-Hütte (1.766 m) bis zu diesem Punkt zurück gelegt. Jetzt geht es nur noch abwärts bis hinunter zum See.

               
12:30 Uhr: Der schattenfreie Aufstiegsweg zur Lünerkrinne. (Blick Richtung Heinrich-Hueter-Hütte)   12:30 Uhr: Hinter der Lünerkrinne (2.155 m) liegt ca.180 m tiefer der Lünersee.

12:45 Uhr: Nach einer Aussichtspause auf der Lünerkrinne lockt uns nun doch ein gutes Essen auf der Douglashütte (1.979 m). Hier sind viele Wanderer unterwegs, welche wie wir das gute Wetter und die wundervolle Landschaft für eine Tour nutzen. Der restliche Weg ist ein gut angelegter Wanderpfad. Wir steigen einige Meter nordöstlich abwärts. Unten treffen wir bald wieder auf den Rundweg, welcher um den Lünersee führt. Diesen folgen wir nun zur nördlich gelegenen Staumauer mit seiner schon von weiten sichtbaren Hütte. Um 13:30 Uhr erreichen wir die völlig, von Tagesgästen überfüllte Douglashütte (1.979 m).

 Fazit:

Diese lohnenswerte Rundtour ist für Familien mit einer gewissen Grundkondition zu empfehlen. Trittsicherheit und Schwindelfreiheit sollte vor allem für den Weg über den Saulajochsteig (Schwierigkeitsgrad 1 oder A) vorhanden sein. Das Hüttenpersonal ist in allen drei Hütten sehr freundlich und zuvorkommend. Vor allem sind die Totalphütte (2.385m) und die Heinrich-Hueter-Hütte (1.766 m) hervorzuheben. Die Landschaft rund um den Lünersee ist in jeden Fall einen Besuch wert.

Weitere Fotos sind in meiner Galerie "Hüttentour am Lünersee"  zu sehen

meine weiteren Touren im Rätikon


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