Menü

     

Startseite - Infozelt - Bergtouren - Klettertouren - Forum - Movies - Gästebuch

Wo bin ich: Startseite - Bergtouren - Kleiner Angelus (ital.: L'Angelo Piccolo)

Im Gebirge der Wahrheit kletterst du nie umsonst:

Entweder du kommst schon heute weiter hinauf, oder du übst deine Kräfte, um morgen höher steigen zu können.

Zitat: Friedrich (Wilhelm) Nietzsche (1844-1900, deutscher Philosoph, Dichter und klassischer Philologe)

Kleiner Angelus 3.318 m, Südtirol - Italien / Ortler-Alpen

Tour am 10.07.2012

Allgemeines:

Die Kleine Angelusspitze (ital.: L'Angelo Piccolo) oder der Kleine Angelus ist mit 3.318 Metern ein Berg in der Ortlergruppe, einem Gebirge der südlichen Zentralalpen. Er liegt in der italienischen Provinz Südtirol. Die Spitze ist wegen ihrer guten Rundsicht nach allen Seiten und der leichten Erreichbarkeit von der Zaytalhütte (Rifugio Serristori, ehemalige Düsseldorfer Hütte) aus ein auch im Winter als Skitour oft begangener Gipfel.

Die Kleine Angelusspitze ist von zahlreichen Gletschern umgeben. Der bedeutendste ist im Süden der Laaser Ferner (Vedretta di Laas).

 

Erstbesteigung

mir nicht bekannt

 

Anstiege

Normalweg: Der Normalweg beginnt hinter der Zaytalhütte - (Rifugio Serristori - Düsseldorfer Hütte 2.721 m) nordöstlich der Markierung Nr.5 folgend über Moränengelände bis zum Abzweig zur Tschenglser Hochwand. Weiter über Moränen dem Kleinen Angelus Ferner entgegen, über diesen dann links haltend hinauf zum Sattel. Abschließend vom Sattel rechts unschwierig zum Gipfel (Schwierigkeitsgrad UIAA L).

Meine Route: Sulden am Ortler (1.960 m) - Zaytalhütte - (Rifugio Serristori - Düsseldorfer Hütte 2.721 m) - Kleiner Angelus (3.318 m)

Kleine Angelusspitze über den Normalweg (siehe oben). Eine 2 Tagestour mit Hüttenübernachtung, welche auch zu einer Tagestour gepresst werden kann.

Schwierigkeit: leichte Gletscherwanderung - auch als Einsteigertour geeignet (Schwierigkeitsgrad UIAA L).

Anmerkung: Gehzeiten ohne Pause / Angaben sind immer ca.- Werte

Gehzeiten / Höhenmeter:   Sulden am Ortler (1.960 m) - Düsseldorfer Hütte (2.721 m) 2,00 Std. / 761 HM

Gehzeiten / Höhenmeter:

  Düsseldorfer Hütte (2.721 m) - Kleiner Angelus (3.318 m)

3,00 Std. / 800 HM

Gehzeiten / Höhenmeter:   Kleiner Angelusspitze (3.318 m) - Düsseldorfer Hütte (2.721 m) 2,50 Std. / 800 HM
Gehzeiten / Höhenmeter:   Düsseldorfer Hütte (2.721 m) - Sulden am Ortler (1.960 m) 1,25 Std./ 800 HM
Schwierigkeit: leichte Gletschertour - Schwierigkeitsgrad UIAA L Kondition: mittel

Ausrüstung:

   Grundausrüstung (1) - Hütte (2) - Hochtouren (5)

Karte:

Tabacco Ortlergebiet 1:25.000 Nr.08  -  Kompass Vinschgau 1:50.000 Nr.52

Beste Jahreszeit:   Juni bis September, je nach Schneelage

 

Mein kleiner Tourenbericht:

Diese Beschreibung soll nur einen ersten Eindruck vermitteln. Sie ersetzt keinen Bergführer.

Sulden, ein herrlicher Ort. Gestern haben Oli, Elfi und ich die Julius Payer Hütte (3.029 m) besucht. Eigentlich wollten wir auf den Ortler (3.905 m), aber ich habe diese Tour dann am Aufstiegstag abgesagt. Sollte halt nicht sein. Um trotzdem ein Gipfelerlebnis zu haben, sind wir heute, am Vormittag von der Payerhütte abgestiegen. Über das Tal von Sulden erreichen wir so die Rifugio Serristori - Düsseldorfer Hütte 2.721 m und wollen von diesem Stützpunkt aus am Folgetag auf die Kleine Angelusspitze (3.318 m) steigen.

Anfahrt: ab Stuttgart A8 Richtung München - weiter A7 Fernpass / Füssentunnel/B179 - Reschenpass - Spondinig - Prad - Gomagoi - Sulden am Ortler

Ausgangspunkt: gebührenfreier Parkplatz Kanzellift in Sulden auf 1.960 m.

 

Der Anstieg:

Der Talschluss von Sulden gehört wohl zu den schönsten der gesamten Ostalpen. Aus dem grünen Tal ragen die gletscherbedeckten Berge, darunter der fast 4.000 Meter hohe Ortler.

Ohne Schwierigkeiten erreichen wir im Abstieg von der Julius Payerhütte auf 3.029 m (Beschreibung) nun Sulden am Ortler (1.960 m). Der Parkplatz an der Liftanlage Kanzelbahn ist schnell gefunden.

Hüttenaufstiege:

Es gibt diverse Aufstiege zur Düsseldorfer Hütte.

Hüttenaufstieg 1: Am Hotel Post hoch zum Hotel Marlet, oder in der Nähe des Hotel Paradies, hinauf zum Steig Nr.5, der zunächst links des Zaybaches durch das Zaytal hoch zur Düsseldorfer Hütte führt. (2,00 Std).

Hüttenaufstieg 2: Mit dem Sessellift der Kanzelbahn zur Bergstation (2.348m), dann weiter über gutem, neu angelegtem Steig, der dann mit dem Weg Nr. 5 zusammenführt (1 - 1,5 Std).

Hüttenaufstieg 3: Der längere Weg Nr. 12 führt an der Bergstation der Kanzel-Bahn vorbei und vereinigt sich dann mit dem Weg Nr. 5 aus dem Zaytal an der Steilstufe vor der Zaytalhütte (Düsseldorfer Hütte (2.721 m).

Hüttenaufstieg 4: Sulden am Ortler (1.960 m) - Kälberalm (2.300 m) - Hinteres Schöneck (3.128 m) - Rifugio Serristori - Düsseldorfer Hütte (2.721 m) (4,50 Std.)

 

Der Hüttenanstieg:

Sulden am Ortler (1.960 m) - Düsseldorfer Hütte (2.721 m)

Der kleine Parkplatz am Sessellift Kanzelbahn ist gut zu finden. Der kostenfreie Platz ist gleich an der Liftanlage gelegen. An schönen Tagen kann es hier schon etwas voll werden. In diesem Fall eignet sich auch der kostenfreie Parkplatz an der Hauptstraße gegenüber des Hotels "Zur Post".

 

Info: Sulden

Sulden am Ortler (it. Solda) ist ein Bergdorf mit etwa 400 Einwohnern im Vinschgau, dem westlichen Haupttal in Südtirol. Es gehört zur Gemeinde Stilfs, liegt auf 1.900 m Meereshöhe und wird überragt von Bergen der Ortlergruppe; hierzu gehören der Ortler, die Königspitze, die Hintere Schöntaufspitze und der Monte Zebrù.

Der Tourismus ist im Sommer wie im Winter Suldens Haupterwerbszweig. Der Ort hat mehr als 2000 Gästebetten. Die Wander- und Skigebiete sind durch 11 Bergbahnen und Skilifte erschlossen. Das Skigebiet Sulden ist Mitglied der Ortler Skiarena.

Der Bergsteiger Reinhold Messner unterhält auf den Almen von Sulden eine Herde von Yaks. Er hat im Dorf in einem restaurierten Bergbauernhof einen Buschenschank. 2004 hat er außerdem das Messner Mountain Museum Ortles eröffnet; in der Saison ist es von 14.00 - 18.00 Uhr geöffnet. (Homepage mit Öffnungszeiten)

Im März findet in Sulden ein anspruchsvolles Ski- und Snowboardrennen, der so genannte Freeride Hero Contest, statt. Start und Ziel werden dabei festgelegt, die Route ist weitgehend frei wählbar.

Das Haus der Berge, im Stil der 1970er errichtet, beherbergt das Büro der Alpinschule Ortler. Es dient auch zu Vorführungen von Filmen mit alpinem Inhalt und (natürlich theoretischen) Fortbildungen zu beispielsweise Alpiner Sicherheit. Das weiter oben erwähnte Messner Mountain Museum ist natürlich auch öffentlich zugänglich.

Sulden Gedicht

Das Tal am End der Welt,
schier himmelhoch gestellt,
das auserwählte Sulden!
Wo Tembl einst schlug Rößligulden,
trägt Zirbelnüsse,
mit harter Schal’ zum bisse.
Rüben auch sogar,
das doch nicht alle Jahr.

Magst du schöne Lande schauen,
doch über alles halte wert
deiner Heimat schöne Gaue,
deiner Väter schlichten Herd.
Und wenn alles dich betrogen,
wenn Glück und Stern dich verlässt,
wenn selbst die Treue dir gelogen,
an der Heimat aber halte fest!

Aus dem „Ersten Bericht über Sulden“ von Curat Eller 1884

Link zum Ortlergebiet

 

12:30 Uhr: Sulden am Ortler (1.960 m). Ein wunderschöner Ort, den ich schon 2010 und 2011 besucht habe. Es wird auch heute nicht der letzte Besuch gewesen sein.

 

13:00 Uhr: Vom Sessellift Langenstein fahren wir zum Parkplatz Kanzellift um von dort zur Düsseldorfer Hütte aufzusteigen.

Weitere Fotos dieser Tour sind auf meiner Galerie "Kleiner Angelus" zu sehen.

 

13:00 Uhr: Start am gebührenfreien Parkplatz Kanzellift in Sulden am Ortler (1.960 m). Einstieg Weg Nr. 5. Der Weg zur Düsseldorfer Hütte ist bestens ausgeschildert.

 

13:20 Uhr: Der einfache Weg Nr. 5 führt uns entlang des rauschenden Baches und ist auch für Familien mit Kindern leicht und gefahrlos zu begehen.

13:00 Uhr: Wir starten am Parkplatz der Kanzelbahn in Sulden. Das Bahnpersonal macht gerade Mittagspause und so entschließen Oli und ich, dass wir die 800 Höhenmeter ohne Liftunterstützung zur Zaytalhütte - Düsseldorfer Hütte) (2.721 m) aufsteigen  werden, was mir persönlich auch besser gefällt. Elfi wartet die Pausenzeit in Sulden ab und nutzt anschließend die leichtere Art des Aufstiegs. Wir treffen uns dann wieder weiter oben, auf halben Wege wieder. Von Sulden aus wandern Oli und ich über den Weg Nr. 5 durch das Zaytal in Richtung Hütte. Entlang eines rauschenden Baches führt der Weg vorbei an grünen Bergwiesen immer mit Blickkontakt zum König Ortler. Auf ca. 2.250 m trifft unser Weg auf den Wanderweg Nr. 14 und weiter auf 2.390 m auf den Weg Nr. 12. Wir verbleiben immer auf unseren Weg Nr. 5. Die wunderbare Landschaft, der Ortler und die Königsspitze im Rücken lassen mich immer wieder stillstehen. Es ist ein gemütlicher Aufstieg auf breiten Pfad, auch gut für Familien geeignet. Die Zaytalhütte - (Rifugio Serristori - Düsseldorfer Hütte 2.721 m) ist von Beginn an hervorragend ausgeschildert.

13:40 Uhr: Weg Nr. 5

Ohne besondere Anstrengung geht es immer weiter aufwärts. Der Weg ist einfach zu gehen, die Ausschilderung super. Schafe und Kühe lassen sich durch Wanderer nicht vom Weg abbringen. Das Wetter ist prächtig. Nun befinden wir uns schon leicht über der Baumgrenze. Oli ist schon außer Sichtweite.

Link zum Club Alpino Italiano

Dafür dass es heute noch heftig regnen soll sieht das Wetter bestens aus. Der Aufstieg zum Kleinen Angelus ist erst für morgen vorgesehen. Am Abzweig Weg Nr. 12 treffe ich Elfi wieder, welche mit der Kanzelbahn zur Kanzel 2.348 m hochgefahren ist. Oli ist weit vor uns. Wir wandern jetzt nahezu eben, dann leicht ansteigend und schließlich über einige Serpentinen bis hinauf zur Zaytalhütte - (Rifugio Serristori - Düsseldorfer Hütte 2.721 m). Wir sehen die Hütte schon von weitem, daher zieht sich der Weg auch ein wenig. Die Steilstufe kurz vor der Schutzhütte ist letztlich noch ein wenig kraftraubend. Nach einem gemütlichen, ruhigen Aufstieg erreichen wir um 16:00 Uhr die gastfreundliche Zaytalhütte.

Weitere Fotos dieser Tour sind auf meiner Galerie "Kleiner Angelus" zu sehen.

Info: Luftseilbahn Sulden - Seilbahnen Sulden

Die Seilbahn Sulden am Sulden am Ortler (1.960 m) im Vinschgau (Südtirol) ist die größte Luftseilbahn der Alpen. Sie führt von der Talstation bei Sulden (1.900 m) aus zur Bergstation bei der Schaubachhütte (Rifugio Milano) auf 2.600 m Höhe.

Allgemeines: Die neue Luftseilbahn, die mit vier Gondeln ausgestattet ist, startete ihren Betrieb am 21. November 2003. Die Gondeln bieten je 110 Personen Platz und sind somit die größten der Alpen, weil bis zu 440 Personen gleichzeitig befördert werden können.

Streckenverlauf: Die Bergstation dient als Antriebsstation, die Talstation hat eine Spannvorrichtung. Außerdem verfügt die Bahn über eine Mittelstation. Die Strecke mit einer Gesamtlänge von 2.881 Metern ist in zwei Abschnitte unterteilt:

  • Auf Abschnitt 1 überwinden die Gondeln auf 1.441 Metern eine Höhendifferenz von 300 Metern.
  • Abschnitt 2 hat die gleiche Länge, der Höhenunterschied beträgt hier jedoch 410 Meter.

Die Fahrtgeschwindigkeit mit zwei Motoren beträgt 9 Meter pro Sekunde. Die Kabinen haben bei 80 Sekunden Haltedauer pro Station eine stündliche Förderleistung von ca. 1300 Personen. Die Bahn fährt alle 15 Minuten und hat drei Stützen. Das Ortlergebiet wird außerdem von vier weiteren 4er-Sesselliften, drei Schleppliften und zwei 2er-Sesselliften befahren.

Weitere Aufstiegsanlagen: Es führen drei weitere Sessellifte von Sulden zum Ortler:

  • Der Kanzellift führt von der Talstation auf 1.850 m zur Bergstation auf 2.348 m.
  • Der Langensteinlift überwindet auf der Fahrt von der 1.830 Meter hoch gelegenen Talstation zur Bergstation auf 2.330 m eine Höhendifferenz von 500 Metern.
  • Der Sessellift Trafoi führt zur Bergstation, wo sich auch die Furkelhütte befindet, auf 2.153 Meter.

Quelle: Wikipedia 2011

Traumhafter Blick (2011) von der Düsseldorfer Hütte (2.721 m) auf das Dreigestirn, Königsspitze (3.851 m), Monte Zebru (3.735 m) und Ortler (3.905 m)

Info Zaytalhütte (Düsseldorfer Hütte): Die Zaytalhütte - (Rifugio Serristori - Düsseldorfer Hütte 2.721 m) in Sulden am Ortler (1.960 m) / (Südtirol – Italien) befindet sich im Zaytal auf 2.721 Meter.

Geschichte: Die Hütte wurde 1892 von der Sektion Düsseldorf des Deutschen Alpenvereins (DAV) erbaut. Nach dem Ersten Weltkrieg ging die Schutzhütte an den Italienischen Alpenverein (CAI) über und wird seither von der Sektion Mailand verwaltet. Die Schutzhütte wird bereits seit fünf Generationen von der Familie Reinstadler aus Sulden bewirtschaftet.

         Düsseldorfer Hütte

Berg- und Skitouren auf folgende Gipfel: Hinteres Schöneck (3.128 m),Tschengelser Hochwand (3.375 m), Schafbergspitze (3.306 m), Kleiner Angelus (3.318 m), Großer Angelus (3.521 m), Vertainspitze (3.545 m)

Ausstattung: Sie wurde immer wieder erweitert und renoviert und bietet über 60 Schlafplätze, elektrischen Strom und fließend kaltes und warmes Wasser. Auf Wunsch kann das Gepäck auch mit der Materialseilbahn auf die Hütte transportiert werden.

Die Düsseldorfer Hütte ist von Mitte Juni bis Anfang Oktober geöffnet. Für Skitouren hat die Schutzhütte auch im Frühjahr geöffnet, dabei sollte man sich aber immer vorher über Öffnungszeiten und Schnee- und Wetterverhältnisse informieren. Informationen gibt es auf der Webseite unter: www.duesseldorferhuette.com. Weiter ist die Hütte auch bei Facebook vertreten.

Stand: 09/2010

Weitere Fotos dieser Tour sind auf meiner Galerie "Kleiner Angelus" zu sehen.

 

Gipfeltag: Zaytalhütte - (Rifugio Serristori / Düsseldorfer Hütte- 2.721 m) - Kleiner Angelus 3.318 m

Nach einer ruhigen Hüttennacht und einem guten Frühstück ging es los. Es hat am Vorabend und in der Nacht kräftig geregnet. Noch jetzt hüllen Wolken und Nebel das Tal vollständig ein. Auch der Ortlergipfel hat sich hinter Dunst versteckt. Das Thermometer an der Hütte zeigt kühle 4 Grad an. Frisch gestärkt starten wir trotzdem zum Kleinen Angelus. Sollte sich die Wetterlage verschlechtern, werden wir wohl umkehren müssen. Von der Zaytalhütte - (Rifugio Serristori - Düsseldorfer Hütte auf 2.721 m) sind knapp 800 Höhenmeter zu überwinden.

08:00 Uhr - Gipfelstart: Nach dem Anziehen, einem sehr guten Frühstück und einer Kontrolle der Ausrüstung ging es endlich los. Unnötigen Ballast lassen wir auf der Hütte zurück. Hinter der Zaytalhütte - (Rifugio Serristori - Düsseldorfer Hütte auf 2.721 m) starten wir in nordöstlicher Richtung. Ein Wegweiser zeigt uns den Weg zum Kleinen Angelus.

 

Zuerst wandern wir gleich hinter der Hütte nordöstlich taleinwärts der Markierung Nr.5 folgend auf einem gut erkennbarem, unkomplizierten Weg. Der Nebel steigt immer höher. Wir hoffen dass dieser nicht in Regen oder Schnee übergeht. Nach einer Steilstufe wandern wir über Moränengelände an der Tschenglser Hochwand vorbei, welche sich links neben uns erhebt. Das Moränengelände führt uns durch einen regelrechten Geländeeinschnitt. Rechts und links ragen Schuttberge in die Höhe.

 

08:00 Uhr: Fast noch an der Düsseldorfer Hütte auf 2.721 Metern. Bis zum Gipfel haben wir etwas 800 Höhenmeter vor uns.

 

08:30 Uhr: Wir wandern über groben Schutt. Der Weg NR. 5 führt uns nordöstlich fast bis an den Fuß der Tschenglser Hochwand. Diese lassen wir links liegen.

Oli und Elfi sind weit vor mir. Ich nehme mir die Zeit für unsere Fotodokumentation. Es ist kühl, die Sonne kann sich nicht durch die Wolken kämpfen. Der Weg bis zum Kleinen Angelusferner führt uns über grobes Blockgestein und steiles Geröll. Langsam gewinnt man an Höhe. Auf ca. 2.886 m teilt sich der Weg Nr. 5. Links geht es zur Tschenglser Hochwand. Wir bleiben auf dem Weg Nr. 5B. Auf fast 3.000 m stoßen wir dann auf den Kleinen Angelusferner.

08:50 Uhr: Noch ein paar Minuten und wir legen am Gletscherrand eine kleine Pause ein. Diese nutzen wir um unsere Steigeisen an die Schuhe zu bekommen und uns für den Gletscheraufstieg vorzubereiten. Der Aufstiegsweg ist klar zu erkennen.

   

09:15 Uhr - Auf dem "Kleinen Angelusferner". Die Wolkendecke kommt aus dem Suldental immer höher hinauf gestiegen. Wir drei sind hier oben fast allein. Ein Bergwanderer, welcher auch auf der Düsseldorfer Hütte gestartet ist, befindet sich ca. 200 m vor uns. Ansonsten keine Menschenseele. Wir wählen zum Aufstieg die linke Seite des Gletschers. Die Sicht in Richtung Gipfel ist noch gut. Anfangs geht es gemütlich aufwärts, in der zweiten Hälfte wird der Gletscher dann steiler.

 

 

09:25 Uhr: Mit Steigeisen und Eispickel nun stramm aufwärts. Von der Talseite zieht beeindruckend eine Wolken- und Nebelwand auf uns zu. Wir befinden uns hier schon auf ca. 3.000 m und schauen auf den grünblauen Gletschersee, welcher 200 m unter uns liegt. Es ist fast Windstill.

 

Link zum Ortlergebiet

 

Weitere Fotos dieser Tour sind auf meiner Galerie "Hoher Angelus" zu sehen.

09:30 Uhr: Wir steigen links auf dem "Kleinen Angelusferner" empor. Eine technisch einfache Gletschertour. Auf ein Anseilen verzichten wir, da wir nach Informationen auf dieser Seite nicht mit Spalten rechnen brauchen. Die Schneeverhältnisse sind optimal. Es lässt sich sicher aufsteigen. Laut Literatur soll hier öfters Blankeis auftreten, was dann, wenn keine Steigeisen vorhanden sind, zu Schwierigkeiten führen kann. Der Karte nach müssen wir bis auf 3.220 m aufsteigen und erreichen oben dann einen Felsgrat.

 

09:35 Uhr: Innerhalb von 10 Minuten hat uns die Wolken- und Nebelwand eingeholt und uns komplett eingeschlossen. Wir steigen immer weiter aufwärts. Trittspuren sind kaum zu erkennen. Von den Touren auf die Tschenglser Hochwand (Croda di Cengle) 3.375 m und dem Hinteren Schöneck (3.128 m) habe ich von Gipfel aus den Aufstiegsweg gesehen. Daher ist die Orientierung nicht schwer. Einfach nach oben bis es nicht mehr weiter geht und dann rechts auf dem Felsgrat hinauf bis zum Gipfel. Wir bemühen uns, uns nicht aus den Augen zu verlieren.

Am Felsgrat angekommen halten wir und wie geplant rechts, immer im respektvollen Abstand zur senkrecht abfallenden Ostseite. Im feuchten und kalten Hochnebel erreichen wir um 09:50 Uhr den Gipfelgrat. Wir halten uns rechts und folgen den Markierungen und Steinmandl. Es geht über Fels und Steinplatten, die teilweise mit Schnee überzogen sind. Um 10:30 Uhr erreichen wir den höchsten Punkt des L'Angelo Piccolo mit seiner Gipfelstange. Die Sichtverhältnisse sind bescheiden. Einen besonderen Reiz hat es trotzdem hier oben fast ganz allein zu sein. Nach einer kurzen Rast treten wir den Rückweg zur Zaytalhütte - (Rifugio Serristori - Düsseldorfer Hütte 2.721 m) an.

Bilder und Film zur dieser Tour

Der Abstieg: Um 10:40 Uhr beginnen wir mit den Abstieg. Die Route verläuft entlang der Aufstiegsvariante. Der Abstieg zur Zaytalhütte - (Rifugio Serristori - Düsseldorfer Hütte 2.721 m) verläuft ohne Schwierigkeiten. Der Nebel hat sich anfangs noch nicht verzogen, so dass wir uns wieder an den Steinmandl orientieren müssen.

 

10:40 Uhr: Der Nebel gibt nur wenig Sichtfreiheit. Wir steigen den Aufstiegsweg wieder nach unten.

 

11:05 Uhr: Nur Minuten später haben wir die besten Sichtverhältnisse und es eröffnet sich nun doch noch ein tolles Bergpanorama auf die Ortleralpen.

Der Abstieg gestaltet sich locker. Oben auf dem breiten Felsgrat lassen wir im Nebel Vorsicht walten. Wie schon beim Aufstieg sind die Blöcke und Felsplatten nass und somit rutschig. Auf dem Gletscher macht der Abstieg bei fast klarer Sicht Spaß. Ein paar Minuten länger auf dem Gipfel und wir hätten eine Top-Aussicht gehabt. Unten am Anfang der Schuttmoräne werden Steigeisen und Eispickel verstaut und den bekannten Restweg zurück zur Düsseldorfer Hütte legen wir gemächlich zurück. Um 12:50 Uhr angekommen gibt es erst mal eine Stärkung. Die Hütte ist voll mit Tagesgästen, welche von Sulden aufgestiegen sind. Mit Glück können wir noch ein paar Plätze ergattern und uns vom freundlichen Hüttenpersonal bewirten lassen. Wir genießen zum Abschluss den phantastischen Ausblick zum Dreigestirn Königsspitze (3.851 m) - Monte Zebru (3.735 m) - Ortler (3.905 m), bevor wir um 14:00 Uhr nach Sulden aufbrechen.

Fazit: Eine wundervolle und einfache Hochtour mit spektakulären Blick zum Dreigestirn Königsspitze - Zebru - Ortler (bei klaren Sichtverhältnissen). Der Aufstieg bis zur Düsseldorfer Hütte durch das Zaytal oder über die Bergstation Kanzellift ist für Familien mit Kindern gut machbar. Die Tour zum Kleinen Angelus ist eher leicht, auf der Hütte sollte man Informationen zum Gletscherzustand einholen, denn bei Blankeis könnte es problematisch werden. In der Zaytalhütte - (Rifugio Serristori - Düsseldorfer Hütte 2.721 m) ist Freundlichkeit und Sauberkeit kein Fremdwort. Alles passt. Die telefonische Reservierung ist vorbildlich. Der Kleine Angelus ist als Einsteigertour oder zur Akklimation bestens geeignet.

Weitere Fotos dieser Tour sind auf meiner Galerie "Kleiner Angelus" zu sehen.

 

meine weiteren Touren in den Ortler-Alpen


Deutscher Alpenverein

Link zum Club Alpino Italiano

Link zum Ortlergebiet

!!! Wir haben nur die eine Welt !!!

War is no solution. Give Peace a Chance!

Blutspendesdienst in Deiner Nähe

Homepage

Nach oben