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Wo bin ich: Startseite - Bergtouren - Schesaplana

Der Alpinismus ist kein Sport, kein Wettkampf, sondern eine Philosophie, eine Lebensform.

Zitat: Cesare Maestr (ital. Kletterer und Alpinschriftsteller)

   Schesaplana 2.965m, Vorarlberg in Österreich / Rätikon - Tour am 05.06.2005  

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 Allgemeines:

Die Schesaplana ist mit einer Höhe von 2.965 m (nach Schweizer Messung 2.964,3 m) der höchste Berg im Rätikon. Sie liegt direkt an der österreichisch-schweizerischen Grenze. Am Nordhang befindet sich der Brandner Gletscher, am Ostfuß liegt der Lünersee, einer der größten Bergseen der Alpen.

Erstbesteigung:

Die Erstbesteigung erfolgte am 24. August 1610 durch Christa Barball, Claus Manall und David Pappus von Tratzberg. Die Schesaplana wurde außerdem vom Prättigauer Pfarrer Nikolin Sererhard im Sommer 1730 mit zwei Begleitern bestiegen und dabei von Seewis nach Brand überschritten.

 

Diverse Anstiege:

Der Gipfel der Schesaplana ist von mehreren Seiten zu Fuß erreichbar und zwar von Brand über die Douglashütte (Lünersee) und der Totalphütte, von der Mannheimer Hütte über den Brandner Gletscher und von der Schesaplanahütte aus. Der Anstieg über den Leibersteig und Mannheimer Hütte ist schwierig und nur erfahrenen Bergsteigern zu empfehlen. Der Südanstieg von Lünersee erfordert auch Trittsicherheit, ist aber deutlich leichter.
  

 

 Unsere Route:  Parkplatz "Lünerseebahn" - Lünersee - Totalphütte (2.385m) - Schesaplana (2.964m)

Gehzeiten mit Pausen:

  Lünersee (1.979m)  - Totalphütte (2.385m)

1,5 Stunden

Gehzeiten mit Pausen:   Totalphütte (2.385m) - Gipfel Schesaplana (2.965m) 2,00 Stunden
Gehzeiten mit Pausen:   Schesaplana (2.965m) - "Lünerseebahn" (1.979m)

2,0 Stunde

Höhenmeter:   "Lünerseebahn" (1.979m) - Schesaplana (2.965m) 986 HM
Schwierigkeit:  Schwierigkeitsgrad (L) - leichte, einfache Bergtour Kondition: mittel

Ausrüstung:

 1 - bei Übernachtung auch 2

 

Karte:

 Freytag & Berndt WK 371

 Mein kleiner Tourenbericht 

Diese Beschreibung soll nur einen ersten Eindruck vermitteln. Sie ersetzt keinen Bergführer.

 Der Anstieg:  Parkplatz "Lünerseebahn"  - Lünersee - Totalphütte (2.385m)

Heute soll es mein erster Gipfel werden. 2009, erst 3 Jahre später schreibe ich hier endlich meinen Tourenbericht.

Eddy und ich sind frühzeitig mit dem Auto bei Stuttgart aufgebrochen um morgens hier auf dem Parkplatz an der Seilbahnstation "Lünerseebahn", direkt unter dem Stausee des Lünersees in Österreich gemütlich und in Ruhe unsere Tour zu starten. So haben wir vielleicht die Möglichkeit das Rätikon in der Morgensonne zu erleben. Zunächst soll es mit der Seilbahn hoch zur Douglashütte gehen. Das wäre dann auch meine erste Fahrt mit einer Seilbahn. Auch die anderen Besucher nutzen diese leichte und günstige Möglichkeit, zumal der "Böse Tritt", ein Normalaufstieg hinauf zum Lünersee, teilweise verschneit und damit auch nicht so sicher ist. So starten wir nun um 07:40 Uhr unten am Fahrkartenschalter der  "Lünerseebahn" unsere Tour.

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07:20 Uhr

Nach einer Autobahnfahrt geht es anschließend durch die Ortschaft Brand im Brandnertal und weiter über Serpentinen in südliche Richtung durch das Seetal bis hin zum Talschluss am Parkplatz der "Lünerseebahn", wo dann auch die Straße im Talschluss endet.

Voralberg - Homepage

 

07:30 Uhr:

Nun haben wir die Talstation "Lünerseebahn" erreicht. Der kostenlose Parkplatz (2005) ist noch ziemlich leer. Wir finden ohne Mühe einen Stellplatz. In Ruhe aller ziehen wir uns für unsere Tour um und überprüfen unser Material. Es ist ziemlich kühl und an einigen schattigen Stellen am Berg sehen wir Schnee. Nebel ist in den Hängen. Wie wird es erst weiter oben aussehen? 

  

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Endlich haben wir unsere Rucksäcke gepackt und die Bergschuhe angezogen. Mit der ersten Seilbahn fahren wir nun nach oben zum Lünersee. Der gute Mann am Fahrkartenschalter meinte, dass die Schesaplana wegen der aktuellen Schneeverhältnisse nicht zu machen sei. Nun bin ich etwas enttäuscht, sollte es doch heute mein erster Gipfel werden. Für mich ist aber diese Bergkulisse mit dem See schon ein unvergessenes Erlebnis. Seit damals zieht es mich immer wieder einmal im Jahr hierher in`s Rätikon zurück.

Weitere Fotos in meiner "Galerie Schesaplana" zu sehen. 

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Nach einer schnellen und angenehmen Fahrt sind wir oben am Lünersee angekommen. Mit Hilfe der "Lünerseebahn" lässt sich der Aufstieg um etwa eine Stunde verkürzen. Aufgrund der Schneelage nutzen wir heute diese Möglichkeit. Wer die 400 Höhenmeter zum Lünersee zu Fuß hinter sich bringen möchte, muss den "Bösen Tritt", einen teilweise versicherten Steig, bewältigen. Diesen Weg bin ich bei späteren Touren immer gegangen.(Saulakopf 2516mZimba 2643m) 

Lünersee 1.970m: Eine atemberaubende Bergkulisse, auch für Familien leicht erreichbar mit der "Lünerseebahn" . Um den Lünersee schlängelt sich ein wunderschöner Runderwanderweg und mit Ausgangspunkten für zahlreiche mittlere und schwere Wanderungen am Fuße der Schesaplana. 

 

 Information - Lünersee 

Der Lünersee ist einer der größten Seen Vorarlbergs.

Er liegt auf einer Seehöhe von 1.970 Meter am Fuße der Schesaplana. 1959 vergrößerte die Vorarlberger Illwerke AG das Speichervolumen des Sees mit einer Staumauer und nützt seither das Wasser zur Stromerzeugung im Lünerseewerk. Durch einen künstlich angelegten Stollen wird der See auch durch das Schmelzwasser des Brandner Gletschers gespeist. Das Gebiet um den See bildet den Talabschluss des Brandnertals, der nur über schmale Steige oder die "Lünerseebahn" vom Gebiet Schattenlagant aus erreichbar ist. Direkt bei der Bergstation an der Staumauer liegt die Douglashütte, die unter anderem als Jausen- und Übernachtungsmöglichkeit für Wanderer dient.

Von der Bergstation der Lünerseebahn, an die sich die Douglashütte des Österreichischen Alpenvereins anschließt, folgen wir dem Weg am Westufer des Sees (Lünersee Uferweg). Nach 15 Minuten verlassen wir den Uferweg, und steigen über einen steinigen, aber einfachen Pfad (Nr. 102) der Totalphütte auf 2.385m entgegen.

Nach ca. 1 1/4 Stunden ist im Normalfall die Totalphütte erreicht. In dem Nebelgestöber brauchten wir etwas länger. Bei Ankunft an der Hütte machen wir eine gute Pause mit einem Frühstück und einer netten Unterhaltung mit dem Hüttenwirt.                                              

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Informationen zur Totalphütte:

Die Totalphütte auf 2.385m ist entstanden aus einer Baubaracke der Vorarlberger Illwerke anlässlich der Stollenerrichtung für die Wasserzufuhr vom Brandner Ferner zum Lünersee. Der ÖAV übernahm sie im Jahre 1960 als kleine, dem ursprünglichen Zweck gewidmete Hütte und baute diese in zwei Etappen zum heutigen bekannten Treffpunkt am Fuße der Schesaplana aus.

Bettenkapazität: (Stand 2009) 85 Matratzenlager in relativ kleinen Zimmern mit Sicht zum Lünersee und Rundum-Blick in den Verwall, die Ötztaler Alpen, Silvretta, Flüela und Bernina.

 GIPFEL

  • Seekopf 2.698 m
  • Zirmenkopf 2.806 m
  • Felsenkopf 2.910 m
  • Schesaplana 2.965 m
  • Panüler Schrofen 2.859 m
  • Totalpköpfe 2.556 m
  • Kanzelköpfe 2.437 m
  • Kirchlispitzen 2.551 m
  • Drusenfluh 2.827 m
                        ÖAV       
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Nach unserer Pause in der Totalphütte gingen wir im Nebel endlich weiter Richtung Gipfel. Dieser verbirgt sich hinter der Bergkette zu unserer rechten Seite. Links haltend umrunden wir nun, nur mäßig an Höhe gewinnend im wadenhohen Schnee einen Kessel. Leider ist die Aussicht gleich Null. Eine totale Ruhe umgibt uns. Hier spüre ich das erste Mal eine grandiose Einsamkeit. Bis jetzt haben wir nur eine weitere Person hier oben gesehen.

 

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Nach der Umrundung zeigt sich nun der restliche Anstiegsweg. Immer steiler werdend erreichen wir ein Kar, an dessen Ende wir über eine Steilstufe den Gipfelaufbau erreichen. Alles ist im vollen Schnee. Nun biegen wir nach rechts ab und streben dem Kreuz entgegen (auf Wechten achten!). Die Wechten sind schon von weiten zu sehen. Eddy geht voran. (Bild rechts)

 

So konnten wir, langsam zwar und mühsam durch den Schnee in Richtung Gipfel gehen. Wie auf dem Bild rechts zu sehen, wurden wir von einem Bergwanderer in kurzen Hosen überholt. Nach einigen Minuten standen auch wir auf dem Gipfel, hatten aber fast keine Aussicht. Die Gipfelrast fiel trotzdem nicht zu kurz aus, war es doch mein erstes Gipfelerlebnis welches ich auch ausgiebig genießen wollte. 

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Weitere Fotos in meiner "Galerie Schesaplana" zu sehen. 

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Der Gipfel der Schesaplana, diese höchste Erhebung des Rätikons machte seinem Namen als klassischer Aussichtsberg alle Ehre. Bei (normaler - nicht heute) bester Fernsicht reichte der Rundblick vom Bodensee im Norden bis zur Bernina im Süden, wo der Biancograt wie eine weiße Himmelsleiter in den Wolken verschwand, ebenso eine großartige Rundumsicht auf Montafon, Silvretta, Schweizer Berge und Tiefblick auf Mannheimer Hütte mit Brandner Gletscher. Ich werde diese Tour mit Sicherheit bei besserer Sicht wiederholen.

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Der Abstieg:

Der Abstieg erfolgt wie der Aufstieg. (oben linkes Bild) Wir treffen an der Totalphütte ein. Wieder eine Rast, jetzt aber mit verdienten Gipfelschnaps. Weiter geht es der letzten Seilbahn am Lünersee entgegen. Wir verpassen die "Lünerseebahn" bei der Douglashütte um 10 Minuten und müssen so über den "Bösen-Tritt-Steig" absteigen. Dieser ist noch vereist und leicht eingeschneit. Vorsichtig passieren wir auch diese letzte Hürde des Tages und kommen wohlbehalten unten an der Talstation an.

 Das Fazit:

Insgesamt eine landschaftlich großartige Gipfeltour. Schöne Wanderung auf einen "Modeberg", von dessen Gipfel man eine herrliche Aussicht hat, Trittsicherheit aber zwingend notwendig.

Weitere Fotos in meiner "Galerie Schesaplana" zu sehen. 

 meine weiteren Touren im Rätikon


  

 

        ÖAV                

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