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 Wo bin ich: Startseite - Bergtouren - Strahlhorn

Das vielfältige Schauspiel der Berge, die Erinnerungen, aber besonders das Gefühl, dem Alltag entflohen zu sein, das Gefühl der Freiheit und der Lebensfreude, waren der Grund meiner Liebe zu den Bergen.

Zitat: Walter Bonatti  (ital. Alpinist, Bildreporter und Autor)

    Strahlhorn 4.190m, Schweiz / Walliser Alpen - Tour am 29.07.2007      

            Das Strahlhorn am Morgen               

Allgemeines:

Das Strahlhorn ist ein Berg in der Nähe von Saas Fee, nur wenige Kilometer von der Staatsgrenze zu Italien entfernt. Seine Gipfelhöhe beträgt 4.190 m ü. M. Das Strahlhorn befindet sich auf halbem Weg zwischen der Mischabelgruppe und dem Monte Rosa. Der Aufstieg geht über den Ausgangspunkt Britannia-Hütte (3.030 m), erreichbar von Saas Fee (1.803 m).

Das Strahlhorn ist ein Teil der Mischabelgruppe und bildet den östlichen Eckpfeiler des gewaltigen Kammverlaufs zwischen Saas Fee und Zermatt. Wer es von Norden sieht, muss wohl annehmen, der Name dieses Berges beziehe sich auf die strahlende Erscheinung seiner Gletscher und der feinen Linie des Nordgrats vom Gipfel hinab in den Allalingletscher.

Der Name des Strahlhorns könnte vom Glitzern des Schnees beim Sonnenuntergang herrühren. Tatsächlich leitet er sich von Strahlstein ab. Strahlen nennen die Schweizer das Suchen und Bergen von Mineralien und Kristallen. Der Adlerpass soll schon im 16.Jahrhundert benützt worden sein.

Erstbesteigung:

Die Erstbesteigung wurde am 15. August 1854 durch Christopher Smyth, Ulrich Lauener, Edmund J. Grenville und Franz-Josef Andenmatten unternommen.

Unsere Route: Sass Fee (1.772m) - Mètro Alpin / Felskinn (2.991m) - Britanniahütte (4.030m) - Strahlhorn (4.190m)

Übernachten werden wir vor dieser Tour in der Britannia-Hütte auf 3.030 m. Hier ist eine Vorbuchung der Lager wirklich erforderlich, da diese Hütte sehr belaufen ist.

Der Talort Saas Fee (1.772 m, Wallis) an der Feevispa, liegt rund 200 Meter oberhalb des Saaser Tales (Saaser Vispa). Leicht erreichbar per Auto oder Bus. Autofreie Gemeinde. (Parken nur im Parkhaus gegen Gebühr)

Gehzeiten mit Pausen:   Mètro Alpin (Felskinn 2.991m) - Britanniahütte (3.030m)
1,00 Stunden
Gehzeiten mit Pausen:    Britanniahütte (3.030m) - Gipfel Strahlhorn (4.190m) 5,50 Stunden
Gehzeiten mit Pausen:
  Gipfel Strahlhorn (4.190m) - Britanniahütte (3.030m)
3,75 Stunden
Höhenmeter:  Mètro Alpin (Felskinn 2.991m) - Britanniahütte (3.030m)  39 HM
Höhenmeter:  Britanniahütte (3.030m) - Gipfel Strahlhorn (4.190m) 1.160 HM
Schwierigkeit:  mittelschwere Bergtour / Schwierigkeitsgrad (WS) Kondition: mittel

Ausrüstung:

 1, 5 bei Hüttenübernachtung 2

 

Karte:

Landeskarte der Schweiz, 1:25.000, Blätter 1348 Zermatt und 1328 Randa; LKS 1:50.000, Blatt 5006, Matterhorn – Mischabel; SAC – Clubführer. 

Beste Jahreszeit:
 Juli bis Ende September

Info Mètro Alpin:

Die Mètro Alpin ist sowohl für Insider als auch für Newcomer ein Begriff. Die Mètro Alpin ist die höchstgelegene Standseilbahn der Welt. Nach jahrelangen Überlegungen, wie man die einmalige Gletscherwelt oberhalb 3.000 m ü.M. für den Schneesport erschließen könnte, entstanden diverse, versponnene Ideen. Aus Gründen der Sicherheit, Schnelligkeit und Umweltfreundlichkeit entschied man sich für die Mètro Alpin.
Als Weltpremiere wurde diese Hochgebirgs-U-Bahn durch einen Schrägstollen auf der Höhenlage von 3.000 bis 3.500 m ü.M. angelegt. Mit einer modernen Tunnelbohrmaschine wurde der Durchstich nach 18 Monaten Bauzeit erreicht. Dieses einzigartige Bauwerk hatte einen stolzen Preis von ca. 35,5 Mio. Franken.

Weitere Fotos in meiner Fotogalerie "Strahlhorn"

Britanniahütte:                                                         

1912
Die erste Hütte war ein Holzbau und wies insgesamt 34 Schlafplätze auf. Die Vereinigung britischer Mitglieder des SAC hat die Baukosten von CHF 20'000.- finanziert.

1951
22 Jahre nach der Erweiterung von 1929 wird entschieden, die Hütte in die Höhe und nach Norden hin auszubauen.
Das Bauvolumen wurde vergrößert ohne den Aspekt der alten Hütte zu beeinträchtigen.

1997
Am 25. April 1996 erteilte der Kanton Wallis die Baubewilligung für die Rennovation der Britannia-Hütte. Sie verfügt über 134 Schlafplätze, drei Essräume, sowie über Sanitär- und technische Anlagen, mit einem Wassertank von 16'000 l.

Britanniahütte

Infrastruktur:

Die Britannia-Hütte ist dank der Totalrennovation im Jahr 1997 eine der modernsten Berghütten im Alpenraum. Die Abfälle werden getrennt (Papier, Glas, PET, Alu) und zusammen mit dem Abwasser per Hubschrauber ins Tal geflogen und entsorgt. Alle Betten verfügen über Duvet, Kissen und Decke. Das Dach liefert Schmelz- und Regenwasser - im Winter wird zusätzlich Trinkwasser vom Gemeindenetz bei der Felskinnbahn bezogen. Solarenergie wird für Beleuchtung und Telefon verwendet. Der Winterraum verfügt über einen Holzofen. 

Sonnenaufgang auf den Gletscher

Foto: Hohlaubgletscher mit Blick zurück Richtung Sonnenaufgang

Allgemeine Tourenbeschreibung:

Diese Beschreibung soll nur einen ersten Eindruck vermitteln. Sie ersetzt keinen Bergführer.

Auch dem Strahlhorn geht eine Hüttenübernachtung voraus. Startort ist die o.g. Britannia-Hütte, welche wir am Vortag angesteuert haben. Östlich der Hütte erhebt sich der sanft ansteigende, pyramidenförmige Hüttengipfel Klein Allalin, erreichbar über einfaches Blockwerk (0:20 hin und zurück). Diesen Aussichtsberg haben wir dann vor dem Hüttenabend noch schnell bestiegen, was keine große Sache dar stellt.

Einige von uns haben die Nacht mit Kopfweh verbracht. Man spürt schon hier die Höhe von über 3.000m. Wir sind um 02:00 Uhr aufgestanden, waren aber nicht die ersten. Eine Seilschaft startete noch vor uns.

Früh morgens, nach einem schnellen Frühstück geht es erst über den langen Allalingletscher zum Adlerpass 3.789m. Von der Britanniahütte führt erst ein Steig in südwestlicher Richtung abwärts, bis wir bei etwa 2.950 Meter den Hohlaubgletscher betreten. Unsere Stirnlampen weisen uns den Weg. Am Gletscherrand ziehen wir unsere Steigeisen über. Gurte haben wir noch im Licht der Hütte angelegt. Nun gehen wir zunächst in westlicher Richtung hinauf, an einigen Spalten vorbei, bis wir uns oberhalb von  3.025 Meter uns mehr südlich wenden und so auf eine ebene Geröllschulter gelangt. Wir überschreiten diese Schulter und steigen auf der anderen Seite über Geröll und Firn zum Allalingletscher hinab. Da wir von Geltscher zu Gletscher gehen werden, behalten wir unsere Steigeisen gleich an und kraxeln so über diese Felsschulter. Auf dem Allalingletscher angekommen gehen wir dann immer weiter unter dem Hohlaubgrat entlang (Nordseite des Gletschers) hinauf, bis wir oberhalb von 3.200 Meter ein Plateau erreichen, in welches von rechts (von Nordwesten) der Gletscher vom Allalinpaß her einmündet. Von hier nun in südsüdwestlicher Richtung weiter, aber immer mit gutem Abstand zu den Spalten am Fuß des Rimpfischhorn bis auf ca. 3.400 Meter und schließlich mittig auf dem Gletscher nach Südwesten zum Adlerpaß (3.789m).Ich selbst muss immer wieder aufpassen, nicht mit meinen Steigeisen an den Hosen hängen zu bleiben. Langsam gewöhne ich mich an das Gehen mit diesen Hilfen.

Vom Adlerpass benötigt man noch 1 Std. bis zum Gipfel des Strahlhorns 4.190m. Die Luft wir merklich dünner, ich muss schneller atmen. Der Anstieg zum Gipfel folgt nun zunächst dem Nordwest–Grat  vorbei, bis man oberhalb etwa 4.020 Meter flacheres Gelände erreicht. Ab hier hält man direkt auf den Gipfel(grat) zu, den man über einen kurzen, steilen Nordwest–Hang und zuletzt in leichter Blockkletterei erreicht.

Hier noch ein paar Hütten um Saas-Fee.

Weitere Fotos in meiner Fotogalerie "Strahlhorn"

Gipfelglück

Geschafft, Schwaldi & Oli sind gut drauf.

 

 Geschafft

Auch ich bin oben.... 4.190m     

 

Meine Brille hat es auch entschärft, ob die den Abstieg übersteht???

Im Hintergrund das Matterhorn. 

 

 

Weitere Fotos in meiner Galerie "Strahlhorn"

Der Gipfel:

Endlich sind wir auf dem Strahlhorn mit seinen 4.190m angekommen. Mein 2ter 4000er. Wir haben eine super Aussicht. Das Wetter erlaubt eine gute Sicht. Oli, Schwaldi und ich gratulieren uns zu unserer erfolgreichen Tour. Der Aufstieg ist aber immer nur der halbe Weg. Wir halten uns hier nicht lange auf. Der Wind bringt die gefühlte Temperatur nach unten. Es ist kalt und wir machen uns nach kurzer Zeit mit einem Lächeln auf den Rückweg.

Abstieg:

Abstieg entlang der Aufstiegsroute.

Fazit:

Das Strahlhorn ist eine technische einfache Bergtour, setzt aber eine gute Kondition und gute körperliche Verfassung voraus. Technisch stellt die Besteigung des Strahlhorn über die beschriebene Route keine besonderen Anforderungen dar Schwierigkeitsgrad (WS). Die Tour erfordert jedoch gute Kondition und stabiles Wetter, da bei schlechter Sicht die Orientierung sehr schwierig werden kann. Gewarnt sei zudem ausdrücklich vor einer Vielzahl teils gut „versteckter“ Gletscherspalten. Immer Anseilen!

meine weiteren Touren in den Walliser Alpen

 

                   

    

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