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Wo bin ich: Startseite - Bergtouren - Südliche Riffelspitze

Ich habe gelernt, jeden Tag wie ein Geschenk zu genießen. Was dann unabwendbar geschieht, kann ich nur mit Ruhe und Vertrauen abwarten.

Zitat: Heinrich Harrer (österreichischer Bergsteiger, Forschungsreisender, Geograph und Autor)

  Südliche Riffelspitze 2.263 m, Deutschland / Wettersteingebirge - Tour am 29.09.2011

 Allgemeines:

Die Riffelspitzen sind zwei benachbarte Gipfel im Wettersteingebirge, Bayern. Die Südliche Riffelspitze ist 2.263 m hoch, die Nördliche Riffelspitze erreicht 2.242 m.

Die Riffelspitzen erheben sich im Waxensteinkamm im nördlichen Wettersteingebirge. Im Norden liegt der Eibsee, im Süden verläuft das Höllental. Nachbarberg im Südwesten ist, getrennt durch die 2.163 m hohe Riffelscharte, der Riffeltorkopf (2.230 m), nach Nordosten verläuft der Kamm weiter zur 2.264 m hohen Schönangerspitze. Während im Süden schrofendurchsetzte Grashänge fast bis an den Gipfelgrat reichen, fallen die Wände nach Norden steil ab. Die südwestlich gelegene Riffelscharte bildet einen Übergang zwischen der Nord- und Südseite des Waxensteinkammes, sie ist über markierte Wanderwege vom Eibsee (teilweise als Klettersteig versichert) oder von Ehrwald, aber auch aus dem Höllental erreichbar. Dort liegt mit der Höllentalangerhütte (1.381 m) der wichtigste Stützpunkt für eine Besteigung der Berge.

Quelle: Wikipedia 2012

 Erstbesteigung

nicht bekannt

 

Anstiege

Leichtester Anstieg: Die Südliche Riffelspitze ist von der Riffelscharte in etwa 20 Minuten über einen Steig der Schwierigkeit I (UIAA) erreichbar.

Weitere Anstiege: Durch die Nordwestwand führt eine Kletterroute der Schwierigkeit V-. Der Normalweg auf die Nördliche Riffelspitze führt von der Südlichen Riffelspitze in 20 Minuten mit Schwierigkeit I (UIAA) zum Gipfel. Darüber hinaus kann der Berg über den Südostgrat (I) und den Nordostgrat (II) bestiegen werden. Die von Willo Welzenbach und E. Müller erstbegangene Route durch die Nordwestwand weist den Schwierigkeitsgrad V auf.

 

 Schwierigkeit

Bergtour der Schwierigkeitsstufe I

 

 Unsere Route: Bahnhof Zugspitzbahn Station Kreuzeck/Alpspitzbahn (758m) - Zugspitzbahn Station Riffelriß (1.640 m) - Riffelscharte (1.962m) - Südliche Riffelspitze (2.263 m) - Höllentalangerhütte (1.387 m) - Bahnhof Zugspitzbahn Station Kreuzeck/Alpspitzbahn (758m)

Anmerkung: meine Gehzeiten ohne Pause / Angaben sind immer ca.- Wert

 Gehzeiten / Höhenmeter:   Zugspitzbahn Station Riffelriß (1.640 m) - Riffelscharte (1.962 m) 2,00 Std. / 322 HM

 Gehzeiten / Höhenmeter:

  Riffelscharte (1.962m) - Südliche Riffelspitze (2.263 m)

0,5 Std. / 301 HM

 Gehzeiten / Höhenmeter:   Südliche Riffelspitze (2.263 m) - Höllentalangerhütte (1.387 m) 1,75 Std. / 876 HM
 Gehzeiten / Höhenmeter:    Höllentalangerhütte (1.387 m) - Station Kreuzeck/Alpspitzbahn (758m)
2,00 Std. / 629 HM
 Schwierigkeit:

 Klettersteig (Schwierigkeit A) und Kletterstellen (Schwierigkeitsstufe I)

Kondition: mittel

 Ausrüstung:

 Grundausrüstung (1) / Klettersteige (3) bei Übernachtung Hütte (2)

 Karte:

 Alpenvereinskarte 4/2 Wetterstein- und Mieminger Gebirge Mitte, 1:25.000

 Beste Jahreszeit:

 Juni bis Oktober, nicht bei Schnee oder Nässe


 Mein kleiner Tourenbericht:

Diese Beschreibung soll nur einen ersten Eindruck vermitteln. Sie ersetzt keinen Bergführer.

Es sollte meine letzte Tour 2011 werden. Der frühe Wintereinbruch mit Schneefällen vereitelte alle weiteren Pläne. Die meisten Gipfel des Waxensteinkamms sind für Bergwanderer schlecht zugänglich, T6-Gelände und Kletterei machen echte Probleme. Die "Riffelvielfalt" im Wetterstein ist schon verwirrend: Es gibt Riffelspitzen, Riffelwandspitzen, Riffelköpfe und einen Riffeltorkopf. Das alles auf engsten Raum. Die Riffelspitze ist ein relativ einfaches Unternehmen. Diesen Gipfel kann man gut mit anderen Besteigungen wie Alpspitze 2.628m, Großer Waxenstein 2.277m oder Zugspitze 2.962m kombinieren. Ganz einfach ist sie aber auch nicht. Beim Aufstieg zur Riffelscharte muss man zumindest schwindelfrei sein. Versicherungen sind teilweise vorhanden. Beim Gipfelanstieg muss der 1. Schwierigkeitsgrad überwunden werden.

 
  

Start: Station Kreuzeck/Alpspitzbahn um 10:45 Uhr

 

Station Riffelriß (1.640 m) um 11:20 Uhr

Eigentlich sollte diese Tour etwas anders verlaufen. Nach der Südlichen Riffelspitze und einer Übernachtung auf der Höllentalangerhütte, wollte ich zum Jahresabschluss über den Normalweg vom Höllental aus auf den Hochblassen (2.706 m) aufsteigen. Die auf meiner Tour zur Riffelspitze sichtbaren Schneefelder rieten mir davon ab. Zu groß ist das Risiko, wegen fehlender Ausrüstung kurz vor dem Gipfel umkehren zu müssen oder sich in gefährliche Situationen zu begeben. Vom Hochblassen sollte es weiter zur Alpspitze 2.628m gehen und anschließend zurück, runter zum Parkplatz Station Kreuzeck/Alpspitzbahn um diese Tour beenden. Leider wurde daraus nichts. Wer nur die Riffelspitze besteigen möchte, mit Abstieg durch das schöne Höllental, dem empfiehlt sich als Ausgangspunkt natürlich im Grainauer Ortsteil Hammersbach (758m) der Parkplatz kurz vor der Station Hammersbach der Zugspitzbahn.

Nun starte ich aber meine Tour an der Station Kreuzeck/Alpspitzbahn, um mit der Zugspitzbahn bis zur Station Riffelriß zu fahren. Der Zug kommt pünktlich und ist schon gut mit Touristen besetzt, welche hinauf zur Zugspitze 2.962m, Deutschlands höchsten Berg, fahren. Da sehr wenige am Riffelriß aussteigen, ist es ratsam dem Zugführer vorher Bescheid zu sagen. So verpasst man den Ausstieg nicht.

Weitere Fotos dieser Tour sind in meiner Fotogalerie "Südliche Riffelspitze" zu sehen. 

 

11:30 Uhr - Station Riffelriss:

Ich fahre mit der Zahnradbahn von Hammesbach bis zum Haltepunkt Riffelsriß hinauf auf 1.640 m. Die Bahn hat bis hier ca. 880 Höhenmeter überwunden. Hier überquere ich die Gleise und auf einem gut sichtbaren Wanderweg geht es gleich aufwärts. Anfangs durch einen kleinen Wald mit niedrigen Bäumen, komme ich nicht viel später an einer Schuttreiße an.

                                  

Nun quere ich nach Nordosten zu einer großen Schuttreiße. Hier halte ich mich auf den Trittspuren nach Osten und steige steil entlang den rechten Felswänden die Schuttreiße hinauf. Dieser Abschnitt ist beschwerlich zu gehen. Das Geröll ist rutschig, oft geht es immer einen halben Schritt zurück. Während des Aufstiegs nach der Waldgrenze bietet sich mir jetzt schon ein schöner Blick auf Eibsee und Ammergauer Alpen.

 
  

Ein Abweichen vom Weg ist eher unwahrscheinlich. Nach den Spuren zu urteilen wird dieser Pfad oft benutzt. Der Weg führt dicht der Felswand entlang, zu dicht nach meinem Geschmack. Ein Stein kann sich oben jederzeit lösen und nach unten stürzen, was ja auch die zahlreichen Brocken am Wegesrand bezeugen können. Nach dem steilen Aufstieg, welcher einige Kraft im Geröll kostet, erreiche ich den Einstieg des kleinen, einfachen Klettersteigs. Hier lege ich ein Pause ein und lege mein Klettersteigset an. Dieses benötigt ein halbwegs erfahrener Bergwanderer aber nicht. Die Drahtseilsicherungen gehen hier über eine längere Strecke. Stahlstifte helfen über einige steilere Abschnitte hinweg. Die Bezeichnung Klettersteig ist hier durchaus angebracht. Dementsprechende Ausrüstung ist für Anfänger empfehlenswert. Der Steig ist gut versichert und führt mich durch die Felsen um den Hohen Riffel herum bis zur Riffelscharte wo sich mir ein beeindruckendes Panorama bietet.

Bilder und Film - Tour zur Südlichen Riffelspitze 2.263 m

 

Um 13:30 Uhr erreiche ich die Riffelscharte (1.962m). Eine wunderschöne Bergkulisse lädt mich zum Verweilen ein. Hier werde ich eine kurze Brotzeit machen. Oben auf dem Hochblassen (2.706 m), der anderen Seite des Höllentals, sind Schneefelder zu sehen. So entschließe ich mich, es bei der Riffelspitze zu belassen und diesen Berg weiter gemütlich zu besteigen.

Link zum Eibsee

 

14:30 Uhr: Jetzt geht es dem Gipfel der südlichen Riffelspitze entgegen. 300 Höhenmeter trennen mich noch vom höchsten Punkt. Der Anstieg von der Riffelscharte zum Gipfel der Südlichen Riffelspitze erfordert am Ende absolute Trittsicherheit und einfache Kletterei im ersten Schwierigkeitsgrad. Ein Minimum an Spürsinn ist nötig. Bei Schnee oder Eis kann ich mir diese Tour heikel vorstellen.


 

14:30 Uhr: Ich schlage von der Riffelscharte den gut sichtbaren Weg zur Riffelspitze ein. Der Gipfel ist von Anfang an im Sichtbereich. Auf der Scharte gabelt sich der Weg. Rechts geht es hinunter in das Höllental und damit zur Höllentalangerhütte, links hinauf zum Gipfel. 

Beim Aufstieg bietet sich mir ein toller Tiefblick in das Höllental.
Deutlich sichtbar wird von hier aus die erstaunliche Steilheit der Südflanken des Waxensteinkamms erkennbar.

Die letzten 50 Höhenmeter steige ich im Gelände der Schwierigkeitsstufe I über die Felsen zum Gipfel, welchen ich dann um 14:45 Uhr erreiche, hinauf.

Zugspitzland: Lage-Wetter-Sport

Weitere Fotos dieser Tour sind in meiner Fotogalerie "Südliche Riffelspitze" zu sehen.

 

 Info Höllental: Das Höllental ist ein Tal im Zugspitz-Massiv des Wettersteingebirges, zwischen Blassenkamm und Waxensteinkamm, durch das eine bekannte Aufstiegsroute von Hammersbach zur Zugspitze verläuft. Markant ist der gewaltige Einschnitt der Höllentalklamm, die sich zwischen hohen Felswänden hindurch zwängt. Die Höllentalangerhütte (1.387 m) ist Übernachtungsdomizil für die Bergsteiger, die am Folgetag durch das Höllental und über den Höllentalferner auf Deutschlands höchsten Gipfel steigen wollen.

Vor der touristischen Erschließung Anfang des 20. Jahrhunderts war das Höllental vor allem wegen seiner Eisenerz- und Molybdän-Vorkommen von Bedeutung. Von den damaligen Bergwerks-Anlagen sind heute jedoch nur noch Ruinen sichtbar.

Die touristische Erschließung der Klamm begann bereits 1902 unter der Leitung des Ingenieurs Adolf Zoeppritz und einiger einheimischer Bergführer. Am 15. August 1905 wurde die Fertigstellung der kompletten Erschließung gefeiert und die Höllentalklamm festlich eingeweiht.

Quelle: Wikipedia 2012

 Der Gipfel:

 
  

14:50 Uhr: Das Zugspitzmassiv (2.962 m)

 

14:50 Uhr: Tief unten der Eibsee


14:45 Uhr: Auf dem Gipfel angekommen, genieße ich einen klare Aussicht bei besten Wetter. Einen bessere Vogelperspektivblick auf den Eibsee als von diesem Gipfel gibt es wohl nirgends. Von hier oben erscheint der 3 Kilometer lange See recht klein. Ein wunderbarer Rundblick erfreut das Auge. Gipfel der Umgebung wie Großer Waxenstein 2.277m, Alpspitze 2.628m, Zugspitze 2.962m oder auch der komplette Jubiläumsgrat sind hier bestens zu sehen. Den höchsten Punkt der Südlichen Riffelspitze ziert kein Gipfelkreuz, dafür ist ein nettes Steinmändl aufgetürmt. Nach einer kurzen Gipfelpause trete ich den Rückweg, welcher mich über die Höllentalangerhütte führt, an.


 Info Eibsee:

In fast 1000 m Höhe, lieblich in die Felsenlandschaft eingebettet, liegt der tiefblau glänzende Eibsee, ein Juwel des Werdenfelser Landes.
Er ist 3,15 km lang, 0,56 km breit, bis zu 35 m tief (je nach Wasserstand) und besitzt entlang seiner Nordseite sieben Inseln. Der Eibsee ist durch einen riesigen Bergsturz entstanden. Nicht zu Unrecht gilt der 
Eibsee als einer der schönsten und saubersten Seen in Oberbayern.
Genieße bei einem Seerundgang (Rundweg 7,2 km - Dauer ca. 2 Stunden) die herrlichen Ausblicke auf den See und beeindruckenden Flanken des Waxensteinkammes bis hin zur weltweit bekannten
Zugspitze. Zahlreiche malerische Buchten und idyllische Freibadeplätze laden zum Erholen oder Schwimmen ein. Direkt am See liegt das Eibsee-Hotel, oberhalb des Sees die Talstation der Großkabinenbahn zur Zugspitze
. Die einzigen nennenswerten oberirdischen Zuflüsse sind der Kotbach, der in die Nodwestspitze des Sees mündet, sowie der Weiterbach im Süden. Der See ist ein Blindsee, da kein oberirdischer Abfluss vorhanden ist und das Wasser aufgrund der Beckenlage nur unterirdisch abfließen kann. Sein Name ist auf die Eibe zurückzuführen, die früher sehr zahlreich um den See herum vorkam. Heute ist sie am See nur noch vereinzelt zu finden und tritt nur noch in den Bannwäldern in der Nähe des Sees auf.

Hermann von Barth schreibt 1871 über den Eibsee: "...Eine arme Fischerfamilie hat ihre mehr malerische als reinliche Hütte am östlichen Ufer des Sees, und ihre Mitglieder sind dessen einzige Anwohner. Der See ist ihr Eigentum; sie brachten ihn im Jahre 1803 für einhundert Gulden vom Staate käuflich an sich. Zwischen den Steintrümmern am Ufer suchen magere Ziegen ihr karges Futter. Nahen Fremde, so kommen halbnackte Kinder aus der Hütte und bieten Alpenrosen zum Kauf an oder schießen ein Pistol ab, um durch dessen Krachen das siebenfache Echo an der nahen Wand der Törlen zu wecken, das wie lange fortrollender Donner in den Schluchten des Zugspitz-Labyrinthes verhallt." (Lit. Gesammelte Schriften des Freiherrn Hermann von Barth, Hrsg. Carl Bünsch, Max Rohrer, Alpine Verlagsanstalt, München, 1926, S. 869).

Der See war früher Austragungsort für Schlitten- und Skijöringrennen. Seit 1929 war die Zufahrtsstraße auch Schauplatz von Bergrennen.

Quelle: Wikipedia 2012

Abstieg: 15:15 Uhr Vorsichtig steige ich zurück zur Riffelscharte und halte mich in der Scharte nach Süden. Der Abstieg zurück zur Scharte ist der gleiche wie der Aufstiegsweg und so ebenfalls mit leichter Kletterei verbunden; ab und an müssen die Hände eingesetzt werden. Zudem sollte man sich vor losen Steinen in Acht nehmen. Zu leicht kann man hier ins Rutschen geraten. Ab der Scharte führt mich der Steig direkt hinab in das schöne Höllental. Auch auf diesem Steig gibt es einige Stellen, wo man schon vorsichtig gehen muss. Ausgesetzte Stellen sind versichert, sollten aber für einen erfahrenen Berggeher kein Problem sein. Schnell erreiche ich das Höllental und durchwandere es in Richtung Höllentalangerhütte (1.387 m).

 
  

15:30 Uhr: Jetzt geht es hinunter in das Höllental.

 

Tief unten ist die Höllentalangerhütte (1.387 m) zu sehen.

Der Weg endet vorerst an der Höllentalangerhütte in einer etwa 100 m breiten, mit Gesteinschotter bedeckten Talsohle. Hier trennen sich verschiedene Wegäste, die in Richtung Zugspitze 2.962m, Osterfelderkopf und Alpspitze 2.628m oder auf weitere anspruchsvolle Ziele des Wettersteingebirges führen (z.B. Riffelspitze, Hohe Riffel, Großer Waxenstein 2.277m und Schwarzenkopf). Ein auch interessanter Rückweg von der Höllentalangerhütte nach Hammersbach verläuft am sogenannten „Stangensteig“, der von den Knappen des einstigen Bergwerks benutzt wurde.

In der Höllentalangerhütte stärke ich mich bei einem kühlen Bier und einem kräftigen Bergsteigeressen, bevor ich durch die schöne Höllentalklamm nach Hammersbach (758m) und dann weiter zu meinem Ausgangspunkt, der Haltestelle der Zugspitzbahn Station Kreuzeck/Alpspitzbahn (758m) absteige. Ab hier beginnt die Heimfahrt nach einem wundervollen Tag in den Bergen. Wenn man den Menschenmassen in der Höllentalklamm entgehen möchte, kann man alternativ über den Stangensteig nach Hammersbach absteigen. Hier ist die Klamm dann von oben einsehbar, eine neue Perspektive. Der Stangensteig zweigt kurz vor dem Eingang zur Hollentalklamm rechts ab und trifft hinter der Höllentaleingangshütte (1045 m) wieder auf den Wanderweg Richtung Hammersbach.

Weitere Fotos dieser Tour sind in meiner Fotogalerie "Südliche Riffelspitze" zu sehen.

 

Info Höllentalangerhütte

Die Höllentalangerhütte (1.381 m ü. NHN) ist eine bewirtschaftete Hütte des Deutschen Alpenvereins im Wettersteingebirge, zugehörig zum Bezirk Garmisch-Partenkirchen. Die Hütte im schmalen Taleinschnitt zwischen Höllental-Blassen- und Waxenstein-Riffelwand-Kamm ist von Ende Mai bis Mitte Oktober bewirtschaftet und verfügt über mehr als 80 Schlafplätze.

Geschichte: Die Hütte der 1. Kategorie wurde 1894 erbaut und hat ihr heutiges Aussehen seit 1925. Seit 2004 wird ein kompletter Neubau geplant. Die Kosten hierfür sind vom Deutschen Alpenverein auf 2,3 Mio. Euro veranschlagt worden. Der Neubau soll der extremen Lawinensituation im Höllental Rechnung tragen. Zudem ist eine Erweiterung der Übernachtungskapazität vorgesehen. Der Winterraum wurde 2004 oder 2005 ebenfalls wegen der Lawinengefahr im Winter behördlich geschlossen.

Im Rahmen des vollständigen Abrisses soll das Blockhaus, die "Urzelle" der Hütte, in den Garten des Alpinen Museums München verbracht werden.

 
  

Erster Blick zur Zugspitze

Die Höllentalangerhütte (1.387 m), Ausgangspunkt diverser Unternehmungen

 

Blick von der Höllentalangerhütte in Richtung Talschluss, Höllentalferner und Zugspitzmassiv

Zustiege:

  • Von Hammersbach bzw. Obergrainau durch das Höllental und die Höllentalklamm (ca. 2 Stunden) oder über den „Stangensteig“ (2½ Stunden).
  • Vom Kreuzeckhaus über das Hupfleitenjoch und die Knappenhäuser (2½ Stunden, Trittsicherheit erforderlich).
  • Vom Osterfelderkopf (Bergstation der Alpspitzbahn) über die Rinderscharte (ca. 4½ Stunden) oder ebenfalls über Hupfleitenjoch und Knappenhäuser (ca. 4 Stunden), für beide Wege Trittsicherheit erforderlich).

Touren:

  • Auf die Zugspitze (2.962 m) über den Höllentalferner (Gletscherbegehung) in 5 Stunden,
  • auf die Alpspitze (2.628 m) über das Matthaisenkar und die Grieskarscharte in 4 Stunden,
  • Auf den Großen Waxenstein (2.277 m) in 2 bis 3 Stunden.
  • über die Riffelscharte (2.161 m) zum Eibsee (972 m) in 4 Stunden.

Quelle: Wikipedia 2012

Info Höllentalklamm

Zugang: Vom Grainauer Ortsteil Hammersbach führt ein Fußweg über rund drei Kilometer und etwa 300 Höhenmeter durch ein immer enger werdendes Tal zur Höllental-Eingangshütte und zum kostenpflichtigen Weg durch die Klamm (47° 26′ 55″ N, 11° 2′ 38″ O). Kurz vor der Hütte zweigt der kostenlose, aber etwas beschwerlichere und längere (½ bis ¾ Stunde längere Gehzeit) Stangensteig ab. Dieser verläuft oberhalb des Bachlaufes und führt auf halber Strecke über eine hohe Eisenbrücke über die Klamm. Bis auf den Tiefblick von der Brücke bleibt jedoch von hier die Sicht in das Innere der Klamm größtenteils verwehrt.

Klamm: Beginnend an der Höllentalklamm-Eingangshütte erstreckt sich der Weg über gut 700 m durch die imposante Klamm. Seit dem Jahr 2011 besteht hier zudem die Möglichkeit, im Höllentalklamm-Museum die Geschichte der Schlucht näher zu erfahren. Ab der Eingangshütte hat man unter großem Aufwand einen sicheren Weg geschaffen, der zu großen Teilen durch in den Fels geschlagene Tunnel von etwa 1 m Breite und maximal 2 m Höhe führt. Der außerhalb der Klamm eher unscheinbare Hammersbach schwillt in der sehr engen (schätzungsweise 2 bis 5 m) und hohen (ca. 150 m) Felsschlucht zu einem reißenden Wildbach an. Am oberen Ende der Klamm wird das Gelände langsam wieder weitläufiger. Jenseits der Klamm führt der Weg zur Höllentalangerhütte, die in einer spärlich bewachsenen, mit Gesteinschotter bedeckten Talsohle liegt.

Tourenmöglichkeiten: An der Hütte verzweigt er in verschiedene Steige, die in Richtung Zugspitze, Osterfelderkopf (Rinderweg zur Alpspitzbahn) und Alpspitze (Mathaisenkar) oder auf weitere anspruchsvolle Ziele des Wettersteingebirges führen (z. B. Riffelscharte, Riffeltorkopf, Riffelspitzen, Hohe Riffel, Waxenstein, Höllentorkopf und Schwarzenkopf). Ein interessanter Rückweg von der Höllentalangerhütte nach Hammersbach ist der bereits erwähnte Stangensteig, der von den Knappen des einstigen Bergwerks benutzt wurde.

Zugspitzweg: Es dauerte bis zum Jahre 1872 als Georg Winhart aus München und der Ehrwalder Führer J. Rauch als erste vom Ostgipfel der Zugspitze ins Tal abstiegen, davor sah man es als unmöglich an, einen Weg vom Gipfel in das Höllental zu finden. Der Weg führte jedoch an den unüberwindbaren Steilwänden die vom Höllentalkar in den Höllentalanger abfielen nicht mehr weiter. So wandten sich die zwei nach Südosten und gelangten über das Mitter- und Mathaisenkar zu den Knappenhäusern. Den umgekehrten Weg wiederholten im gleichen Jahr die Münchner Tillmetz und Johannes mit dem Garmischer Bergführer Dengg. Bis 1893 war dies die einzige Anstiegsmöglichkeit vom Höllental auf die Zugspitze und mit hohen Höhenverlusten verbunden.

Durch die Höllentalklamm führte noch kein Weg, nur oberhalb der Klamm befand sich ein Steig. Einmal musste die Klamm an einer etwa 30 Meter breiten und 100 Meter tiefen Stelle auf einem primitiven Steg ohne Geländer überquert werden. Diesen Steg verbesserte die Alpenvereinssektion München schon in den Jahren 1882/83. Ein Föhnsturm 1885 beschädigte jedoch diese Brücke schwer und so beschloss der Vorstand, eine feste Brücke aus Eisen zu bauen. Am 12. September 1888 wurde das 500 Tonnen schwere Bauwerk fertiggestellt. Die Gesamtkosten beliefen sich auf 3270 Mark.

Um den Anstiegsweg zu verkürzen und direkt vom Anger in das Höllentalkar zu kommen, baute die Alpenvereinssektion München 1893 an einer Steilwand mit Hilfe von Eisenklammern und Stahlseil einen künstlichen Übergang. Dieser Abschnitt ist mittlerweile als das „Brett“ bekannt. Auch sicherte die Sektion den Weg von der Randkluft des Höllentalferners bis zum Gipfel ebenfalls mit Stahlseilen.

 

 Fazit:

Eine herrliche Rundtour im nördlichen Wetterstein mit genialen Tiefbicken auf den Eibsee und in das Höllental. Einen besseren Aussichtspunkt auf die Gipfel der Umgebung wie Großer Waxenstein 2.277m, Alpspitze 2.628m, Zugspitze 2.962m oder auch dem kompletten Jubiläumsgrat hat man nirgends. Trittsicherheit und Schwindelfreiheit ist aber Vorrausetzung. Abschluss ist der Abstieg durch das geniale Höllental mit seiner bekannten Klamm.

Weitere Fotos dieser Tour sind in meiner Fotogalerie "Südliche Riffelspitze" zu sehen.

 

meine weiteren Touren im Wettersteingebirge


    

    Link zum Eibsee     Deutscher Alpenverein

           

      Zugspitzland: Lage-Wetter-Sport     

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