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 Wo bin ich: Startseite - Bergtouren - Tschaggunser Mittagsspitze

Das wichtigste Mittel, um den richtigen Weg zu finden, ist, den falschen zu vermeiden.

Zitat: Manfred Rommel (ehm. Oberbürgermeister von Stuttgart)

         Tschaggunser Mittagsspitze 2.168m, Vorarlberg in Österreich / Rätikon - Tour am 11.10.2008  

Tschagguner Mittagsspitze

 Allgemeines:

Die Tschaggunser Mittagspitze ist ein 2.168 Meter hoher Berg im österreichischen Bundesland Vorarlberg in der Region Montafon. Die Mittagspitze liegt im Rätikon oberhalb von Tschagguns. Der Aufstieg erfolgt im Normalfall von Latschau oder Grabs über die Alpilaalpe (1.686 m) vorbei am Tobelsee hinauf zum Walser Alpjoch und dann in nördlicher Richtung über den leichten Grat zum Gipfel.

Die Aufstiegszeit beträgt etwa 2 bis 3 Stunden; für den letzten Teil des Weges auf den felsigen Gipfel (Kletterei) sind Trittsicherheit und Schwindelfreiheit erforderlich.

 Erstbesteigung:

Genaue Angaben zu einer Erstbesteigung der Tschaggunser Mittagsspitze liegen mir nicht vor.

Routen:

  • Normalweg  Latschau  - Tschaggunser Mittagsspitze (2.168m)
  • auch als Skitour machbar

Meine Route: Latschau  - Tschaggunser Mittagsspitze (2.168m) - Tilisuna Hütte (2.211m) - Lindauer Hütte (1.744m)

Anmerkung: meine Gehzeiten mit Pause / Angaben sind immer ca.- Werte

Gehzeiten mit Pausen:

Latschau (985m)  - Tschaggunser Mittagsspitze (2.168m)

4,0 Stunden

Gehzeiten mit Pausen: Tschaggunser Mittagsspitze (2.168m) - Tilisuna Hütte (2.211m) 1,75 Stunden
Gehzeiten mit Pausen Tilisuna Hütte (2.211m) - Lindauer Hütte (1.744m)

2,0 Stunden

Höhenmeter: Latschau  - Tschaggunser Mittagsspitze (2.168m) 1.183 HM
Schwierigkeit: Bergpfad, im oberen Bereich Klettern bis (Schwierigkeitsgrad II) Kondition: mittel

Ausrüstung:

1 - bei Übernachtung auch 2

 

Beste Jahreszeit:

Juli bis Oktober, je nach Schneelage und Tour

Karte: Freytag & Berndt WK 371

 Schwierigkeit 

Die Tschaggunser Mittagsspitze weist Stellen bis zum zweiten Schwierigkeitsgrad auf (II - nach UIAA-Skala). Die Begeher müssen über Schwindelfreiheit und Trittsicherheit verfügen. Die konditionellen Anforderungen sind aufgrund der kurzen Länge des Weges gering.


 Mein kleiner Tourenbericht

Diese Beschreibung soll nur einen ersten Eindruck vermitteln. Sie ersetzt keinen Bergführer.

 Der Anstieg: Wasserwerk Latschau (985m) -  Alpilaalpe (1.688m) - Tschaggunser Mittagsspitze (2.168m)

Ziel ist heute die Tschaggunser Mittagsspitze (2.168m) mit anschießenden Übergang und Übernachtung in der Lindauer Hütte (1.744m). Zwischenstation wird die Tilisuna Hütte (2.211m) sein.

Die Saison 2008 geht nun leider dem Ende zu und das Wetter hat aus diesem Jahr ein wahres Tourenlotteriespiel gemacht. An diesem Wochenende ist nun endlich wieder, trotz leichter Schneelage, eine positive Wetterlage in den Bergen zu erwarten. Aber nun hat von meinen Bergkameraden keiner für eine Tour Zeit, so dass ich mich allein aufmachen muss, dem Rätikon meinen jährlichen Besuch abzustatten. Hauptziel an diesem Wochenende ist die Sulzfluh mit seinem Gauablickklettersteig. Diese Tour wird von der Lindauer Hütte (1.744m) aus in Angriff genommen. Den Aufstieg zu dieser Hütte werde ich nicht auf den direkten und kurzen Weg nehmen, sondern die nahe liegende Tschaggunser Mittagsspitze besteigen und dann weiter über die Tilisuna Hütte (2.211m) zur Lindauer Hütte (1.744m) wandern.

Weitere Fotos dieser Tour sind in meiner Galerie "Tschaggunser Mittagsspitze" zu sehen.

Mein heutiger Ausgangspunkt ist Latschau auf 985 Metern Höhe im Montafon. Hier habe ich aber nun den richtigen Einstieg verpasst (hatte unten in Latschau  (985m) am Wasserwerk abgeparkt und meinen Weg fälschlicherweise dort auch begonnen). Besser wäre es weiter oben auf einem kleinen vorgelagerten Parkplatz gewesen, welcher an der Straße zum See / Golmerbahn liegt und leicht zu finden ist. Hier ist auch der ausgeschilderte Einstieg zur Lindauer Hütte, welchen ich erst beim Abstieg gesehen habe. Etwas zu spät.

 

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08:55 Uhr: Ausgangspunkt ist Latschau

Fast 1.000 Meter hoch im Montafon liegt dieser Ort. Hier starte ich am Lünerseewerk direkt an der Golmerbahn. Der falsche Weg. Ich halte Richtung Gauertal. Das ist zumindest die korrekte Richtung.

In Latschau oberhalb von Tschagguns ist ein Schauraum mit einem der größten Pumpspeicherwerke der Welt. Hier können wir einen Einblick in das Stollensystem und die Kraftwerke der Vorarlberger Illwerke erhalten.

Den hier nicht zu sehenden Lünersee kennen wir schon von anderen Touren (Saulakopf und Zimba). Er liegt weiter oben auf 1.970m.

 

09:50 Uhr:  Nach ein paar Irrwegen sehe ich nun auch die "Drei Türme". Eine wunderbare Bergformation. Ich befinde mich nach einigen verwirrenden Waldwegen nun auf dem geteerten Weg zur Lindauer Hütte. Leider immer noch der falsche Weg. Ich wollte doch zur Tschaggunser Mittagsspitze. Also umdrehen, auf dem Weg bleiben und dann an der Brücke Richtung Alpila. So bin ich nun endlich, wenn auch mit einigen Zeitverlust auf der richtigen, geplanten Strecke. Aber die Landschaft entschädigt dafür. Der Weg bestimmt bei mir immer noch das Ziel.
 

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Die Brücke habe ich nun gefunden. Nun rüber auf die andere Flussseite. Nun passt auch wieder die Ausschilderung. Nach ca. 30 Minuten erreiche ich eine freie Fläche (Vollspora), ich steige links einer Waldschneise hoch und folge den gut sichtbaren Markierungen.

11:50 Uhr: Auf 1.655 m kommt man nun zur Alpilaalpe. Hier mache ich erst mal eine kurze Pause und genieße das tolle Panorama. Unten im Tal sieht man Latschau und Tschagguns. Hier treffe ich noch einige Familien beim Wandern. Nach einer kurzen Unterhaltung geht es vom breiten Wanderweg nun auf einen schmaleren Pfad nach oben weiter.

Talblick

13:00 Uhr: Ich folge den gut gekennzeichneten Pfad bis zum Sattel hinauf. Der Aufstieg bis hier zum Fuße der Tschaggunser Mittagsspitze ist kein Problem. Ab hier ist der Weg nicht mehr markiert und eine leichte Kletterei (II - nach UIAA-Skala) beginnt. Am Wegweiser geht es links hinauf.

Weitere Fotos dieser Tour sind in meiner Galerie "Tschaggunser Mittagsspitze" zu sehen. 

rechts gehts zum Gipfel

Das Gipfelkreuz ist schon in greifbarer Nähe. Die letzten Klettermeter geht es genüsslich aufwärts. Die Kletterei bewegt unterhalb des (Schwierigkeitsgrad II), ist aber nie richtig ausgesetzt.

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13:05 Uhr: Vom Sattel mit dem Wegeschild steigt man steil in den Fels, ich muss nun auch die Hände zu Hilfe nehmen. Es geht zügig zum Gipfel der Tschaggunser Mittagsspitze hoch.

 

Voralberg - Homepage

 

13:25 Uhr: Geschafft. Mit zeitlicher Verzögerung, was aber überhaupt kein Problem für mich ist, bin ich auf dem Gipfel der Tschaggunser Mittagsspitze angelangt.

Ich bin ganz allein hier oben. Und es ist tatsächlich angenehm warm. Super. Auf dieser Höhe liegt noch kein Schnee.

Mich belohnt ein herrlicher Rundblick über die Berge des Rätikon, Verwall und Silvretta.

Hier werde ich eine ausgiebige Pause einlegen. Mein morgiges Ziel, die Sulzfluh kann man von hier schon gut erkennen.

 

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 Der Abstieg:

Im Normalfall ist der Abstieg gleich der Aufstieg.

Es gibt auch die Möglichkeit die Tour im Abstieg nach Tschagguns und Latschau über den Tobelsee zu verlängern. Die Tschaggunser Mittagsspitze ist als Ausgangspunkt für diverse Unternehmungen denkbar. Die Wanderkarte von Freytag & Berndt WK 371 gibt Auskunft darüber.

Jetzt geht es für mich weiter über die Tilisuna Hütte, dem Bilkengrat zur Lindauer Hütte um morgen von dort aus die Sulzfluh über den Gauablickklettersteig zu besteigen.

 Von der Tschaggunser Mittagsspitze zur Lindauer Hütte
Ich gönnte mir, allein auf diesem phantastischen Aussichtspunkt, 30 Minuten der Ruhe um dann vom Gipfel zurück auf den Sattel abzusteigen. Unten angekommen ist die Tilisuna Hütte (2.211m) mit 1,5 Stunden ausgeschildert. Die Tilisuna-Hütte ist eine weitere Zwischenstation zu meinem Übernachtungsziel, der Lindauer Hütte welche sich unten auf 1.744m befindet. 
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14:40 Uhr: Unten ist der smaragdgrüne Tobelsee zu sehen. Hier kann man auch auf einem sicheren Weg absteigen und so zurück nach Tschagguns wandern. Das wäre eine gute Rundtour z.B. für Familien. Auf einigen Stellen liegt schon der erste Schnee. Meistens ist dieser auf der schattigen und kühleren Nordseite zu finden. Im Hintergrund ist die Vandanser Steinwand mit der Zimba (2.643 m), dem Matterhorn des Rätikon, zu sehen.
Weitere Fotos dieser Tour sind in meiner Galerie "Tschaggunser Mittagsspitze" zu sehen.

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15:15 Uhr: An der Tilisunahütte angekommen setzte ich mich zu einigen Gästen mit an einen Tisch Es werden ein paar Worte gewechselt und ein Kaffee getrunken. Nach 30 Minuten geht es dann zügig weiter.

Die Tilisunahütte ist eine Berghütte des Österreichischen Alpenvereins (OeAV), Sektion Vorarlberg, in der Region Montafon, Bundesland Vorarlberg / Österreich. Sie liegt südlich von Tschagguns auf einer Höhe von 2.211 Metern nördlich der Sulzfluh, in aussichtsreicher Lage mit Blick ins Montafon.

 

ÖAV

 

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 Über den Bilken-Grat

Der Bilken-Grat liegt auf ca. 1.990m und verbindet die Tilisuna Hütte (2.211m) und die Lindauer Hütte (1.744m). Auf diesem Weg erwandert man auch ein Stück des Rätikon-Höhenweges.

16:10 Uhr: Vom letzten Schneefall sind hier auf dem Bilkengrat noch einige Stellen weiß geblieben. Der Hang ist steil und der Weg teilweise verschneit und auch glatt. Trittfest und Aufmerksam sollte man hier bei diesen Wegbedingungen schon sein um nicht kurz vor der Lindauer Hütte noch auszurutschen. Ca. 1 Stunde vor der Lindauer Hütte beginnt dann der Abstieg runter bis auf 1.744m.

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Die  Lindauer Hütte vor den Drei Türmen. Es sieht einsam aus, aber die Hütte ist an diesem Abend gerammelt voll. Eine ÖAV Jugendabteilung oder Jugendsektion feiert. Familien mit vielen Kindern und Jugendlichen halten die Hüttenmannschaft auf Trab. Ein Glück dass ich reserviert habe. Hier werde ich mich versorgen, nach Möglichkeit duschen, übernachten und morgen in der früh zur Sulzfluh aufbrechen

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Information Lindauer Hütte

Die Lindauer Hütte ist eine Schutzhütte der Sektion Lindau des Deutschen Alpenvereins (DAV). Sie liegt im Gauertal am Fuß der Drei Türme auf 1.744 Metern im Rätikon im Montafon in Vorarlberg.

Übergänge zu anderen Hütten

 Fazit

Bis zu dem Joch südlich des Gipfels leichte Bergwanderung, Gipfelanstieg für Geübte unschwierige Kletterei (Schwierigkeitsgrad II). Absolute Trittsicherheit und Schwindelfreiheit erforderlich. Bei Nässe ist von der Tour abzuraten. Nach der Klettereinlage ist die Tschaggunser Mittagspitze bezwungen und man wird mit einer großartigen Aussicht auf Rätikon und Silvretta belohnt.

Weitere Fotos dieser Tour sind in meiner Galerie "Tschaggunser Mittagsspitze" zu sehen. 

meine weiteren Touren im Rätikon


    

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