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Wo bin ich: Startseite Klettertouren - Zimba (Westgrat)

Der Berg: Er ist einfach da, imposant, massiv, geradlinig. Er bleibt unerschütterlich, beherrschend. Es bleibt mir nichts übrig, als mich ihm zu fügen. Wenn ich am Leben bleiben will, muss ich auf der Hut sein und ihn respektieren.

Zitat: Catherine Destivelle (französische Alpinistin)

 Zimba 2.643 m (Westgrat), Vorarlberg in Österreich / Rätikon - Tour am 30.06.2012

 Allgemeines:

Die Zimba (in alter Literatur auch Zimbaspitze genannt) ist ein 2.643 m hoher Berg im Rätikon, einer Gebirgsgruppe der westlichen Zentralalpen im österreichischen Bundesland Vorarlberg. Sie liegt im Hinterland von Bludenz und ist als keckes Horn das Wahrzeichen des Montafoner Ortes Vandans. Sie besteht aus Kalkstein und ist demgemäß abschnittweise stark verwittert.

Die Zimba ist die höchste Erhebung der sogenannten Zimbagruppe, einem Seitenkamm des Rätikons. Benachbarte Berge sind im Nordosten der Große Valkastiel mit 2.449 m Höhe, im Osten der Steintälikopf (2.113 m), im Westen die Brandner Mittagsspitze mit 2.557 m Höhe, im Nordwesten der 2.372 Meter hohe Wildberg und die Sarotlahörner deren höchstes 2.192 m misst. Nach Norden fällt das Gebiet zum Montafontal ab, im Südosten verläuft das Rellstal, im Süden liegt das Kanzlstäli, ein Hochtal, im Südwesten der Lünersee (Wasserspiegel auf 1.970 m), und im Westen bildet das Brandner Tal den Abschluss der Zimbagruppe. Nächstgelegener Ort ist im Westen Brand im Brandner Tal in etwa 4 Kilometern Entfernung Luftlinie. Vandans liegt 6 km im Osten und Bludenz 9 Kilometer im Norden.

Aufgrund ihrer markanten Form wird die Zimba auch oft als das "Matterhorn des Montafons" bezeichnet. Sie hat eine ebenmäßige Form und sendet nach Nordosten, Osten und Westen gleichmäßige Grate aus. Der Ostgrat der Zimba ist eine der beliebtesten Genussklettereien in Vorarlberg. Der etwas leichtere Normalanstieg erfolgt vom Zimbajoch aus und folgt direkt dem stark strukturierten Westgrat. Obwohl nicht der höchste Berg der Region, ist der Rundblick vom Gipfel der Zimba doch einzigartig und kaum zu überbieten.

Durch ihre leichte Erreichbarkeit ist sie heute ein beliebtes Ziel für Bergsteiger und Kletterer.

Quelle: Wikipedia 2012

 Erstbesteigung:

Die erste dokumentierte Besteigung der Zimba gelang am 8. September 1848 dem Brunnenmacher Anton Neier aus Bludenz im Alleingang. Am meisten begangen wurde die Zimba vom „Zimbapfarrer“ G. W. Gunz, der den Berg über hundert Mal bestiegen haben soll.

Anstiege:

Seit 1900 wird die Zimba über den Westgrat bestiegen. Dieser Normalweg führt von der Sarotlahütte im Norden, oder der Heinrich-Hüter-Hütte, im Süden auf 1.766 m Höhe gelegen, hinauf zum Zimbajoch (2.387 m). Von dort aus geht es über den Westgrat zum Gipfelkreuz.

Heute ist in erster Linie für Kletterer der Ostgrat interessant, über den Routen in verschiedenen Varianten bis zum Schwierigkeitsgrad UIAA IV- führen, sowie die Nordkante (UIAA III) und der Nordostgrat (UIAA II) als leichteste und kürzeste Kletterei zum Gipfel.

Schwierigkeit

 Normalweg über den Westgrat über die Sohmplatte oder das "Kaminle" Kletterei im Schwierigkeitsgrad (III)

 Route: Vandans - Heinrich-Hüter-Hütte (1.766 m) - Normalweg über den Westgrat Schwierigkeitsgrad (III) - Zimba (2.643 m)

 

Anmerkung: meine Gehzeiten mit Pause / Angaben sind immer ca.- Werte

Gehzeiten / Höhenmeter:   Vandans am Rellsbach (800 m)  - Heinrich-Hüter-Hütte (1.766 m) 3,00 Std. / 966 HM
Gehzeiten / Höhenmeter:   Heinrich-Hüter-Hütte (1.766 m) - Zimba über Westgrat (2.643 m) 2,75 Std. / 877 HM
Gehzeiten / Höhenmeter:   Zimba (2.643 m) über Westgrat -  Heinrich-Hüter-Hütte (1.766 m) 2,00 Std. / 877 HM
Gehzeiten / Höhenmeter:   Heinrich-Hüter-Hütte (1.766 m) - Vandans am Rellsbach (800 m) 1,75 Std. / 966 HM
Schwierigkeit:   im oberen Bereich Klettern im Schwierigkeitsgrad (III) Kondition: mittel
Ausrüstung:   Grundausrüstung (1) + Klettern (4) bei Übernachtung Hütte (2)
Karte:  Freytag & Bernd WK 371 - 1:50 000, KOMPASS Wanderkarte Nr:032 "Alpenpark Montafon" M 1:35.000
 oder Landeskarte der Schweiz, 1:50000, Blatt 238, Montafon
 
Beste Jahreszeit:   Juli bis Oktober, bei Schneelage sehr lawinengefährdet

 Mein kleiner Tourenbericht

Diese Beschreibung soll nur einen ersten Eindruck vermitteln. Sie ersetzt keinen Bergführer.

 Der Hüttenanstieg:

Endlich ist es wieder soweit. Die Saison 2012 ist eröffnet. Oli kam auf die Idee, die Zimba zu besteigen. Er hatte schon das Vergnügen ganz oben zu stehen. 2007 bin auch ich schon bis kurz über das Zimbajoch, dem sogenannten Frühstücksplatz gekommen, habe es aber aus zeitlichen Gründen abbrechen müssen. (Tourenbericht hier). Als erstes fahren wir als Ausgangsort den Talort Vandans an. Von hier aus, an einem kostenfreien Wanderparkplatz am Rellsbach auf ca. 800 m, starten wir unser Unternehmen zum Ersten mit dem Anstieg zur Heinrich-Hüter-Hütte, welche sich vor der Zimba auf 1.766 m erhebt.

 
  
17:45 Uhr: Start auf dem Parkplatz in Vandans am Rellsbach   17:50 Uhr: Auf der anderen Uferseite ist ein Wanderschild zu finden.

17:45 Uhr: Wir starten auf dem Parkplatz in Vandans am Rellsbach auf 800 m und steigen auf dem Rellsbachweg zur Heinrich-Hüter-Hütte 1.766 m auf.  Dabei ist ein Höhenunterschied von 966 Höhenmetern zu überwinden. Es besteht alternativ die Möglichkeit, auf einem breiten, bequemen Fahrweg zu wandern oder auch mit den Wanderbus bis hinauf zur Rellstal Kapelle auf 1.480 m zu fahren. Von dort sind nur noch ca. 45 Minuten über den einfachen Hüttenweg zurückzulegen. Wir entscheiden uns für den Bachweg und können schon jetzt das schöne Rellstal genießen.

17:45 Uhr überschreiten wir am Wanderparkplatz in Vandans den Rellsbach über eine hübsche, überdachte Holzbrücke (Bild oben). Wir sind allein unterwegs, der Parkplatz ist fast leer. Der Weg entlang des Rellsbachs ist sehr gut ausgeschildert. Gleich am Anfang passieren wir ein Wanderschild mit diversen Zielen. Wir halten uns in Richtung der Heinrich-Hüter-Hütte.

Voralberg - Homepage

 

Anfangs auf einem Fahrweg, welcher später in einen einspurigen Waldwanderweg wechselt, geht es gemächlich in Kehren empor. Rechts begleitet uns das Tosen des Rellsbachs. Der Pfad führt uns durch das Naturschutzgebiet Rellstal, das von Mischwald beherrscht wird. Schnell sind wir auf 1.000 m aufgestiegen. Oft kann man rechts unter uns in der schluchtartigen Tiefe den Bachlauf bestaunen. Wenn man ihn nicht sieht, hört man ihn. Der Aufstieg bereitet einem geübten Wanderer keine Probleme. Um 18:25 Uhr überschreiten wir wieder den Rellsbach über eine gutgesicherte Brücke und wechseln so das Flussufer. Um 19:15 Uhr ist die Zimba erstmals durch die Bäume auszumachen. Fitness ist schon beim Hüttenanstieg mitzubringen.

 

19:20 Uhr: Der Wanderweg ist durch einen abgerutschten Hang unterbrochen. Ein kleiner Trampelpfad zeigt uns auf der gegenüberliegenden Seite wo es weiter geht. Bei Nässe oder Regen sollte man hier vorsichtig sein. Bei Dauerregen diesen Bereich meiden, da sich weitere Bodenmassen lösen und abrutschen könnten.

Weitere Fotos sind in meiner Galerie "Zimba"  zu sehen

 Info Muren: Ein Murgang (auch Mure oder Rüfe genannt) ist ein schnell talwärts fließender Strom aus Schlamm und gröberem Gesteinsmaterial im Gebirge. Murgänge haben einen hohen Feststoffgehalt und dadurch bedingt eine hohe Dichte (bis 2,6 g/cm3). Ein Murgang kann einige hunderttausend Kubikmeter Material transportieren. Durch seine Energie kann er große Verwüstungen anrichten. Die meist klar ausgeprägte Front kann eine Geschwindigkeit von bis zu 60 km/h erreichen.

Entstehung und Ablauf: Ein Murgang entsteht im Gebirge, wenn im steilen Gelände wenig verfestigtes Material (Geröll, Schutt und Erdmaterial) wasserübersättigt wird und, meist allein durch Einwirkung der Schwerkraft, in Bewegung gerät. Ausgelöst wird die Durchnässung meistens durch starke oder lang anhaltende Niederschläge oder die Schneeschmelze. Murgänge folgen meist bestehenden Bachbetten oder Rinnen und erweitern sie stark, sie können aber auch eine neue Rinne graben. Grobe Korngrößen (Steine, Blöcke) konzentrieren sich an der Murenfront, die Material bis hin zu metergroßen Felsblöcken und Baumstämmen mitreißen kann. Schon entlang des Fließweges wird einiges von dem transportierten Material in Randwällen (Levées) wieder abgelagert. Die Bewegung endet meist am Hangfuß, wo das Gefälle nachlässt. Dort lagert sich das Material zungenförmig ab. Durch wiederholte Murgangereignisse bilden sich Ablagerungskegel. Wegen des hohen Feststoffgehalts und der damit verbundenen Zähigkeit des abgehenden Gemischs findet bei der Akkumulation eine Sortierung kaum statt.

Gefahrenpotenzial: Ein Murgang hat deutlich mehr Energie als ein Hochwasser und richtet erheblich höheren Schaden an. Ein mit voller Wucht auftreffender Murgang kann Häuser, Verkehrswege und Brücken zerstören. Oft werden die Straßen und die Erdgeschosse von Häusern meterhoch mit dem Schlamm-Geröllgemisch verschüttet. Dies geschieht unter anderem, wenn Bachläufe in Ortschaften zu eng kanalisiert sind und der Murgang dort über die Ufer tritt. Wegen der oft langen Zeiträume zwischen einzelnen Murgängen ist sich die Bevölkerung dieser Gefahr oft nicht bewusst.

Zur Vorbeugung von Murgängen und Murgangschäden gehören:

  • Gefahrenzonenplanung
  • Bauliche Schutzmaßnahmen wie Geröllsperren, Rückhaltedämme oder Ablenkbauwerke
  • Verbreitern kanalisierter Bäche und Vermeidung von Engpässen (besonders bei Brücken), damit der Murgang nicht über die „Kanalufer“ tritt (in Brig wurde zum Beispiel nach der Katastrophe von 1993 eine automatische Hubbrücke gebaut)
  • Säuberung der Gebirgsbäche von losem Material (Bäume, Äste und Geröll), das einen Murgang auslösen oder nähren kann
  • Murgangwarnungen (noch in einem experimentellen Stadium)

Achtung: Wegen der Klimaerwärmung wird für die nächsten Jahrzehnte mit einer Zunahme von Murgängen gerechnet. Wenn hochalpine Permafrostböden und Blockgletscher auftauen, entsteht mehr mobilisierbares Material, das dann als Mure abgehen kann.

Quelle: Wikipedia 2012

19:50 Uhr überschreiten wir letztmalig den Rellsbach an dem Wegweiser "Alte Saga". Wir sind jetzt auf 1.420 m angekommen. Auf einer breiten Fahrstraße wandern wir der Heinrich-Hüter-Hütte entgegen. Rechts und links von uns ziehen wir an Weiden und Alpen vorbei. Die Kühe lassen sich von einem friedlichen Wanderer nicht stören.

Link zu Montafonrunde

 


20:45 Uhr: Nach 3 Stunden und 966 Höhenmeter Hüttenanstieg auf diesen schönen Wanderweg haben wir die Heinrich-Hüter-Hütte erreicht (Pausen und Fotozeiten eingerechnet). Da wir uns vorab angemeldet haben sind unsere Lager und unser Abendmahl gesichert. So können wir morgen die Zimba ausgeschlafen und gestärkt in Angriff nehmen. Das Wetter soll ja passen.

Information: Heinrich-Hueter-Hütte

Die Heinrich-Hueter-Hütte ist eine Schutzhütte des ÖAV und liegt im Montafon auf 1.766 m. Die Hütte wurde 1909 gegründet, der Name stammt vom Vorsitzenden des Vorarlberger Alpenvereins Heinrich Hueter. Die Hütte ist mit dem Umweltgütesiegel des deutschen und österreichischem Alpenverein ausgezeichnet. Die Heinrich-Hueter-Hütte ist einerseits als Wanderziel im Rellstal erreichbar, andererseits Ausgangspunkt für alpine Klettertouren im mittleren Schwierigkeitsgrad auf die Zimba und den Saulakopf.

Die Heinrich Hueter-Hütte bietet sich an für alle, die gerne in den Bergen sind, die Landschaft genießen wollen, gerne gut essen und trinken, wandern oder klettern wollen, einen Kurs oder ein Seminar besuchen oder veranstalten oder einfach nur ein paar schöne Tage in den Bergen erleben möchten. Besonders Familien mit Kindern sind bei uns gerne willkommen, aber auch Einzelwanderer, Gruppen und Vereine besuchen uns gerne immer wieder.

Entstehungs- und Entwicklungsgeschichte

Es war um die Jahrhundertwende. Die Sektion Vorarlberg eröffnete bereits 1871 eine Hütte am Lünersee, die spätere Douglasshütte. Ihr folgten 1878 die Tilisunahütte und 1884 das Madlenerhaus. Bei der Sektionsausschusssitzung am 23. November 1906 machte daraufhin Mandatar Adolf Geiger aus Schruns den Vorschlag: „es soll auf der Alpe Filifau eine Unterkunftshütte erbaut werden, da von dieser Thalseite die Cimbaspitze einen höchst interessanten und lohnenden Aufstieg bietet. Bei der Generalversammlung am 8. Dezember 1906 wurde einstimmig der Bau einer Unterkunftshütte auf der Alpe Filifau beschlossen. 1907 wurde mit der Alpe Vilifau ein Vertrag zur Erwerbung von 500 m² Baugrund um 100 Kronen errichtet.1908 wurde mit dem Bau begonnen. Die kleine Hütte hatte die Maße 5,80 x 6,80 m, 39,50 m² Grundfläche und 160 m³ umbauter Raum.

Am 25. Juli 1909 wurde die Heinrich-Hueter-Hütte feierlich eröffnet.

Hüttenzustiege:

  • Vandans - Rellstal (Wanderbus) - Zustieg über leichten Spazierweg (ca. 45min zur Hütte)
  • Vandans - Bachweg durch das Rellstal - Rellskapelle - Hütte (ca. 3,0h)
  • Brand - "Lünerseebahn" - Lünersee entweder über Saulajoch (ca. 2,5h, nur für Geübte) oder Lünerkrinne (ca. 2- 3h, normaler Wanderweg) zur Hütte
  • Vandans oder Latschau (985 m) - Golmerbahn - Golm - entweder über Platzis - Rellstal - Hütte (ca. 2,5h) oder über Golmer Höhenweg - Kreuzjoch - Hätaberger Jöchli - Zaluanda Alpe - Rellstal - Hütte (ca. 3-4h)
  • Lindauer Hütte (1.744 m) - Öfapass - Schweizertor - Zaluanda Alpe - Rellstal - Hütte (ca. 4h)

Eine Auswahl von Klettertouren im Bereich der Hueterhütte

  • Zimba über den Westgrat - Über die Sohmplatte (III) oder das "Kaminle" (II+); ca. 3-4h von der Hütte.
  • Zimba über den Ostgrat - Neuer Zustieg zur Neyerscharte und von dort über den Grat zum Gipfel (IV)
    ca. 4 - 5 h von der Hütte.
  • Saulakopf durch den Saulakamin (III +) - ca. 4h von der Hütte
  • Saulakopf über die direkte Ostwand (IV +) - ca. 5h von der Hütte
  • Saulakopf Ostwand; Überholspur (VI) - ca. 5h von der Hütte
  • Rätikon Südwandklettereien Kirchlispitzen und  Drusenfluh - ca. 1,5 bis 2,5 Stunden bis zum Einstieg; Klettertouren im Schwierigkeitsgrad IV bis XI- (UIAA)
  • Klettersteig durch die Ostwand des Saulakopfs (C/D)

Wanderungen in der Umgebung der Hueterhütte

  • Von der H. Hueter-Hütte auf das Saulajoch und über den Saulajochsteig zur Douglashütte am Lünersee (ca. 1,5 - 2h). Von dort über die Totalphütte auf die Schesaplana, 2.964m.
  • Von der H. Hueter-Hütte auf das Saulajoch und über den Saulasteig auf den Gipfel vom Saulakopf.
  • Von der H. Hueter-Hütte auf dem Gipsköpfliweg über die Lünerkrinne zum Lünersee (ca. 2h). Von dort über das Verajöchle zum Schweizertor.
  • Von der H. Hueter-Hütte auf das Zimbajoch und Abstieg zur Sarotla-Hütte (ca. 3h). Von dort Abstieg nach Brand.
  • Von der H. Hueter-Hütte ins Rellstal und über die Alpe Platzis nach Golm (Bergstation) oder Matschwitz (Mittelstation). Mit der Golmerbahn nach Latschau (985 m) oder über den Höhenweg zur Lindauer Hütte.
  • Von der H. Hueter-Hütte durch das Rellstal nach Vandans. Entweder entlang der Straße oder auf dem Schluchtweg. Von dort besteht auch die Möglichkeit über Ganeu nach Latschau (985 m) zu kommen
  • Von der H. Hueter-Hütte ins Rellstal und durch das Zaluandatal zum Schweizertor. Von dort Weiterweg über den Öfapass zur Lindauer Hütte oder über das Verajöchle zum Lünersee. Auch der Abstieg in die Schweiz ist möglich.
  • Von der H. Hueterhütte ins Rellstal und entweder gleich beim Alpengasthof über Platzis nach Golm oder bis zur Zaluandaalpe und über das Hätaberger Jöchli und den Golmer Höhenweg nach Golm.
  • Von der H. Hueterhütte über den Gipsköpfliweg zur Alpe Lün und über die Forststraße wieder zurück zur Hütte (einfache Rundwanderung, interessanter Alpbetrieb mit Sennerei - v.a. mit Kindern schöne Tagestour)

Quelle: Wikipedia 2012

Gipfeltag / Der Aufstieg:

 

07:30 Uhr: Nach einem sehr guten Frühstück in der familienfreundlichen Heinrich-Hüter-Hütte (1.766 m) starten wir ausgeruht auf dem markierten Wanderweg Richtung Zimba. Erst hinauf zum Zimbajoch. Man beginnt die Tour anfangs im grünen Gürtel in steilen Kehren aufzusteigen. Schnell kommen wir höher und die Hütte unter uns wird immer kleiner. Wir gehen über zwei kleine Schneefelder, welche uns vom Winter hinterlassen wurden. Etwas weiter oben im Felsgelände (Schwierigkeitsstufe A) unschwierig hinauf in das Zimbajoch. Versicherungen sind teilweise vorhanden.

aktuelle Webcam


Um 09:00 Uhr erreichen wir das Zimbajoch (2.387 m). Wir haben herrliches Wetter und die Aussicht über das Montafon ist super. Bis zu diesem Punkt ist es ein normaler Bergwanderweg. Vom Zimbajoch nun zuerst unschwierig immer rechts des Grates entlang auf den gut sichtbaren Steigspuren durch gestuftes, grasdurchsetztes aber auch brüchiges Gelände bis unterhalb der Sohmplatte. Was nun folgt ist Kletterei bis in den 3. Schwierigkeitsgrad. Das ist Kein Wanderweg und KEIN Klettersteig!

Von der Scharte unter der Platte seilen wir uns an. Oli steigt vor und findet gut die Route. Zuerst steigen wir 2 Meter an der Platte empor, dann immer schräg links über Bänder bis zu einem Stand. Haken sind ausreichend vorhanden. Rechts nun durch einen Riss, bevor dieser sich zu einem Kamin verengt. Diesen rechts auf einem Felsband verlassen und über kurze Wandstelle empor zum nächsten Stand klettern.

 

ÖAV

 

Von diesem Stand weiter auf Steigspuren und dem Grat entlang bis zur nächsten Steilstufe, die wir zuerst direkt an der Kante erklettern, bevor wir auf einem breitem Band nach rechts in eine kleine Schlucht queren. Durch diese geht es nun empor und wir dann rechts bis zur Kante bis zum nächsten Stand hinter dem roten Turm. Von dort nach links, weiter auf einem Band und anschließend, gerade über eine  kurze Wandstufe und einer Rampe zum nächsten Stand. Von hier aus nun einfach über gestuften Fels hinauf bis wir leichtes Gelände mit Wegspuren erreichen der uns bis zum Gipfel führt.

 

10:25 Uhr: Nach knapp 3 Stunden stehen wir auf dem Wahrzeichen des Montafons. Ein Eintrag im Gipfelbuch ist Pflicht.

Bilder und Film - Tour zur Zimba (Westgrat) 2.643 m

Weitere Fotos sind in meiner Galerie "Zimba"  zu sehen

Der Abstieg

10:45 Uhr: Wir klettern wieder über den Westgrat zurück. Die vorhandenen Sicherungen lassen sich sehr gut nutzen. Über die Sohmplatte wird im Normalfall zweimal abgeseilt. Vom Stand oberhalb der Platte steigen wir ca. 5 m tiefer zum Abseilbohrhaken ab. Wir seilen uns mit einem Zug bis hinunter zum Einstiegsbohrhaken (ca. 30 m) ab. Ein entsprechend langes Seil ist natürlich notwendig. Den weiteren Weg kann man entlang der Steigspuren seilfrei absteigen. Weiterer Abstieg entlang der Aufstiegsroute.

 

11:15 Uhr: Hier sind wir an der Abseilstelle angekommen.

 

Zufrieden sind wir auf der Hütte angekommen und gönnen uns nun ein gutes Essen.

 Fazit:

Eine landschaftlich super Tour; nur um die Zimba knacken zu können sollte man einen ganzen Tag einplanen. Die Zimba ist das Wahrzeichen des Montafon und ein beeindruckender steiler Felsgipfel, der nur mit Kletterei erreichbar ist. Die Besteigung ist sehr lohnend, da auch der Fels überwiegend gut und kletterfreundlich ist.

Weitere Fotos sind in meiner Galerie "Zimba"  zu sehen

meine weiteren Touren im Rätikon


 

 

        ÖAV  

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